Schweiz
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ARCHIVBILD ZUR JAHRESBILANZ 2019 VON SCHWEIZ TOURISMUS, AM DONNERSTAG, 27. FEBRUAR 2020 - The Matterhorn (left) and the Hotel Omnia (right, building with the bay), pictured in Zermatt, Canton of Valais, Switzerland, on February 13, 2019. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Ein alter Zwist sorgt im noblen Ferienort für rote Köpfe. Bild: KEYSTONE

Autostreit am Fusse des Matterhorns – im Walliser Ferienort hängt der Dorfsegen schief

In Zermatt ist ein Jahrzehnte alter Zwist neu entbrannt. Ein Gruppe Ortsansässiger fordert lauthals, dass Touristen künftig mit dem Auto bis ins Dorf fahren können. Der Präsidentin passt das gar nicht. Es ist ein Kampf um Millionenbeträge – und die Identität der Gemeinde.

Benjamin Weinmann / ch media



Alle Wege führen nach Rom – aber nur einer nach Zermatt. Wer heute in die Walliser Ski-Metropole reisen will, ist auf die Verbindung der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) angewiesen. Öv-Kunden nehmen den Zug ab Visp, motorisierte Kunden parkieren ihr Auto in der Garage im Zermatter Vorort Täsch, und steigen für die letzte Etappe ebenfalls auf die Schienen um.

Nur Einwohnern, Lieferwagen und Pendlern, wie zum Beispiel Saisonniers, die in den Hotels arbeiten, ist es seit 1978 erlaubt, die Strasse bis nach Zermatt zu benützen. Allerdings benötigen sie dafür eine Bewilligung für 56 Franken pro Jahr. Dafür gibt es in Zermatt rund 2500 Parkplätze, die allesamt unterirdisch sind. Schliesslich ist das Dorf für seine Autofreiheit weltweit bekannt.

Corona-Virus im Wallis

Noch vor der Massnahme des Bundesrates hat der Walliser Staatsrat für den gesamten Kanton bis auf Weiteres die aussergewöhnliche Lage verhängt. Alle Restaurants und Bars bleiben seit Montagabend geschlossen, ebenso Geschäfte, die keine Lebensmittel oder Güter für den Grundbedarf verkaufen. Bereits vergangene Woche hat die Regierung eine Task Force gegründet, um die Auswirkungen der Pandemie auf die Walliser Wirtschaft zu verfolgen. Wirtschaftsminister Christophe Darbellay, der Ex-Präsident der nationalen CVP, steht der Gruppierung vor. (bwe)

Doch der Dorfsegen hängt derzeit schief. Vor einigen Wochen - noch vor dem Ausbruch der Corona-Krise in der Schweiz (siehe Box) - sorgte eine Gruppe, die sich IG Zufahrt Zermatt nennt, mit einem Artikel im «Walliser Boten» dafür, dass ein jahrzehntealter Zwist neu aufgerollt wurde. Ihre Kernforderung: Die Strasse nach Zermatt soll wintersicher ausgebaut werden, langfristig für die Öffentlichkeit zugänglich sein, und vor Zermatt sollen bis zu 2000 zusätzliche Parkplätze entstehen. Damit haben sie sich mit der Gemeindepräsidentin angelegt, die sich gegen eine Öffnung der Strasse wehrt.

Tödliche Lawinen-Katastrophe von 1985

CH Media ging dem Disput auf die Spur, und traf beide Parteien vor Ort. In den Gesprächen wird schnell klar, dass die Fronten verhärtet sind: «An den Haaren herbeigezogen!», «Das ist lächerlich!», «Das sagen sie immer!». Ein konstruktiver Dialog scheint momentan unmöglich.

Florian Julen, Mitbesitzer des Hotels La Couronne im Zentrum von Zermatt, und der Treuhänder Karl Eggen stehen der IG Zufahrt Zermatt vor. In einem Sitzungszimmer von Julens Hotel im Dorfzentrum legen die beiden Herren ihre Standpunkte dar und kommen auf die komplexe Vorgeschichte zu sprechen. Die Strasse gibt es schon lange. Zwar wurde sie in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut, doch ist sie nach wie vor an einigen Stellen schmal und einspurig. Und: An zwei neuralgischen Abschnitten fehlen Lawinen-Galerien, obwohl 1985 ein Reisecar von einer Lawine erfasst wurde und 11 Menschen ums Leben kamen.

