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«Genau diese Lücke bleibt weiterhin offen: links, liberal, grün, nicht religiös, progressiv»

Der offene Brief eines vernachlässigten linksliberalen Wählers an die Parteien hat ein lebhaftes Echo ausgelöst. Wir zeigen eine Auswahl der besten Reaktionen in den Kommentaren und den sozialen Medien.



«Liebe Parteien, warum wollt ihr nichts von uns Linksliberalen wissen?» So lautete die Überschrift meines Artikels, der auf eine beachtliche Resonanz gestossen ist. Viele können sich mit dem Inhalt identifizieren, andere sind kritisch. Eine Auswahl der Reaktionen:

Stefan Schlegel von Operation Libero meint:

User «saukaibli» schreibt:

«Genau diese Lücke bleibt weiterhin offen: links, liberal, grün, nicht religiös, progressiv. Es gäbe sicher genug Wähler für eine Partei mit diesen Zielen.»

«Knut Knallmann» sieht es ähnlich:

«Ein Artikel, direkt aus meinem Herzen. Ein richtig überzeugter SP-Wähler bin ich nämlich eigentlich nicht. Ich denke, das Potential für eine solche liberalere Parteiausrichtung könnte gewaltig sein ...»

Manuel Schüpbach schreibt:

«Merci! Sie bringen auf den Punkt, warum ich unterdessen nicht mehr bei den Grünliberalen bin, jedoch nie den Grünen oder der SP beitreten würde!»

Ein grundsätzlicher Einwand:

Marco Kropf aus Grenchen hat das Thema mit einem Politologen diskutiert:

«Ich stellte die ‹simple› Frage, welche Partei ich mit meinen Vorstellungen ausser der SP und den Grünen wählen könne. Mit der Antwort, dass mir tatsächlich nicht viel anderes übrig bleibe. Hätte die CVP den ‹C-Touch› und die BDP den ‹B-Touch› nicht, wüsste ich Alternativen. Bei der GLP fehlt mir das Soziale (...) Vielleicht ergeben sich ja tatsächlich neue Parteimöglichkeiten und mutige Politiker, welche diese Lücke füllen.»

User «Tepesch» hat da seine Ideen:

«O. k., wer gründet mit mir diese neue Partei? Mit watson hätten wir auch gleich unsere eigene Parteizeitung ;-)»

Die Reaktion von «kEINKOmmEnTAR»:

«@Chefredaktion & Herausgeber: Seid ihr bereit die Hauszeitung einer sozialliberalen Partei zu werden? Natürlich inklusive monatlicher Print-Ausgabe und Propaganda.»

Amboss dagegen hat grundsätzliche Bedenken:

«Insofern bräuchte es eine neue Partei. Aber für die hat es: a) keinen Platz (es gibt so viele Parteien), b) kein Personal. Die potenziellen Wähler stehen im Berufsleben und haben keine Zeit für mühselige Politik.»

«Safster» hofft eher auf die bestehenden Parteien:

«Auf Ihre Beschreibung trifft entweder wie erwähnt die GLP zu oder der liberale Flügel der SP. Entweder bewegt sich die SP etwas nach rechts oder die GLP arbeitet an ihrem sozialen Profil. Dann haben wir's zusammen.»

Neben viel Zustimmung gibt es auch kritische Voten:

«Luca Brasi» sieht das Problem nicht:

«Ach herrje, die armen Linksliberalen! (...) Keine Partei ist gut für sie. Der LDU war zu Migros-nah, CVP/EVP zu religiös, BDP hat SVP-Vergangenheit, etc. Fakt ist, dass wohl keine politische Ausrichtung so eine Auswahl an Parteien hat wie sie.»

Für GLP-Nationalrat Beat Flach ist der Fall klar:

Eine ähnliche Meinung hat CVP-Nationalrat Stefan Müller-Altermatt:

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran ist gewohnt kampflustig:

«Gurgelhals» ist skeptisch:

«Linksliberal als Etikett ist doch quasi vergiftet, weil seit Blair, Schröder & Co. hier schlicht und einfach die Glaubwürdigkeit weg ist. Wer garantiert mir, dass eine linksliberale Partei dann auch wirklich linksliberale Politik macht und sich nicht als verkappter Wasserträger des Neoliberalismus erweist?»

