Schweiz
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Diese Gemeinden wählten am extremsten, schnellsten und zuverlässigsten

Die nationalen Ergebnisse sind bekannt – wenden wir uns den über 2000 Gemeinden zu. Wer hat die meisten Frauen gewählt? Wo liegen die Hochburgen der einzelnen Parteien? Und welche Gemeinde erzielte fast exakt die gleichen Parteistärken wie die Gesamtschweiz?



Gemeinen «in extremis»

Bild: watson

Die frauenfreundlichste Gemeinde

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden standen zwei Kandidierende für den Nationalrat zur Auswahl. Obwohl die Kandidatin Jennifer Abderhalden die Wahl nicht schaffte, holte sie in einigen Gemeinden mehr Stimmen als ihr männlicher Kontrahent David Zuberbühler. Und diese Stimmen sorgten dafür, dass die Gemeinden Trogen, Speicher (Wohnort von Jennifer Abderhalden), Rehetobel und Teufen schweizweit die höchsten Frauenanteile auf ihren Wahlzetteln hatten. In Trogen betrug er 71,2%.

Will der SVP den Ausserrhoder Nationalratssitz abjagen: die freisinnige Juristin Jennifer Abderhalden. (Archivbild)

Jennifer Abderhalden (FDP) reichte es nicht für den Sprung in den Nationalrat. Dafür sorgte sie für eine hohe Frauenquote in einigen Gemeinden in Appenzell Ausserrhoden.

Am wenigsten Frauen wählten die Bürger und Bürgerinnen der Schwyzer Gemeinde Alpthal. Auf 929 Stimmen für Männer kamen nur 122 Stimmen für Frauen, das ergibt einen Anteil von 11,6%. An zweiter Stelle liegt Unteriberg SZ, an dritter Stelle Zwischenbergen VS.

Die durchschnittlichste Gemeinde

Fast exakt genau wie der Schweizer Durchschnitt stimmten die Wähler und Wählerinnen aus Untersiggenthal AG. Ähnlich «durchschnittlich» stimmte auch Frauenfeld TG und Montet (Glâne) FR.

Die pflichtbewussteste Gemeinde

Mit 85,4% Wähleranteil krönen wir die Walliser Gemeinde Ergisch zur pflichtbewusstesten Gemeinde der Schweiz. Von den 157 Wahlberechtigten gingen 134 an die Urne.

Die wahlfaulste Gemeinde

Die tiefste Wahlbeteiligung verzeichnete die Bündner Gemeinde Cama im südlichen Misox. Von den 367 Wahlberechtigten legten nur gerade 85 ihren Wahlzettel ein, das ergibt eine Beteiligung von 23,2%.

Diese Gemeinde mobilisierte am besten

Auch die Gemeinde Riemenstalden aus dem Kanton Schwyz hat sich einen Platz auf unserer Liste gesichert. Vor vier Jahren noch lag die Wahlbeteiligung bei 52,8 Prozent, bei den diesjährigen Wahlen pilgerten 69,1 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne. Allerdings liegt die Anzahl der Wahlberechtigten nur gerade bei 55 Personen, ein paar wenige Leute können also viel an der Wahlbeteiligung verändern.

Die schnellste Gemeinde

Islisberg hat offenbar die schnellsten Auszähler der Schweiz. Die aargauische Gemeinde lieferte landesweit das allererste Schlussresultat. Wie schon vor vier Jahren dominierte auch in diesem Jahr die SVP (40% Wähleranteil) auf den 227 Stimmzetteln.

Partei-Hochburgen

SVP
Horrenbach-Buchen BE: 84.1%

CVP
Corippo TI: 79.5%

FDP
Trogen AR: 69.7%

BDP
Glarus Nord GL: 64.6%

SP
Fontenais JU: 49.3%

Grüne
Oltingen BL: 38.4%

GLP
Vaux-sur-Morges VD: 23.8%

Datenquelle und Anmerkungen

Die Daten stammen vom Bundesamt für Statistik und sind auf dem OpenData-Portal abrufbar.

Resultate von Auslandschweizern wurden nicht als separate Gruppen ausgewertet, da sie sehr oft extreme Werte ausweisen – beispielsweise haben sie eine sehr tiefe Wahlbeteiligung.