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Auch im ZDF wurde über das Lawinenunglück berichtet. Video: YouTube/mangelhausen

«Wenn es viel schneit, bleibt die Strasse heute zu», sagt der 56-jährige Julen. So geschehen vor zwei Jahren. Mehrere Tage lang war das Dorf wegen Schneegestöbers von der Umwelt abgeschnitten. Auch die Bahn konnte nicht fahren. «Für viele Gäste war die Situation unzumutbar. Sie verpassten ihren Rückflug und mussten zwei, drei Tage einfach hier bleiben», sagt Julen. Die meisten blieben ruhig, «aber manche verloren die Fassung. Solche Szenen passen nicht zu unserem guten Ruf!»

Die IG wolle Zermatt autofrei halten, sagt Kollege Eggen. «Aber um eine wirtschaftliche Entwicklung zu garantieren, muss es für die Touristen möglich sein, bis vor die Tore des Dorfes mit ihrem Auto anreisen zu können.» Julen pflichtet dem 66-Jährigen bei: «Heute empfinden viele Gäste die Anreise als zu kompliziert.»

Für die Gemeindepräsidentin ist klar: «Das sind Höirini!»

Auf der anderen Seite des Flusses, nur 200 Meter entfernt von Julens Hotel und neben der Dorfkirche, steht das Gemeindehaus. Präsidentin Romy Biner-Hauser empfängt in ihrem Büro und stellt gleich zu Beginn klar: «Zwischen der IG und mir herrscht Einigkeit, dass die Strasse besser vor Naturgefahren geschützt werden muss. Aber eine Öffnung für die Öffentlichkeit erachte ich als praktisch unmöglich.» Dass Julen und seine Kollegen das Thema in die Medien gebracht haben, passt ihr nicht. «Sie zeigen viel Engagement, aber sie sind auch Höirini!», sagt sie auf Walliserdeutsch und meint damit Polemiker.

Doch selbst der Ausbau einer wintersicheren Strasse ist nicht so einfach. Grund ist ein Abkommen aus dem Jahr 2005, als das Parkhaus in Täsch gebaut wurde mit 30 Millionen Franken der öffentlichen Hand. Der Kanton, der Bund und die private Matterhorn Gotthard Bahn vereinbarten damals, dass die Strasse für die nächsten 25 Jahre – also bis 2030 – nicht ausgebaut werden darf. Die IG bezeichnet dieses Abkommen gestützt auf ein juristisches Gutachten als illegal. Und nun befürchten sie eine Wiederholung der Geschichte.

Romy Biner-Hauser, Mayor of the city of Zermatt, speaks at a media conference about the rescue operations for the missing German businessman Karl-Erivan Haub, CEO of the German Tengelmann Group, on Wednesday, April 11, 2018, in Zermatt, Switzerland. Authorities in Switzerland and Italy are searching for the German billionaire who has been missing in the Alps since April 7. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Romy Biner-Hauser, Gemeindepräsidentin von Zermatt, will keine Autos, die direkt vor dem Dorfeinang parkieren. Bild: KEYSTONE

Anlass für ihre Angst ist der «Bahn-Ausbauschritt 2035» des Bundesrates, der in den kommenden Jahren 11,9 Milliarden Franken in die Eisenbahn-Infrastruktur investieren will. Auch Zermatt profitiert von diesem staatlichen Honigtopf. 320 Millionen Franken fliessen ins Bergdorf für den Bau eines neuen Bahntunnels zwischen Täsch und Zermatt, um die Erreichbarkeit zu gewährleisten.

