Schweiz
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Ein junger Chirurg beschreibt, wie er 120-Stunden-Wochen überlebt

Bild: EPA/EPA

team watson



Was ist «Was ich wirklich denke»?

Wir gestehen: Bei der Idee für «Was ich wirklich denke:» haben wir uns schamlos beim Guardian-Blog «What I'm really thinking» bedient. Wir mussten fast, denn die Idee dahinter passt wie die Faust aufs Auge auf unseren alten Claim «news unfucked». Es geht darum, Menschen, Experten, Betroffene anonym zu einem Thema zu Wort kommen zu lassen, ohne dass diese dabei Repressalien befürchten müssen. Roh und ungefiltert. Und wenn du dich selber als Betroffener zu einem bestimmten Thema äussern willst, dann melde dich bitte unter wasichdenke@watson.ch.

Die Namen unserer Gesprächspartner sind frei erfunden.

Manchmal fehlt schlicht und einfach die Zeit für Trauer. Es kann vorkommen, dass ich mitten in einem schweren Gespräch mit Angehörigen stehe und die Krankenschwester platzt herein mit dem nächsten Notfall. Dann geht es Schlag auf Schlag. Im Ausland manchmal 24 Stunden lang – es können aber auch mal 36 Stunden werden.

Wer auf die Dauer solche Schichten aushalten will, muss mit den eigenen Kräften ökonomisch umgehen. Dazu gehört die Kontrolle der Emotionen – ein Häufchen Elend hilft dem nächsten Patienten nichts. Und auch er hat Anrecht auf die bestmögliche Behandlung. Hast du deine Emotionen nicht unter Kontrolle, brichst du irgendwann zusammen.

«Die Situation im Operationssaal lässt sich vergleichen mit einem Elfmeterschiessen beim WM-Finale.»

Ein Spital ist ein Hort glücklicher und trauriger Geschichten – beides ist Teil des Berufes. Das macht die Kontrolle der Emotionen nicht immer einfach – mit einigen Patienten baut man eine Verbindung auf. 

Als wir einem Teenager einmal einen Tumor entfernten, zeigte der Patient für einen Augenblick plötzlich keine Lebenszeichen mehr. In solchen Momenten rutscht dir das Herz schon einmal kurz in die Hose.

Als guter Chirurg hast du aber immer einen Workflow im Kopf, du hast immer einen nächsten Plan. Dieser Workflow hilft dir, dich auf deine Arbeit zu konzentrieren und dich von Gedanken an mögliche Konsequenzen abzulenken. Dieser Workflow hilft, dass man nicht wie gelähmt dasitzt.

Ich denke, die Situation im Operationssaal lässt sich vergleichen mit einem Elfmeterschiessen beim WM-Finale. Auch da stellt sich der Laie die Frage, wie die Spieler den Druck auf den Schultern aushalten können. Doch ich bin mir sicher: Richtig erfolgreiche Schützen blenden das grosse Bild aus. Sie blenden aus, dass sie im WM-Finale stehen, dass ihnen eine Milliarde Menschen zuguckt. Sie versuchen, sich auf ihre eigentliche Aufgabe zu konzentrieren. Und genau das versuche ich auch.

«Fehler passieren – auch den besten Chirurgen.»

Als Chirurg wirst du dafür ausgebildet, dass du dich bei entsprechenden Situationen nur auf die Sache konzentrierst: Du schaust durchs Mikroskop, du schaust auf dein OP-Feld. Das ist alles, was dich interessiert. Für alles andere gibt es keinen Platz.

Die anderen Gedanken kommen erst danach. Was, wenn der Teenager nicht überlebt hätte? Wie hätten wir das den Eltern beigebracht? Seinen Geschwistern?

Glücklicherweise kam im besagten Fall am Ende alles gut, die Operation konnte fortgeführt werden und der Patient ist wieder aufgewacht.

Fehler passieren auch den besten Chirurgen. Während einer Operation verletzte einer meiner Chefs eine wichtige Ader. Das Blut sprudelte nur so heraus. Der Chef blieb völlig ruhig. Seine Stimmung übertrug sich auf den gesamten Saal – jeder wusste, was zu tun war, und die heikle Situation konnte gemeistert werden.

An eine juristische Klage habe ich in meiner Karriere noch keine Sekunde gedacht. Von den USA hört man dies immer wieder – ich kenne mich damit zu wenig aus. Ich glaube, wenn man mit der Angst vor einer Klage in eine OP geht, dann kommt es nicht gut. 

«Das Schwierigste an unserer Ausbildung ist, daneben ein geregeltes Leben zu führen.»

Auslöser für unvorhergesehene Ereignisse sind sowieso nur in den seltensten Fällen Ärztefehler: Manchmal drückt ein Tumor auf eine sensible Stelle. Oder die Regulationsmechanismen des Körpers kommen mit den Manipulationen während der OP nicht klar. 