Frauen im Parlament

Valentina de Vos ist Reporterin des Tages

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42
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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Güggel 22.10.2019 18:13
    Highlight Highlight Eiine Übersicht über die Orte mit dem gerinsten SVP-Anteil würde mich interessieren.
  • Pearldiver 22.10.2019 16:21
    Highlight Highlight Zur Relativierung bei #7: Dass bei Gemeinden mit sehr geringer Einwohnerzahl "extreme" Ergebnisse auftreten, ist nicht ungewöhnlich.

    So hat Corippo meines Wissens nur 12 ständige Einwohner und ist damit die kleinste resp. bevölkerungsärmste Gemeinde der Schweiz. Dass dabei 80% gleich wählen, scheint verständlich.
  • Illuminati 22.10.2019 12:34
    Highlight Highlight Horrenbach Buchen BE 😂😂😂
    Habe die SVP Hochburg auf Google Maps gesucht, sind ca 4-5 Bauernhöfe also das kommt jetzt nicht sooo überraschend ;)
    Btw mich würde es wunder nehmen, wie viele Bauern für grün gestimmt haben, weil die wären ja eine der am meisten von den Folgen des Klimawandels betroffene Berufsgattung.
    • Güggel 22.10.2019 18:16
      Highlight Highlight Die Bauern haben noch nicht realisiert, dass sie von der SVP zu den Grünen wechseln müssten.
    • El_Sam 23.10.2019 07:08
      Highlight Highlight Zum Glück gibt's noch ein Wahlgeheimnis in der Schweiz.
      Wäre ja verheerend, wen man auf den einzelnen Bürger zurückführen könnte wer was gewählt hat ("Du, hesch gseh, de Heiri het d BDP gwählt, da sägi grad im Chrestoph!")
  • Hallwilerseecruiser 22.10.2019 11:43
    Highlight Highlight Wäre noch interessant zu wissen, wieviele Agrar-Subventionen in die SVP-Hochburg Horrenbach-Buchen fliessen. Wahrscheinlich horrend viele.
    • dan2016 22.10.2019 12:16
      Highlight Highlight die war auch mein Gedanke, vermutlich leben die Horrenbach-Buchen-Einwohner am meisten auf Kosten der Restschweizer....
    • DerSeher 22.10.2019 14:04
      Highlight Highlight Aktuell leben 19 Kantone auf Kosten von 7 Kantonen, da würde ich mir nicht als erstes um Horrenbach-Buchen gedanken machen.... die Grosskantone wie Bern, Luzern, Waadt etc. kosten die Restschweiz dann doch noch ein bisschen mehr...
    • Zat 22.10.2019 14:13
      Highlight Highlight Könnte ein Argument sein. Andererseits leben in Reust/Horrenbach/Buchen gemäss meiner Erinnerung jetzt auch nicht sooo viele Einwohner, im Verhältnis zu anderen Gemeinden. Die detaillierten Zahlen kann jeder selbst nachsehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gollum27 22.10.2019 10:59
    Highlight Highlight Beliebige Frage: Kann mir jemand erklären, warum im Kanton Zürich die GLP mit 13.99% Wähleranteil 6 Sitze erhält, die Grünen mit 14.08 % aber nur 5?
    Sorry, Passt nicht zum Artikel, aber nimmt mich schon Wunder...
    • Dominik Treier 22.10.2019 11:58
      Highlight Highlight Ich gehe von Listenverbindungen aus...
    • tr3 22.10.2019 16:58
      Highlight Highlight Sogenanntes Proporzglück. Das jetzt im Detail zu erklären sprengt leider den Rahmen dieses Kommentars. Kurzfassung: es ist kompliziert.
  • Gian Plaiv 22.10.2019 10:48
    Highlight Highlight Die Gemeinde entscheidet sich für den männlichen Kanditaten, also ist sie frauenfeindlich.

    Mir wird schlecht bei solchen Aussagen.