Allerdings hat es in der Bundesratsbotschaft eine Passage, die bei der Eggen und Julen böse Erinnerungen hervorruft: «Zur Sicherung der Investition wird vereinbart, dass die Einschränkung der Strassennutzung gemäss heute weitergeführt wird und dass sie Strassenverhältnisse nicht verbessert werden.» Heisst: Die Millionen gibt es nur, falls bei der Strasse im Status Quo verharrt. Keine Verbreiterung, keine Wintersicherung, und definitiv keine Öffnung für ein grösseres Publikum. Ein ähnlicher Deal also, wie er bereits 2005 abgeschlossen wurde.

Als eine Mehrheit für die Öffnung der Strasse war

Gemeindepräsidentin Biner-Hauser ist über diesen Passus ebenfalls nicht erfreut. «Ich bin dagegen, dass die Entwicklung der Strasse und der Bahn miteinander verknüpft werden.» Die Gemeinde sei mit dem Kanton und dem Bund derzeit in konstruktiven Gesprächen und sie rechne damit, dass man die unterschriebene Vereinbarung im Frühsommer präsentieren könne, so, dass die Ausbaupläne für Strasse und Bahn voneinander entkoppelt sind.

Diese Prognose reicht Eggen und Julen nicht: «Wir verlangen, dass der Bevölkerung reiner Wein eingeschenkt wird.» Die Finanzierungsvereinbarung soll den Zermattern vor der Unterschrift präsentiert werden, damit sie darüber abstimmen könnten. «Es kann doch nicht sein, dass wir dazu unser Votum nicht abgeben können und die Gemeinde wohlmöglich entgegen dem Volkswillen diesen Deal eingeht.» Sie verweisen auf eine Abstimmung von 2005, bei der sich 53 Prozent für eine Öffnung der Strasse ausgesprochen hatten. Das Votum war allerdings nur konsultativ, also nicht rechtlich bindend.

An electric vehicle of the Swiss post next to another electric vehicle in Zermatt, Canton of Valais, Switzerland, on February 13, 2019. (KEYSTONE/Christian Beutler)

In Zermatt verkehren nur Elektromobile. Bild: KEYSTONE

Biner-Hauser will auf die Forderung nicht eingehen. «Die Vereinbarung wird dann präsentiert, wenn sie unterzeichnet ist.» Was den Ausbau der Strassensicherheit anbelangt, sei sie zuversichtlich, dass man mit Bund und Kanton eine Lösung finde. Mehr könne sie derzeit nicht sagen, fügt dann an: «Ich habe gewisse Zweifel, ob sich die Bevölkerung auch heute noch für eine Öffnung der Strasse aussprechen würde.» Doch es sei nun mal eine Kantonsstrasse. «Die Gemeinde kann hier nicht mitbestimmen.» Zermatt gelte als autofreier Kurort für viele als Vorbild. «Vertreter aus aller Welt kommen zu uns, um zu erfahren, wie wir Verkehr und Logistik mit den Elektro-Wagen im Dorf und die autofreie Zufahrt handhaben.»

Das lukrative Geschäft mit Parkplätzen

Würde man nun die Strasse für alle öffnen und gleich vor den Toren Zermatts ein Parkhaus bauen, sofern dies aufgrund der eingeschränkten Platzverhältnisse überhaupt möglich wäre, widerspräche dies der Identität des Dorfes, sagt die CVP-Politikerin. Dies würde ausserdem dazu führen, dass die Parkplätze wohl massiv teurer würden und nur noch an Gäste vermietet würden, nicht mehr an die Einheimischen.

Fakt ist: Hunderte neue Parkplätze wären ein lukratives Geschäft für die privaten Grundstückbesitzer, namentlich die Zermatter Burgergemeinde. Sie vertritt rund 30 alteingesessene Familien wie die Julens. Florian Julen räumt weiter ein, dass die autoliebenden Westschweizer Touristen eine wichtige Klientel für sein Hotel sind. Man habe aber nicht vor, den Einheimischen ihre Parkplätze wegzunehmen. «Die neue Garage wäre eine Ergänzung, und für die Einheimischen müsste die Politik eine bestimmte Anzahl Plätze garantieren.» Und Reisecars sollen weiterhin in Täsch parkieren.

