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A forest fire that broke out at the border of the village of Leuk, southern Switzerland, early Thursday, August 14, 2003. Due to the drought, several wildfires erupted over the last days in Switzerland, mainly caused by carelessness of people or lightning. (KEYSTONE/Olivier Maire) [SIO118]

Der Waldbrand in Leuk gehört zu den schlimmsten Waldbränden der jüngeren Schweizer Geschichte. Bild: KEYSTONE

Im Hitzesommer 2003 brannte der Leuker Wald – 16 Jahre später gibt's Good News

Der Wald bei Leuk VS hat Schlimmes hinter sich. Im Hitzesommer 2003 zerstörte ein Brand rund 300 Hektaren Bergwald. Mittlerweile ist das Leben auf die Fläche zurückgekehrt. Und wie: Dort haben sich insbesondere bedrohte Arten angesiedelt.



Tote und verkohlte Bäume zeugen noch von dem verheerenden Waldbrand von 2003. Doch die einst verwüstete Waldfläche ist mittlerweile ein Hotspot für bedrohte Arten, wie Forschende der Vogelwarte Sempach LU und der Universität Bern kürzlich im Fachblatt «Plos One» berichteten.

Das Leben kehrte mit Macht zurück: Bereits wenige Jahre nach dem Brand erreichte beispielsweise der seltene Gartenrotschwanz dort die schweizweit höchste Siedlungsdichte, wie die Vogelwarte am Mittwoch mitteilte.

«Wir konnten in unserer Studie zeigen, dass schweizweit bedrohte Vogelarten im Waldbrandgebiet deutlich häufiger vorkamen als in den nicht abgebrannten Wäldern gleich nebenan», erklärte Livio Rey von der Vogelwarte gemäss der Mitteilung. Die Vögel profitieren insbesondere von neu offengelegten Bodenstellen, wo sie Insekten leicht erbeuten können. Aber auch seltene Pflanzen und Insekten wählten die Waldbrandfläche als neue Heimat.

Die Gerippe abgebrannter Bäume zeugen noch vom Waldbrand bei Leuk VS im Jahr 2003. Um sie herum ist das Leben jedoch mit Macht zurückgekehrt.

Noch immer sind die Spuren des verheerenden Waldbrands zu sehen.

Chance für konkurrenzschwache Arten

Was für den Menschen eine Katastrophe ist, kann für viele Tier- und Pflanzenarten neue Lebensräume mit optimalen Bedingungen schaffen, hiess es weiter. Dazu zählen nicht nur Waldbrände, sondern auch Stürme oder Überschwemmungen.

Solche «dynamischen Prozesse» sorgen dafür, dass auf den betroffenen Flächen die Karten neu gemischt werden: Sie drängen dominante Arten zurück und schaffen Platz für konkurrenzschwächere Arten, die auf die Neubesiedlung solch verwüsteter Flächen spezialisiert sind.

In der Schweiz werden solche Katastrophen natürlich so gut es geht im Zaum gehalten. Dadurch sind aber auch die konkurrenzschwächeren Arten zunehmend selten und bedroht, finden sie doch kaum mehr verwüstete Flächen zur Neubesiedlung.

Solange es kontrolliert und lokal eingesetzt werde, könnte Feuer somit durchaus eine Naturschutzmassnahme sein. Allerdings sei es schwierig sicherzustellen, dass ein solcher Brand nicht ausser Kontrolle gerate und Menschen gefährde, so Rey. Zunächst müssten daher grundlegende Fragen zur Sicherheit und zu menschlichen Interessen geklärt werden, bevor das Naturschutzpotenzial von Feuer genutzt werden könne. (sda)

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