Ich erinnere mich an einen Fall, als der Patient mit einer offenen Wunde während der Operation einen Herzstillstand erlitt. Er hatte einen bisher nicht erkannten Herzfehler.

Als Chirurg trittst du in dem Moment zurück und überlässt das Feld der Anästhesie. Sie übernimmt die Leitung, bis der Patient stabil ist.

«Mit 50 Stunden pro Woche wird es schwierig, ein guter Chirurg zu werden.»

Medizin – das wird oft vergessen – ist Teamwork. Und deshalb funktioniert der Fussballvergleich auch hier: Der Ball liegt in diesem Moment nicht mehr bei mir, sondern bei einem Kollegen. Das bedeutet nicht, dass mich das Spiel nichts mehr angeht. Das Spiel ohne Ball ist ebenso wichtig und ich verfolge das Geschehen genauso akribisch – bringe mich in Stellung, damit ich wieder angespielt werden kann.

Das Herz des Patienten begann keine 20 Sekunden später wieder zu schlagen und die Operation konnte fortgeführt werden. Das Teamwork hatte funktioniert.

Das Schwierigste überhaupt an unserer Ausbildung ist, daneben ein geregeltes Leben zu führen, eine Beziehung zu pflegen, sich nicht abzunabeln. Für mich ist dies die schwierigste Herausforderung – ich habe selber eine Familie.

«Wieso sollen mich meine Freunde einladen, wenn ich nie Zeit habe?»

Wenn man konstant 80 bis 120 Stunden pro Woche hinlegt, dann nagt dieses Pensum irgendwann an dir, genauso wie der konstante Schlafentzug und die andauernden Nachtschichten. Man verändert sich: Du wirst eine andere Person. Für die Ehefrau ist diese Situation wahnsinnig schwierig.

Wenn du in der Phase auch noch Kinder aufziehen willst, ist das eine fast unerträgliche Belastung. Ohne extrem starken Partner geht es nicht. Viele Beziehungen gehen in der Phase in die Brüche.

Man muss sich das so vorstellen: Als assistierender Chirurg gehst du frühmorgens zur Arbeit. Wenn du Glück hast, kommst du nach 12 Stunden bereits wieder nach Hause, gehst eine Runde joggen, um auszulüften, musst dich dann aber wieder hinsetzen, um dich für die nächste Operation vorzubereiten. Zeit für die Familie bleibt keine. Irgendwann merkst du, dass du eigentlich gar nicht mehr dazugehörst.

Bei den Freunden ist es dasselbe. Wieso sollen mich meine Freunde einladen, wenn ich nie Zeit habe?

Wer Chirurg werden will, unterwirft sein gesamtes Leben diesem einen Traum. Und man benötigt dazu die Unterstützung der Freunde und der Familie. Alle müssen fünf Jahre lang am selben Strick ziehen und bereit sein, dass du in dieser Zeit wenig bis nichts zurück gibst. Nur so überlebst du die Ausbildung. Sonst schaffst du es nicht.

Trotzdem halte ich das enorme Pensum für berechtigt. Um ein guter Chirurg zu werden, muss man so viele Fälle wie nur möglich gesehen haben. Chirurgie benötigt nun einmal mehr Zeit als andere medizinische Fächer. In der Schweiz darf man nicht länger als 50 Stunden pro Woche arbeiten – ich persönlich stimme dieser Regelung nicht zu. Mit 50 Stunden pro Woche wird es schwierig, ein guter Chirurg zu werden.

Ein Grossteil der Ausbildung besteht für junge Chirurgen aber auch darin, dem Vorgesetzten den Rücken frei zu halten. Da gibt es noch viel Optimierungsmöglichkeiten. An jungen Chirurgen bleibt unnötig viel Bürokratie hängen, Arbeiten, die keine Voraussetzungen sind, um ein grosser Arzt zu sein.

Stattdessen müsste man die jungen Chirurgen psychisch und mental besser unterstützen. In einem Spital herrscht eine militärische Hierarchie, und tatsächlich wird die Grenze zum psychischen Missbrauch manchmal strapaziert.

Problematisch sind für mich weniger die vielen Arbeitsstunden, sondern die Qualität dieser Stunden. In einem guten Team mit einer angenehmen Stimmung zehren zwölf Stunden weniger als drei Stunden unter psychischem Terror. Dort müsste man in der Ausbildung der Ärzte ansetzen. Die Medizin könnte da viel von der Wirtschaft und vom Sport abgucken: Wie kann man Leistung steigern?

Im Moment wird man als junger Chirurg mehr oder weniger konzeptlos in einen Topf geworfen, und wer darin überlebt, gibt seine Erfahrungen an die nächste Generation genauso schonungslos weiter. Das muss sich ändern.