Ueber dieses Parkareal in Taesch am Fusse des Weltkurort Zermatt, aufgenommen im Januar 1999, soll ein Parkhaus-Bahnhof gebaut werden, um den Zugang nach Zermatt zu erleichtern. Die neue zweistoeckige Station der Zermatt-Bahn, mit 1670 integrierten Parkplaetzen, sollte in fuenf Jahren mit einem Kostenaufwand von 100 Millionen Franken realisiert werden. (KEYSTONE/Rene Ritler)

Der grosse Parkplatz in Täsch im Winter 1999. Bild: KEYSTONE

Eggen und Julen betonen, sie wollten das Dorf selber auch autofrei halten, nur die Zufahrt per Auto solle ermöglich werden. Sie hegen den Verdacht, dass mit dem geplanten Finanzierungsdeal die Monopolstellung der privaten Matterhorn-Gotthard-Bahn gesichert werden soll. Ein Zugbillet für die 12 minütige Fahrt von Täsch nach Zermatt kostet 8.20 Franken. Im Verwaltungsrat der Bahn sass bis zu ihrer Bundesratswahl 2018 Viola Amherd – auf sie folgte ihre engste Vertraute Brigitte Hauser-Süess. Vor der Wahl in die Exekutive war Amherd zudem Jahre lang in der nationalrätlichen Verkehrskommission, welche den «Bahn-Ausbauschritt 2035» mitausarbeitete.

Prominenz gibt es auch beim Aktionariat der Bahn. Die beiden grössten Einzelaktionäre der Gesellschaft sind die Brüder Balthasar und Dieter Meier. Letzterer wurde als Musiker des Pop-Duos «Yello» in den 80-Jahren mit dem Lied «The Race» (Deutsch: Das Rennen) reich und weltberühmt.Das Rennen um die Zukunft von Zermatt; es entscheidet sich in den kommenden Monaten.

