Schweiz
Wirtschaft

Jobangebot für Bankangestellte so tief wie nie

Jobangebot in der Bankenbranche sinkt auf neuen Tiefstand

03.03.2026, 12:2503.03.2026, 12:25

Es war nur ein kurzer Lichtblick: Nachdem im Januar das Stellenangebot bei den grössten Schweizer Banken kurzzeitig etwas grösser geworden war, ist die Zahl der ausgeschriebenen Stellen im Februar wieder deutlich gesunken.

Bankangestellte auf Jobsuche haben es also alles andere als einfach. So waren Ende Februar auf den Webseiten der zehn grössten Banken gerade noch 475 Stellen ausgeschrieben. Konkret waren dies 10 Prozent weniger Jobinserate als einen Monat davor – und so wenige wie noch nie in den letzten Jahren. Dies zeigen Daten des Jobportals Indeed, das für die Nachrichtenagentur AWP regelmässig die ausgeschriebenen Vakanzen auf den Bankenwebseiten analysiert.

Weniger Stellen ausgeschrieben haben dabei fast alle Banken: bei der UBS und der Zürcher Kantonalbank war der Rückgang bei den Stellenageboten mit minus 30 respektive minus 26 Prozent besonders deutlich. Einige Stelleinserate mehr als noch im Januar zählte Indeed einzig auf den Webseiten von Raiffeisen und der Waadtländer Kantonalbank.

Lage viel schlechter als in den Vorjahren

Wie sich die Arbeitsmarktlage in der Bankenbranche verschlechtert, offenbart ein etwas längerfristiger Blick: So war das Stellenangebot vor einem Jahr noch um 38 Prozent grösser als aktuell, vor zwei Jahren sogar um 46 Prozent.

Gleichzeitig steigt die Zahl der arbeitslos gemeldeten Bankfachkräfte. Gemäss den aktuellsten Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) waren im Januar 4304 Personen als arbeitslos gemeldet, die zuvor bei einer Bank tätig waren. Das entspricht einer Branchen-Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent.

Anfang 2025 war die Arbeitslosigkeit mit einer Quote von 2,8 Prozent deutlich tiefer, vor zwei Jahren hatte sie sogar erst bei 2,5 Prozent gelegen. (sda/awp)

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