Flavia testet Mini-Cabins im Nachtzug – so entspannt war es wirklich
Bei Flugängstlern, Umweltbewussten und Schienennostalgikern ist es gleichermassen beliebt: das Reisen mit dem Nachtzug. Lästiges Einchecken im Voraus, schwitzige Hände und Todesangst bei Turbulenzen kann man sich sparen, am Reiseziel kommt man ohne schlechtes Gewissen wegen der CO2-Bilanz an.
Dafür könnte es für Reisende mit Hang zur Klaustrophobie schwierig werden. Denn im Nachtzug nach Hamburg schläft man in kleinen Kapseln.
Über 600'000 Menschen nutzen im Jahresschnitt einen Nachtzug in die oder aus der Schweiz, laut der SBB. Damit werden vier bis fünf Prozent der Reisen über die Grenzen in der Horizontalen verbracht (oder eben in improvisierter Embryonalhaltung zwischen Reisetasche und umkämpfter Armlehne im Sitzwagen).
Die sogenannten Mini-Cabins – kompakte Schlafkapseln – versprechen mehr Privatsphäre und Komfort im Nachtzug Richtung Norddeutschland. Ob das wirklich der Fall ist, testen wir: Flavia fährt für uns nach Hamburg, verbringt die Nacht im Zug und berichtet, wie erholt sie ankommt:
