Kommentar
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Gruene-Parteipraesidentin und Nationalraetin Regula Rytz, rechts, und Grossraetin Natalie Imboden, Gruene-BE, freuen sich ueber ein Resultat am Wahltag der Eidgenoessischen Parlamentswahlen, am Sonntag, 20. Oktober 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Für Grünen-Präsidentin Regula Rytz (r.) lieferte der Wahltag Erfolgserlebnisse am Laufmeter. Bild: KEYSTONE

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Eine doppelte grüne Welle macht noch keine progressive (Klima-)Politik

Die Grün-Parteien haben bei den Wahlen alle Erwartungen übertroffen und einen Erfolg historischen Ausmasses errungen. Die Gewichte im Parlament verschieben sich nach links. Wirklich gewonnen ist damit nichts.



Umfragen gelten in der Schweiz als relativ zuverlässig. Weil bei uns nur das Parlament und keine Regierung gewählt wird, erfolgt die Stimmabgabe primär aus Überzeugung und nicht strategisch. Insofern lagen die Umfragen auch dieses Mal richtig: Grüne und Grünliberale legten zu, die SVP musste Federn lassen. Völlig unterschätzt aber wurde das Ausmass der Öko-Gewinne.

Die von Grünen-Präsidentin Regula Rytz seit Monaten heraufbeschworene Klimawahl hat stattgefunden, und wie! Ihre Partei realisierte Sitzgewinne in historischem Ausmass, und zwar sowohl im Nationalrat als auch ziemlich überraschend im Ständerat. In der kleinen Kammer dürften die Grünen von einem auf fünf oder sogar sechs Sitze zulegen, ein mittlerer Erdrutsch.

Die Elefantenrunde zum Wahlausgang

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Video: srf/SRF

Zusammen mit den Grünliberalen kommen sie auf einen Wähleranteil von über 20 Prozent. Die Grün-Parteien sind in der Schweizer Politik keine manchmal belächelte Randerscheinung mehr, sondern ein Machtfaktor. Weil auch die Frauen deutlich zulegen konnten, wird das Parlament in der neuen Legislatur tendenziell progressiver sein. Aber resultiert daraus eine progressive Politik?

Bürgerliche weiter in der Mehrheit

Dagegen spricht, das die Bürgerlichen in beiden Kammern weiterhin in der Mehrheit sein werden. Das versetzt den grünen Bundesrats-Ambitionen zumindest kurzfristig einen Dämpfer. CVP-Präsident Gerhard Pfister hat angetönt, dass er im Dezember keinen bisherigen Bundesrat abwählen will. Ohnehin werden Rote und Grüne im Parlament auf Stimmen aus dem Mitte-Rechts-Spektrum angewiesen sein, wenn sie ihre Anliegen in reale Politik ummünzen wollen.

Es ist ein guter Anfang, dass Regula Rytz am Wahltag einen Klimagipfel aller Parteien angeregt hat. Eine ambitionierte Klimapolitik stösst bereits in der CVP auf Vorbehalte. Sie versteht sich als Vertreterin der Randregionen und will diese vor einer zu grossen finanziellen Belastung schützen. Und wie motiviert die FDP bei diesem Thema nach ihren Verlusten sein wird, muss sich zeigen.

Schwierige Lösungsfindung

Bei anderen grossen Brocken, die in der neuen Legislatur einer Lösung harren, sieht es nicht besser aus. In der Europapolitik sind die SVP klar gegen und die Grünliberalen klar für das Rahmenabkommen. Bei den anderen Parteien sind die Verhältnisse diffuser. Schwierig wird die Lösungsfindung in den Problemdossiers Altersvorsorge und Gesundheitspolitik bleiben.

Der Wahlsonntag in Bildern

Siegen bedeutet auch, Verantwortung zu tragen. Die SVP hat dies vor vier Jahren überhaupt nicht beherzigt und wurde nun verdientermassen abgestraft. Die Grünen, die bislang eine gewisse Narrenfreiheit genossen, sind nun in der Pflicht, mehrheitsfähige Lösungen auch und gerade beim Klima zu ermöglichen und ihre teilweise knallroten Positionen zu überdenken.

Bleibt ein Blick auf die Wahlbeteiligung. Sie war entgegen den Erwartungen rückläufig. Die Verschiebungen lassen darauf schliessen, dass viele (rechts-)bürgerliche Wählerinnen und Wähler zu Hause geblieben sind. Das kann sich je nach Themenkonjunktur wieder ändern und muss Grünen und Grünliberalen als Warnung dienen, das Machbare dem Wünschbaren vorzuziehen.

Wahlen 2019: Das sind die Neuen in Bern

Balthasar Glättli – Grüne

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    Alle Leser-Kommentare
  • FischersFritz 21.10.2019 11:08
    Highlight Highlight Und wenn die Grünen dann an der Realpolitik mit all den finanziellen Auswirkungen etc. gemessen werden, dann wird die grüne Euphorie wohl bald verblassen. Dass sich am Klima nichts ändert, egal welche Massnahmen wir hier in der Schweiz mit unserem verschwindend kleinen Anteil an CO2-Ausstoss treffen, das muss bei einer Nutzen-Kosten-Rechnung dann auch noch erklärt werden...
    • Projektionsfläche 21.10.2019 19:14
      Highlight Highlight Das ist in meinen Augen das absolute Nullargument, dass der Anteil eines Landes am weltweiten CO2-Ausstoss massgebend dafür ist, ob politisch was gemacht werden soll oder nicht. Mit dieser Begründung hätten China (ca. 30%) und allenfalls noch die USA (ca. 15%) einen „Handlungszwang“. Und die Wahrscheinlichkeit, dass in diesen beiden Ländern zeitnah etwas geht, ist gemessen am jeweiligen politischen Klima nahe null.

      Abwarten und nichts tun ist keine vernünftige Option. Und aus ökonomischen Überlegungen auf Klimaschutz zu verzichten ebenso wenig. Was bringt uns Wohlstand, wenn wir tot sind?
  • joevanbeeck 21.10.2019 10:50
    Highlight Highlight "Wer leicht rot wird, sollte beim Lügen Grün tragen"

    Yves Saint Laurent Zitat
  • RatioRegat 21.10.2019 10:37
    Highlight Highlight Wenn die Bürgerlichen eine progressive Klimapolitik weiterhin verhindern, werden sie in vier Jahren erneut abgestraft.
    • Militia 21.10.2019 10:50
      Highlight Highlight Das Gegenteil wird wohl der Fall sein - wenn die Grünen es nicht schaffen sollten für die Leute tragbare und akzeptable Lösungen umzusetzen wird es in 4 Jahren eine herbe Schlappen absetzen. Sie haben es aber in der Hand.
    • Ritiker K. 21.10.2019 15:03
      Highlight Highlight Milita "Sie haben es aber in der Hand" Die Grünen sind weder im Nationalrat noch im Ständerat in der Mehrheit - wie sollen sie es also 'In der Hand' haben?

      Die Bürgerlichen sind noch immer in der Mehrheit und werden schon schauen, dass die Grünen kaum Erfolge in den Parlamenten feiern können.

      Über die Umsetzung von Lösungen bestimmt immer noch die Mehrheit und nicht 15%
    • Militia 21.10.2019 15:54
      Highlight Highlight "und werden schon schauen..." Bei uns herrschen ja noch nicht amerikanische Verhältnisse wo man den Gegner aus Prinzip schlecht macht. Eine Mehrheit hatte auch in der jüngeren Vergangenheit keine Partei. Gute Lösungsvorschläge in Kombination mit politischen Seilschaften sind seit über 170 Jahren der Weg zum Ziel. Mit der GLP und SP zusammen sind sie schon ein starker Block - bei vernünftigen Vorschlägen werden sich auch in der Mitte genügend Unterstützer für die Grüne Sache finden, wenn nötig mittels Zugeständnissen in anderen Themengebieten.
  • Das dritte Auge 21.10.2019 10:28
    Highlight Highlight Wie gewonnen, so zerronnen.
    Mitte rechts hat mehrere Sitze verloren. Die Häme ist gross.
    Rotgrün wird gefordert sein, wie nie zuvor, an demokratisch vorallem vertretbaren Lösungen mitzuarbeiten.
    Gelingt ihnen das nicht, wird es in 4 Jahren ein weit heftigere Korrektur nach rechts geben.
  • RichiZueri 21.10.2019 10:24
    Highlight Highlight "Die SVP hat dies vor vier Jahren überhaupt nicht beherzigt und wurde nun verdientermassen abgestraft." Das ist der wohl wichtigste Satz dieses Beitrages. Nun liegt es an all den Neugewählten zu beweisen, dass sie effektive und tragbare Lösungen und Vorschläge durchbringen können und nicht nur dank dem aktuellen Medienthema Nr. 1 gewählt wurden. Ansonsten ergeht es ihnen in vier Jahren gleich wie der Sünneli-Partei.
  • joevanbeeck 21.10.2019 10:17
    Highlight Highlight Gestern waren sie noch grüne Riesen und ab heute wieder grüne Zwerge, denn auch grüne Politiker werden schnell feststellen das es nur mit Realpolitik geht und nicht mit grünen Träumereien.
  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 21.10.2019 10:11
    Highlight Highlight Grün ist jetzt Salon fähig. Und s'wird teurer und die Städte verdichteter. Die Nachbarn müssen zusammenrücken. Der Immobilienmogul frohlockt. Höher und kompakter die Immobilie und auch sein Profit. Normalverdiener bezahlen den Umweltobolus und der Goldküstenbanker lacht sich ins Fäustchen. Er wird den Aufpreis wegstecken. Seine Aussicht auf die Berge bleibt. Parkplätze ade, fliegen dürfen nur noch Engel, Ölheizungen werden verschrottet. Die Wärme kommt aus dem Boden und ihm wird es kälter. Die Velofahrer werden rücksichtsloser und in den SBB-Zügen reist man vor allem im Stehen.
  • Nüübächler 21.10.2019 09:53
    Highlight Highlight Eigentliche Wahlsieger sind die Medien.
    Ihr Einsatz ein Jahr lang das Thema Klima sehr intensiv zu bearbeiten hat sich gelohnt. Viele vorallem urbane Wähler haben das Thema zu ihrem Anliegen gemacht und haben entsprechend gewählt.
    Damit haben die Medien bewiesen dass sie zu einer Macht im Land geworden sind. Eine Macht die es gut versteht Meinungsbildung zu betreiben.
    Die klamme Frage bleibt im Raum stehen ob es nicht nach wie vor besser wäre die Medien würden sich darin etwas zurückhaltender zeigen und eine neutrale und sachliche Informationspolitik bevorzugen?
    • Peter R. 21.10.2019 09:59
      Highlight Highlight Stimme 100%ig mit Ihnen überein. Es gab ja in den vergangenen Monat kein anderes Thema als der sog. Klimawandel mehr. Die Medien haben sich extrem auf dieses Thema eingeschossen.
    • grünergutmensch 21.10.2019 10:12
      Highlight Highlight Wieso der SOG. Klimawandel?🤔
    • dieBied 21.10.2019 10:21
      Highlight Highlight Inwiefern ist, über den Klimawandel und dessen Folgen zu berichten keine sachliche Informationspolitik?
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerewigeSchweizer 21.10.2019 09:40
    Highlight Highlight Bingo.
    Meine Wahlprognose ist zu 100% eingetroffen.
    (@ Binnenomade...)

    Wie auch Herr Blunschi schreibt:
    "Bürgerliche in beiden Kammern weiterhin in der Mehrheit". Voilà. Es hat sich NICHTS VERÄNDERT.

    SVP, FDP u. CVP haben zusammen 106 Sitze v. 200.

    Und die falsche SP biedert sich wieder als Minderheitspartner an, d.h. Jöblis, Karrieren etc. für zwei Bundesratssitze.

    ... Anstatt eine echte SP zu sein, in Opposition zu den Bürgerlichen, um dem Wähler nach 70 Jahren endlich eine ALTERNATIVE WAHLMOEGLICHKEIT anzubieten.

    Ist nicht. Keine Alternative zur Wahl in der besten Demokratie der Welt
    • FrancoL 21.10.2019 10:06
      Highlight Highlight Die Mehrheit der Bürger hat nich nie eine Alternative gesucht. Das Bürgerliche Element ist in der Schweizer DNA und wird es auch noch einige Jahre bleiben.
    • DerewigeSchweizer 21.10.2019 10:28
      Highlight Highlight Die Schweiz wird seit 70 Jahren von einm
      EINPARTEIENSYSTEM dominiert.

      Eine einzige grosse Partei, mit vier Strömungen:
      bäuerisch, christlich, wirtschaftsliberal, "sozial".

      Die Bauern keine Christen?
      Die Sozialen gegen Bauern?
      Die Christlichen anti-wirtschaftsliberal?
      "Vier Parteien" ist nur Kulisse des Demokratietheaters.

      Eine besonders perfide Rolle spielt die SP.
      Ihre Aufgabe ist es, die Stimmbürger anderer Couleur als SVP,FDP,CVP, zu kanalisieren und wirkungslos zu machen. Das ist die SPS.

      System Zauberformel:
      Keine Opposition = keine Alternative zur Wahl = Demokratie ausgehebelt = CH
    • FrancoL 21.10.2019 11:28
      Highlight Highlight Sie scheinen sehr wenig von Demokratie zu halten, das vorab ist schon mal eine sehr traurige Sicht und vor allem eine falsche Sicht.
      Demokratie ist nicht nur dann gegeben, wenn die eigne Meinung eben aufschwimmt, das dürfen Sie sich schon mal merken.
      Ihre Sicht der SP ist etwas gar kindisch und zeigt dass Sie wohl eher fremd sind in der Politik, aber das kann es geben.
      Die Schweiz funktioniert nun mal so, weil es der Bürger immer so bestätigt, also die Sachlage stützt, aber Sie können gerne versuchen den Bürger auszutauschen, viel Glück.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jetzt LIVE dazugeschaltet 21.10.2019 09:28
    Highlight Highlight Gewichtsverschiebungen hin oder her:

    Politikerinnen und Politiker überschätzen sich in ihrem Wirkungsgrad. Auch in der Schweiz.