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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Domino 17.03.2020 15:19
    Highlight Highlight Die Leute mit richtig Kohle kommen eh mit dem Heli.
  • Therealmonti 17.03.2020 14:14
    Highlight Highlight Ich hoffe, es finden sich unter den Zermattern genug Vernünftige, die das Ansinnen der Herren Julen und Egger zu verhindern wissen. Denen und Gleichgesinnten geht es doch nur um Geld. Zermatt soll bleiben wie es ist. Das ist einmalig. Und auf lange Frist zahlt sich dies zu 100% aus.
  • Victor Paulsen 17.03.2020 13:46
    Highlight Highlight Ich glaube, dass vielen nicht bewusst ist, wie viel das an dem Image verändern könnte.
    Dazu, wenn dann alle touris mit dem Auto oder Reisecar kommen, dann wird das schnell voll. Die ganzen Strassen müssten ausgebaut werden und die ganzen neuen Parkplätze. Das würde eine deutliche Änderung geben
  • Locutus70 17.03.2020 13:07
    Highlight Highlight Geld Geld Geld - in diesen Zeiten schnallen scheinbar viele immer noch nicht, das es wichtigere Dinge gibt.
  • Militia 17.03.2020 12:19
    Highlight Highlight Es geht eigentlich nur um eines: Mit Parkplätzen lässt sich masslos viel Geld verdienen. Darum diese Initiative gewisser Familien. Man könnte sie auch "IG Wir kriegen den Hals nicht voll" nennen.
  • Bravo 17.03.2020 11:54
    Highlight Highlight Ich finde Zermatt wunderschön und habe kein Problem, mit dem Zug da hin zu kommen.
  • Goldjunge Krater 17.03.2020 11:49
    Highlight Highlight In Zermatt würden gescheiter einmal darauf achten, dass nicht jede Minute des Tages ein Helikopter über dem Dorf herumfliegt! Ich verstehe nicht warum Air Zermatt alle 15 Sekunden einen Heli in die Luft schickt. In anderen Skigebieten scheint es massiv weniger Skiunfälle zu geben..
    • Militia 17.03.2020 12:12
      Highlight Highlight Dort befindet sich die Basis, d.h. die starten auch für Unfälle aller Art in der Region von dort.
    • Maubro_ 17.03.2020 12:22
      Highlight Highlight wegen der vielen Bergsteiger nehm ich an.
  • joerckel 17.03.2020 11:43
    Highlight Highlight warum müssen mehr oder weniger autofreie Ortschaften unbedingt auch noch mit all den Dreckschleudern eingedeckt werden? Warum gibt es nach wie vor Leute, welche immer noch meinen, nur mit dem Auto sei die uneingeschränkte Mobilität nötig und müsse auf jeden Fall und überall gewährleistet sein?
    • w'ever 17.03.2020 12:30
      Highlight Highlight "das dorf selber soll autofrei bleiben".
      also vermutlich möchte zermatt so was ähnliches wie saas fee.
    • joerckel 17.03.2020 13:52
      Highlight Highlight dann braucht es auch keine allgemeine Zufahrt,, es reicht, wenn dem einheimische Gewerbe eine entsprechende Bewilligung zugeteilt wird
  • Randen 17.03.2020 11:28
    Highlight Highlight Auf keinen Fall! Lasst den Ort Autofrei. Ausserdem sollte man Touristen belohnen die mit Elektroauto oder ÖV anreisen. http://ü
    • Militia 17.03.2020 12:13
      Highlight Highlight Werden sie ja auch, sie müssen die horrenden Parkgebühren nicht bezahlen. 🤷‍♂️
    • peeti 17.03.2020 13:21
      Highlight Highlight Aktuell werden ÖV-Anreisende dank Billetpreisen des MGB-Monopols eher abgeschreckt.
  • Edwin Schaltegger 17.03.2020 11:23
    Highlight Highlight Die Zermatter Bürger/innen die für eine Autoverbindung nach Zermatt plädieren sind sich wohl gar nicht bewusst welchen touristischen Stellenwert ihr autofreier Ort besitzt. Sie betreiben damit für Zermatt einen langsamen touristischen "Selbstmord".
    • benn 17.03.2020 12:47
      Highlight Highlight Bitte lesen, verstehen, denke und erst dann schreiben, es geht nicht darum das dorf zu öffnen, steht im text!
    • phreko 17.03.2020 12:56
      Highlight Highlight Nicht jeder im Dorf profitiert gleichermassen vom Autofreien Tourismus.
    • benn 17.03.2020 13:52
      Highlight Highlight Oh Mann, erschreckend zu sehen wie viel schreiber hier einfachste texte nicht verstehen können!
    Weitere Antworten anzeigen
  • bärn 17.03.2020 11:15