Grundsätzliche Kritik äussert «kza»:

«Sie erwarten einfach, dass die Parteien Ihre Positionen bedienen. Und genau deswegen reisst sich auch keine Partei um Sie und die Ihnen Gleichgesinnten. Wenn Sie mehr sozialliberale Positionen in den Parteien wollen, dann setzen Sie sich dafür ein. Persönlich. In einer Partei.»

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tilman Fliegel 10.11.2015 19:30
    Highlight Highlight Ich finde die Piraten füllen die Lücke ganz gut. Zumindest kommen die bei mir immer zuoberst, wenn ich smartvote oder ähnliches ausfülle. Wobei mein Verständnis von liberal nicht zwingend "wirtschaftsfreundlich" ist, sondern vor allem die persönliche Freiheit betrifft. Der Wirtschaft und dem Kapitalismus muss man schon klare Leitplanken geben, da spielt dann grün und sozial eben rein.
  • gecko25 10.11.2015 15:54
    Highlight Highlight linksliberal ?! was soll denn das sein ? gerade bei dem aktuellen thema baustreik, würde es mich interessieren, wie Position bezogen würde. Das Schlagwort linksliberal ist ja auch oft im Bezug auf law & order hardliner mario fehr und daniel jositsch gefallen. obwohl mir eine harte law @ order linie als alles andere als liberal erscheint.
  • Schuhmeister Flaig 10.11.2015 15:21
    Highlight Highlight @lowend: Und was ist mit liberal und kommunistisch?
    • Lowend 10.11.2015 15:57
      Highlight Highlight Gääääääääääääääääähn..............
  • Angelo C. 10.11.2015 15:02
    Highlight Highlight A propos Medienecho, aber auch Darstellungen aus dem Kreis einflussnehmender Leser in Newsportalen :

    Mal sehen, was WATSON-Chefredaktor Hansi Voigt heute Abend ab 22.25 Uhr auf SF 1 im MEDIENCLUB bei Franz Fischlin, Thema : "Vierte Gewalt - wenn das Publikum die Medien dirigiert" dazu zu sagen haben wird (Teletext-Info Seite 336).

    Man darf jedenfalls echt gespannt sein 😉!
  • Benjamin Goodreign 10.11.2015 14:45
    Highlight Highlight Mir gefällt's im "linken" Flügel der glp sehr gut! 😊 statt sich zu beschweren könnte man ja auch mitmachen und das "soziale Profil" der Partei mitprägen. Die glp hat viele brilliante Umweltwossenschafter - für innovative Sozial- und Bildungspolitiker hat es noch jede Menge Platz bei uns!
  • pun 10.11.2015 14:28
    Highlight Highlight Gurken-Manifest, Nein danke!
  • Wilhelm Dingo 10.11.2015 14:23
    Highlight Highlight Lasst doch einfach links weg: links und liberal ist ein Wiederspruch. Gilt auch für rechts liberal.
    • Lowend 10.11.2015 14:48
      Highlight Highlight Ersetzen Sie einfach "links" mit progressiv und "rechts" mit reaktionär und dann wird ein Schuh daraus. Progressiv und liberal funktioniert problemlos, bei reaktionär und liberal wird es eindeutig schwer, die zwei Begriffe unter einen Hut zu bringen.
    • Schuhmeister Flaig 10.11.2015 15:04
      Highlight Highlight Genau deiner Meinung. Wo ist Rechts oder Links, wenn sowieso alles erlaubt ist.
    • Miss_Ann_Thropist 10.11.2015 18:44
      Highlight Highlight Seh ich genauso. Entweder man ist von Grund auf liberal oder man ist es nicht.
      Ich finde sowieso, dass der Begriff "liberal" in letzter Zeit ziemlich böse vergewaltigt wurde.

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