  • tomtom60 21.10.2019 09:27
    Highlight Highlight "Wirklich gewonnen ist damit nichts" - das sehe ich überhaupt nicht so. Warum? Schauen wir nur 10 Jahre zurück. Es wurde viel Partei- und Wirtschafts- (Lobby)politik betrieben, nicht aufs Volk gehört und oft (nicht immer) an der Sache vorbei entschieden. Die gestrige Wahl ist ein grosser Teilerfolg der Bevölkerung, die das schon lange nicht mehr toleriert und eine Änderung hin zu einer Sachpolitik möchte. Es geht hier nicht "nur" um Grün oder "Rot" oder "Schwarz" - vor lauter Farben verlieren die Leute den Fokus auf das Wesentliche. Ich jedenfalls wünsche mir mehr Lösungen als Sprüche.
    • ChillDaHood 21.10.2019 11:51
      Highlight Highlight Naja, die Lösungen statt Sprüche müssen die GP und GLP noch unter Beweis stellen. Und nicht wie die SVP dann beim Volk damit abschiffen. Die konsens und lösungsorientierten Politiker sind seit 1990 am verschwinden. Ich bin verhalten optimistisch, aber jetzt bitte Butter bei die Fische für die nächsten 4 Jahre.
  • Max Dick 21.10.2019 09:22
    Highlight Highlight In Sachen Klimaschutz und Umweltschutz sind nun vernünftige Massnahmen und Lösungen im Sinne der GLP sehr realistisch. Obwohl Rotgrün an Stärke gewonnen hat, haben sie nicht annähernd Mehrheiten für ihre alibimässige Umweltschutz-Schikanepolitik. FDP und CVP hingegen dürften in dieser Sache auf den GLP Zug aufspringen. Erstgenanntere vielleicht nur unter einem gewissem Druck.
    • FrancoL 21.10.2019 10:04
      Highlight Highlight Herzig und wo bleibt die Mitte, sehr geehrter Herr Dick? Wo genau, wenn sie klar feststellen dass die Bürgerlichen das Sagen haben?
      Als Albi bezeichne ich dann schon eher die GLP, die Lösungen andenkt und sie dann weil nicht optimal wirtschaftsverträglich, wieder zurücksetzt. Ist das Umwelt- oder Wirtschaftspolitik?
    • Max Dick 21.10.2019 10:36
      Highlight Highlight Die GLP präsentiert laufend Lösungen, welche wirklich etwas bewirken, den Bürger und die KMUs nicht wirklich einschränken und über eine Symbol/Verbotspolitik hinausgehen. Letztes Beispiel Förderung vom synthetischem Treibstoff. Dieser Plan kommt von Bäumle.
    • FrancoL 21.10.2019 10:49
      Highlight Highlight @Max Dick; Ist das Fördern einer Technik die noch lange braucht um umgesetzt zu werden eine REAL-Lösung?
      Haben Sie auch eine Lösung die heute greifen würde und nicht erst übermorgen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • THEOne 21.10.2019 09:20
    Highlight Highlight "Das kann sich je nach Themenkonjunktur wieder ändern und muss Grünen und Grünliberalen als Warnung dienen, das Machbare dem Wünschbaren vorzuziehen."

    ich hät es nicht besser sagen können.
    politisieren und politik machen sind 2 paar schuhe auf verschiedenen booten in verschiedenen ozeanen.
    abgerechnet wird in 4 jahren wieder
  • Gipfeligeist 21.10.2019 09:07
    Highlight Highlight Die SVP verliert -12 Sitze, aber damit ist kaum etwas gewonnen. Die Wählerwanderung wird etwa so abgelaufen sein (Quelle: eigene Vorstellung):
    SVP > FDP > glp
    SP > Grüne
    Die Schweizer sind zu feige für ein 'Fremdwählen'. Dabei sind die 'drastischen' Verluste im Bereich von ± 3 %. Im Vergleich zu Wahlen in Deutschland oder Österreich ist das marginal
    • kaderschaufel 21.10.2019 11:12
      Highlight Highlight Die SP hat nur 4 Sitze verloren, aber die Grünen haben 17 gewonnen - also 13 Sitze müssen von sonst irgendwoher gekommen sein.

      Ich finde es aber auch lustig, dass 3% Verschiebung als Erdrutsch bezeichnet wird. Hat halt mit unserem politischen System zu tun, wo nicht einfach eine oder zwei Parteien regieren, die einfach so innert 4 Jahren ihre Beliebtheit verspielen können.
  • Nunja 21.10.2019 08:49
    Highlight Highlight Au ja, liebe Grüne: Ändert eure Haltung nach dem Sieg und werdet zu Grünliberalen. 30% wählen links im Land, 30% Mitte und 40% rechts. Die Grünen und SP sind (seit der Abspaltung der GLP) deckungsgleich und haben gemeinsam zugelegt. Die Grünen sind für Linke wählbar. Anpassung an rechts ist das Rezept für enttäuschte Wähler.
    • Gipfeligeist 21.10.2019 09:09
      Highlight Highlight @Nunja
      Nicht anpassung am Rechts, sondern Anpassung an die Mitte ist gefragt. Ich hoffe sehr, dass die CVP konstruktive Kompromisse mit eingeht. Auch wenn dies sehr unwahrscheinlich ist...
  • Turicum04 21.10.2019 08:48
    Highlight Highlight Der Import und Handel mit Erdöl muss per sofort verboten werden: Autos bleiben bald stehen! Elektrizität nur noch aus erneuerbaren Quellen.
    Zudem erwarte ich eine humane Asylpolitik: Keine Ausschaffungen mehr! Grosszügige Mindestrente für alle Flüchtlinge. Aufnahme von mindestens 100'000 Flüchtlingen pro Jahr. Jeder Privathaushalt sollte eine Flüchtlingsfamilie per Gesetz aufnehmen müssen! Solidaritätssteuer auf alle Vermögen zur Finanzierung.
    • Peter R. 21.10.2019 10:01
      Highlight Highlight Träumen Sie weiter!!
    • Maedhros Niemer 21.10.2019 11:04
      Highlight Highlight ...und Pizza für alle!
      🍕🍕🍕
  • NumeIch 21.10.2019 08:47
    Highlight Highlight Die fdp steht bei der Klimapolitik nun in der Pflicht, ansonsten stehen sie als Lügner da und die Strafe käme dann einfach 4 Jahre später.
  • FrancoL 21.10.2019 08:43
    Highlight Highlight Bestand dank für diesen Artikel, der aufzeigt was schon immer Sache war und auch in Zukunft Sache bleiben wird. Die Schweiz wird bürgerlich dominiert und die Politik wird sich nur marginal ändern. Es zeigt auch gut wo die Mitte ist, sie ist rechts von der Mitte.
    Solange in der Schweiz keine Mitte entsteht die auf beide Seiten ähnlich koalieren kann, wird das Resultat der Politik das gleiche bleiben.
    • Max Dick 21.10.2019 09:14
      Highlight Highlight In deiner Welt ist wohl alles rechts, was die klassische sozialdemokratische Agenda nicht 1 zu 1 übernimmt.
    • FrancoL 21.10.2019 10:00
      Highlight Highlight @Max Du gibt mir indirekt recht, Danke. Wenn die Mitte eine Agenda mehrheitlich übernimmt sei es die linke oder rechte, dann ist das keine Mitte mehr. Die CVP übernimmt mit dem Schulterschluss mehrheitlich klar eine eher rechte Position und damit die die grösste Mittepartei nicht in der Mitte.
  • Bert der Geologe 21.10.2019 08:39
    Highlight Highlight Verloren hat auch die Demokratie als Ganzes. Wenn mit diesem Riesenaufwand der Parteien und der Medien nur etwa 45% der Wahlberechtigten (nicht der Einwohner) wählen, ist das beschämend. Eigentlich könnte man sich die ganzen Werbekosten sparen und was gescheiteres anfangen mit diesem Geld. Warum gehen 55% nicht wählen? Die Auswahl an Kandidaten war ja wirklich gross genug.
    • Antinatalist 21.10.2019 10:15
      Highlight Highlight Bei Zalando shoppen war halt gerade interessanter... 🙄
    • tomtom60 21.10.2019 10:59
      Highlight Highlight Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Sich mit ernsthaften Fragestellungen auseinandersetzen ist manchmal anstrengend und unbequem. Antinatalist hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Viele Zeitgenossen beschweren sich zwar, wollen aber selber nicht das Minimum zu einer Verbesserung beitragen - schade. So war es aber auch schon in der Vergangenheit, ich denke, das ist der "Streuverlust". Offenbar ist der Schmerz noch zu wenig gross.
    • Lokutus 21.10.2019 11:36
      Highlight Highlight Vielleicht ist es so, dass es den SchweizerInnen immer noch zu gut geht und man/frau glaubt sich keine Gedanken über so komplizierte Dinge wie die Politik machen zu müssen. Es reicht ja, wenn man sich den SUV 🚙 oder das hübsche kleine Schwarze oder sonst einen Quatsch kaufen kann. Ich fürchte jedoch , das bleibt nicht so...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 21.10.2019 08:37
    Highlight Highlight Interessante Wahl-Wortkombinationen:

    ◾️Themenkonjunktur
    ◾️Klimawahl
    ◾️Öko-Gewinne
    ◾️Knallrote Positionen

    Ja, jetzt können wir uns an die unmittelbaren CH-Problemdossiers machen.

    ◾️Rahmenabkommen mit EU
    ◾️Altersvorsorge
    ◾️Gesundheitskosten

    Man darf gespannt sein wie jetzt nach der Wahl die Lösungen nur so sprudeln.
    • Amboss 21.10.2019 08:58
      Highlight Highlight Naja "nur so sprudeln" werden die Lösungen wohl nicht. Aber gegenüber der letzten vier Jahre bürgerlicher Mehrheit, wo ja so ziemlich gar nichts passierte, kann es eigentlich nur besser werden. Ich bin jedenfalls gespannt.
    • bebby 21.10.2019 09:10
      Highlight Highlight Eigentlich kann man jetzt rechnen:
      120 Sitze für SP, GPS und SVP - Rahmenabkommen mit der EU wird schwierig bleiben
      Altersvorsorge: FDP und SVP haben zusammen nur 81 Sitze - ein Abbau wird schwierig.
      Aber vielleicht täusche ich mich ja :-)
      Immerhin wird jetzt eine Energiesteuer zugunsten der AHV realistischer.
    • Max Dick 21.10.2019 09:27
      Highlight Highlight Nur sind bei der SP gleich mehrere Nationalräte abgewählt worden, die an vorderster Front kompromisslos gegen das Rahmenabkommen aufgetreten sind. Das dürfte die Ausgangslage auch noch ändern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • #veganseatmeat 21.10.2019 08:37
    Highlight Highlight Ich bin schon sehr gespannt, wie die Auswertungen zur Wahlbeteiligung aussehen. Sind wirklich so viele junge wählen gegangen oder sind die 'alten' dafür zu Hause geblieben?
    • reactor 21.10.2019 11:17
      Highlight Highlight Also ich Alter bin wählen gegangen und es kam in etwa so wie ich mir das gewünscht hab. Noch Fragen?
  • Noblesse 21.10.2019 08:30
    Highlight Highlight Der Sieg der Grünen ist sehr wichtig. Es geht um die nächsten Generationen. Neue Technologien müssen her. Und da braucht es auch die Bürgerlichen. Ich denke, das kommt gut
    • Antinatalist 21.10.2019 10:22
      Highlight Highlight Aller Technologien zum Trotz haben sich die Umweltprobleme und der Klimawandel verschärft.

      Schon immer. Auch Teslas machen einen enormen Dreck. Nicht hier auf den Strassen, aber überall, wo Ressourcen dafür abgebaut werden und die Produktion stattfindet.
      Effizientere Motoren haben SUVs hervorgebracht. Und den Dieselskandal nicht vergessen.

      Verzicht ist die Technologie, die der Mensch anwenden muss.
    • Antinatalist 21.10.2019 10:28
      Highlight Highlight Oder anders gesagt: Neue Technologien erzeugen neue Bedürfnisse. Das ist dann auch der Sinn des Kapitalismus.