    Highlight Highlight "....die autoliebenden Westschweizer Touristen" wow.. diese "Argumente" da kann ich nur lachen... sorry... aber da wollen ein paar mal wieder mit dem Kopf durch die Wand. Einfacher als in Täsch zu parkieren und gleich mehr oder weniger im Dorfzentrum "zu landen" geht wirklich nicht. Ich sehe das Problem nicht. Und übrigens, anstatt Millionen zu verlochen für einen doppelspurigen Strassenausbau könnte auch einfach die Bahnfahrt gratis werden (und nein ich finde nicht dass das notwendig ist, denn wer sich einen Urlaub in Zermatt leisten kann, kann auch das günstige Ticket bezahlen).
  • DaniSchmid 17.03.2020 11:15
    Highlight Highlight Das einzige Alleinstellungsmerkmal von Zermatt, abgesehen vom Matterhorn, ist die Atmosphäre und "Langsamkeit" die durch die Absenz von Autos und die Anreise mit dem Zug entsteht. Das würd ich an deren Stelle keinesfalls aufgeben.
  • versy 17.03.2020 11:14
    Highlight Highlight Jaja Geldgierige Hoteliers... Es ist aus meiner Sicht schon sehr grosszügig, dass sich der Bund mit derart grossen Summen einsetzt. Da sollte man eigentlich meinen, dass man doch dankbar sein sollte, dass die Gesamtschweiz in diese Talschaft investiert und auch den Shuttle Transport mit den Zügen ausbaut. Das funktioniert schliesslich hervorragend.
    @Watson: Macht doch bitte noch ein Bild in den Artikel des aktuellen Matterhorn Terminals zum Vergleich zum alten Parkplatz.
  • mikarapaja 17.03.2020 10:53
    Highlight Highlight Die Strasse soll zu bleiben, Zermatt ist auch ohne die Strasse komplett überlaufen. Und es mag ja Autofrei sein, aber ein Wochenende in Zermatt muss man ständig auf die Seite hüpfen weil gefühlt ständig ein Elektromobil durchfährt.
  • Felix Meyer 17.03.2020 10:04
    Highlight Highlight Es wäre ziemlich dumm, die Strasse zu öffnen. Das autofreie Dorf ist DAS Alleinstellungsmerkmal, welches Zermatt von all den anderen Touristenhotspots in der Schweiz unterscheidet.
  • beaetel 17.03.2020 10:03
    Highlight Highlight Autos. Sind sie einmal da, bringt man sie nicht mehr weg. Viele lassen den Motor laufen, sogar wenn sie aussteigen und „ewig“ diskutieren, weil sie meinen, ja gleich wieder zu fahren oder noch schlimmer, weil sie meinen, das Abstellen tue dem Motor nicht gut ... Natürlich ist ein Motor der läuft männlicher, als einer der kein Tönchen von sich gibt. Ironie off. Der Kompromiss wäre, dass nur E-Autos erlaubt sind. Erstens keine Abgase und kein Lärm. Zweitens eine Zahlungskräftige Kundschaft die ein bisschen weiter denkt.
  • Gubbe 17.03.2020 09:51
    Highlight Highlight Ich finde nicht, dass die Anreise nach Zermatt kompliziert ist. Seit die Bahnhöfe von Täsch mit Parkhaus und Zermatt ausgebaut wurden, ist es optimal. Die Zermatter Hotel- und Gastronomie ist sehr gut ausgelastet. Eine gut ausgebaute Strasse nach Zermatt, auch mit unteridischem Parkplatz, nimmt Täsch im Parkhaus die Plätze weg und in Zermatt gibt es Umtriebe mit Parkplatzdränglern. Bei mächtig Schneefall gibt es immer Lawinengefahr.
  • Fotografikus 17.03.2020 09:37
    Highlight Highlight Eine nicht ganze einfache Frage, über die man sich als Aussenstehender sowieso kein Urteil erlauben darf.
    Ich persönlich bin im Team "lasst es so, wie es ist".
    Der Reiz von Zermatt liegt nun mal darin, dass sich nicht nur keine Autos im Ort selber bewegen (Ausnahmen Krankenwagen und Kehrrichtabfuhr), sondern auch darin, dass auh keine Autos hochfahren dürfen. Ich finde das immer sehr entspannend: in Täsch ankommen, komfortabel in Taxi oder Bahn umsteigen und schon beginnen die Ferien. Ob man wirklich weiter wachsen will? Und so enden wie Davos? Für mich: Nein, danke.
  • Posersalami 17.03.2020 08:14
    Highlight Highlight lol

    Das Zermatt autofrei ist, ist eine Qualität und sicher kein Hindernis! Haben die in Zermatt denn zu wenig Gäste? Nein? Was soll das also? Kompliziert ist die Anreise auch nicht..

    Da geht es doch nur wieder um Auto-Ideologie!
  • wasps 17.03.2020 08:06
    Highlight Highlight Viele Gäste empfinden die Anreise zu kompliziert. Und gleichwohl kommen sie. In der Hochsaison ist Zermatt rammelvoll.
  • Bene883 17.03.2020 07:59
    Highlight Highlight Ich verstehe die IG nicht. Die Lösung mit Täsch funktioniert prima und man "landet" dank dem Shuttle mitten im Zentrum von Zermatt. Die Lösung mit einem Parking direkt bei Zermatt, wo es heute schon saueng ist würde unzählige zusätzliche Taxis und/oder Busse benötigen für den Transfer vom Parking zum Hotel/Wohnhaus.

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