    Zum Glück denken die meisten Schweizer und Schweizerinnen bereits progressiver.
    Den meisten, zumindest in meinem Umfeld, fällt das Geschlecht nicht einmal auf, zumindest bis einem dann wieder dieser mediale Sexismus um die Ohren gehauen wird.
  • humpfli 22.10.2019 10:09
    Highlight Highlight Wieso heissr es eigentlich tiefster/höchster Frauenanteil? Ist das nicht diskriminierend gegenpber Männer oder weshaöb spricht man nicht vom Männeranteil?
    • Elephant Soup slow cooker recipes 22.10.2019 11:05
      Highlight Highlight humpfli, weil historisch gesehen der Männeranteil der einzig bestehende Anteil war und Frauen eher etwas aufzuholen hatten, ist meine Vermutung.
  • Elpampa 22.10.2019 09:49
    Highlight Highlight Frage zur Frauenfreundlichsten Gemeinde Trogen. Folgendes Zitat ist in der Appenzeller Zeitung zu finden:

    Am Sonntag sprachen sich aber 55,9 Prozent für die FDP-Kandidatin Jennifer Abderhalden aus. Am meisten Zuspruch erhielt die 41-Jährigen in Trogen. In der Mittelländer Gemeinde entschieden sich 69,7 Prozent der Wähler für sie.

    Ihr schreibt aber von 71.2%. Wer ist hier nun richtig?
    • Lea Senn 22.10.2019 10:31
      Highlight Highlight @Elpampa Es könnte sein, dass das damit zusammenhängt, dass noch 14 Stimmen aus Trogen an Vereinzelte gingen. Details zu den Abstimmungsergebnissen in Trogen findest du auf ihrer Website: https://www.trogen.ch/verwaltung/meldungen/detailseite.html/15/news/647
    • Elpampa 22.10.2019 10:47
      Highlight Highlight Danke für die Antwort Lea! Wobei ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen kann, warum man die vereinzelten weglässt...
  • coheed 22.10.2019 09:37
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass ich noch eine Schweiz erleben werde, in der die SVP nicht die stärkste Partei ist. Wir sind auf einem guten Weg, weiter so!
  • P. Silie 22.10.2019 09:37
    Highlight Highlight Ich verstehe die ganze 'frauenfeindlichste' 'frauenfreundlichste' Debatte nicht ganz... es gibt 50.4% Frauenanteil in der Schweiz gegen 49.6% Männer. Die Frauen haben es somit selbst in der Hand eine Frau wählen zu wollen oder nicht. Oder sind die Frauen jetzt frauenfeindlich?
    Die grundsätzliche Frage die sich stellt: Genügt bereits das Kriterium Frau zu sein, um qualifiziert zu sein? Das wäre Identitätspolitik vom feinsten...
    • Pablo Escobar 22.10.2019 10:08
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht, was es bei diesem Kommentar zu blitzen gibt? Sind doch belegbare Fakten. Wieso muss hier diese Debatte aufgegriffen werden?
      Bitte um Aufklärung.



    • Pablo Escobar 22.10.2019 10:11
      Highlight Highlight Vielleicht sogar von der Autorin Lea Senn?
    • Cédric Wermutstropfen 22.10.2019 10:16
      Highlight Highlight Das Narrativ derjenigen, die solchen Unsinn befeuern besagt eben, dass Frauen, die in einem „Patriarchat“ sozialisiert wurden eben diesem hörig seien, derweil sie die Definition von Patriarchat extrem locker halten, aber gleichzeitig das Hörigsein auf eine extrem strikte Form dessen beziehen. In Diskussionen sieht man das oft; auch bezüglich anderer Themata.

      Bsp.: Man bezeichnet alles rechts der Mitte als Rechtsextrem/Nazismus und schliesst dann daraus, dass das dasselbe ist wie der Nationalsozialismus des Dritten Reiches. Diese Leute machen ein riesiges Chaos mit ihren eigenen Definitionen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Dark Knight 22.10.2019 09:25
    Highlight Highlight Bezüglich Punkt 4:

    Kurz im Kopf grob zusammengerechnet... Es wurden ganze 9 Leute mobilisiert o.O
  • 370000 Flugmeilen hinter dem Mond 22.10.2019 09:04
    Highlight Highlight Holla. Das ist ein weiteres Lehrstück zum Thema Stichprobengrössen. Kleine Gemeinden brauchen wenig um extreme Resultate zu liefern.

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