      Bitte (nochmals) ansehen:
      Play Icon
  • Amöbe 21.10.2019 08:15
    Highlight Highlight Die FDP ist doch nun auch Grün, gemäss Gössi? 🤔 Ich mache mir einfach nur Sorgen, dass der privatwirtschaftliche Aspekt verloren geht. Würde man die Förderung von Jungunternehmen im Umweltsektor im In- und Ausland in der Schweiz stark erhöhen, könnten wir langfriestig "Geld" machen und Gutes tun🤷‍♂️
  • Da Fü 21.10.2019 08:09
    Highlight Highlight Jeder der sich in den letzten Monaten über die Klimathematik lustig gemacht hat sollte spätestens jetzt realisieren dass dies ein Thema ist welches die Schweizer interessiert. Was daraus wird werden wir sehen. Aber sich darüber lustig machen hat offensichtlich nicht besonders gut fuktioniert.
  • wasps 21.10.2019 08:08
    Highlight Highlight Ich bezweifle, dass Pfister diesen Entscheid alleine treffen kann. Seine persönliche Meinung entspricht nicht unbedingt jener der Mehrheit in der Fraktion.
  • S.Potter 21.10.2019 08:02
    Highlight Highlight Das finde ich doch mal eine gelungene Analyse. Danke dem Autor
  • Swisslord 21.10.2019 07:55
    Highlight Highlight Jetzt kommen sie wieder, die Rufe nach einer pragmatischen Politik. Ja keine grossen Veränderung. Und dann dies von dem Onlinemagazin, dass die ganze Zeit schreit, wie schlimm es schnell wird mit der Umwelt.
    Nein, jetzt ist die Zeit der mutigen Politik. Die Wähler wollen sehen, dass die Progressiven es besser machen und ihre Wahl etwas genützt hat. Und die Wähler der Konservativen sollen sehen, dass die Progressiven auch wirklich meinen was sie sagen damit sie in 4 Jahren noch stärker werden.
  • Scaros_2 21.10.2019 07:51
    Highlight Highlight Schlussendlich muss das was die gute Mai in ihrem Video erläutert gemeistert werden.

    "Tragödie des Gemeinguts"

    Solange dies nicht in den Griff genommen wird, können wir noch solange um das Thema herumreden - es wird nicht gelöst.

    Und da bin ich gespannt, ob die Politik das endlich begreiffen wird oder aber wie so oft um den heissen Brei herum redet und dann so tut als wäre es "nicht ganz so einfach".
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  • michiOW 21.10.2019 07:43
    Highlight Highlight Eine kontruktivere Legislatur wäre wünschenswert.

    Ps: Das Auto teurer zu machen ist dort sinnvoll, wo ein gutes ÖV Netz besteht.
    • sigma2 21.10.2019 08:54
      Highlight Highlight Nein, das Auto teuerer zu machen, ist überall sinnvoll. Denn dann werden hoffentlich unnötige Fahrten reduziert und es werden kleinere, sparsamere Autos gekauft.

      Ausser natürlich die Verteuerung ist so gering, dass die meisten davon gar nichts im Portemonnaie spüren.
    • Brett-vorm-Kopf 21.10.2019 09:10
      Highlight Highlight @ Michi: Wenn ich nur 1 x pro Stunde eine Verbindung habe, ist das zwar unbequem aber machbar.

      Seien wir mal ehrlich, alle neuen Produkte und Services (Uber, Spotify, Verkaufs- und Liefer-Apps, e-Scooter, etc) zielen darauf ab unser bequemes Leben noch bequemer zu machen... In der Regel ohne Einbezug der Ökologie oder sozialer Faktoren.

      Die Zauberworte der Zukunft werden daher "Pragmatismus" und "Genügsamkeit" lauten. Etwas was Menschen früher sehr gut konnten und wohl wieder lernen müssen.
    • Max Dick 21.10.2019 09:28
      Highlight Highlight Nicht das Auto teurer machen, sondern die Umweltverschmutzung durch Autos verringern.
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