Irgendwann habe ich für mich einen Weg gefunden, mit dem Stress und dem Druck fertig zu werden. Und zwar behandle ich das Spital wie eine Schublade. Wenn ich nach einer langen Schicht an die frIsche Luft trete, den Wind spüre und höre, wie sich hinter mir die Schiebetür schliesst, dann schliesse ich auch diese Schublade. Dann lasse ich alles hinter mir, gehe eine Runde joggen und habe nachher wieder einen frischen Kopf: Um mich auf den nächsten Tag vorzubereiten.

(Aufgezeichnet von watson)

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58
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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 04.11.2017 03:01
    Highlight Highlight Dieser Chirurg soll nicht so tun!

    Die meisten chirurgischen Eingriffe sind unwirksam und darum unnötig.

    Oft schädlich.

    Wenn er nur 40 Stunden arbeiten würde, dann würde es den Patienten besser gehen.
    5 33 Melden
  • Evan 03.11.2017 09:02
    Highlight Highlight Mit 50 Stunden pro Woche kann man kein guter Chirurg sein/werden? Ist man denn als übermüdeter Chirurg besser?
    37 5 Melden
  • Elpolloloco 03.11.2017 08:29
    Highlight Highlight einfach die unnötigen Operationen (vor allem bei zusatzversicherten Patienten) sein lassen und schon sinkt die Arbeitsbelastung um 25%. Magic!
    18 7 Melden
  • welefant 03.11.2017 08:14
    Highlight Highlight dann hab ich nun auch mitleid mit sämtlichen küchenchefs die fü die spesen eines chirurgs arbeiten 😊
    16 4 Melden
  • Thinkdeeper 02.11.2017 20:34
    Highlight Highlight Es ist deplatziert solche Pensen zu erwarten und zu fordern.
    Wie überall tragen am Schluss Umfeld und Gesellschaft die Folgen.
    Was spricht gegen 6 Jahre Ausbildung und max. 60 Stunden Woche?
    Kosten? Lächerliches Argument...
    50 0 Melden
  • Zeit_Genosse 02.11.2017 18:31
    Highlight Highlight Warum mutet sich diese "Branche" so viel zu. Wer nicht ausgeruht arbeitet, der macht Fehler. es sind keine Übermenschen. Wie rechtfertigen Spitäler diese Einsatz- und Präsenzzeiten und warum wird das nicht geändert. Dürfen die Kunden nicht erwarten, von einem ausgeruhten und damit leistungsfähigen Chirurgen operiert zu werden? Piloten, Lokführer, Chauffeure, müssen Ruhezeiten einhalten. Wenn Brände ausbrechen (Feuerwehr) oder Katastrophen zu bewältigen sind, dann können massive Einsatzstunden die einzige Möglichkeit sein, jedoch nicht in einem durchorganisierten Spital zum Regelfall werden.
    87 0 Melden
  • Follower 02.11.2017 13:25
    Highlight Highlight Ein weltbekannter Arzt hat einmal geschrieben: „12 bis 14 Stunden Arbeit ist für mich wohl normal; 17 Stunden sind zuviel.“
    63 3 Melden
  • Don Sinner 02.11.2017 13:23
    Highlight Highlight Dafür hat er den Pool und Porsche vor Augen. Sonst würde das keiner machen. Hat der Polier das vor Auge? Also. Fertig gejammert.
    20 256 Melden
    • Hexentanz 02.11.2017 13:45
      Highlight Highlight Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Leute Chirurgie Studieren damit sie ein Porsche und Pool haben..

      Das sind doch Menschen mit einer Passion und Leidenschaft dafür, oder einfach interessiert.

      Wenn der 0815 Hausarzt seinen Porsche hat versteh ich das ja noch - auch dass da einige vielleicht des Geldes wegen diese Ausbildung in Angriff genommen haben... aber denke nicht Chirurgen..
      90 18 Melden
    • Don Sinner 02.11.2017 15:30
      Highlight Highlight @Hexentanz Finde ich schön, wenn es noch solche IdealistInnen gibt wie Sie und die Herzlis. Bloss...
      9 49 Melden
    • PaLve! 02.11.2017 16:01
      Highlight Highlight 4Jahre Gymnasium, 6 Jahre studieren und dann 6. Jahre assistieren und endlich mal genügend Geld haben, um zurecht kommen um anschliessend "das grosse Geld" zu verdienen? Bist du sicher, das man in diesen 16 Jahren nicht anders viel Geld verdienen könnte?
      72 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Loupi 02.11.2017 13:13
    Highlight Highlight Respekt vor der Arbeit aller Ärzte/Ärztinnen sowie Chirurgen/Chirurginnen. Fehler sind menschlich. Mein Leben wurde als Kleinkind durch einen Operationsfehler eines Assistenzarztes ziemlich verpfuscht. Ich lebe zwar, dennoch bereue ich diesen Fehler dieses Arztes beinahe jeden Tag seit 30 Jahren, der Arzt denkt wohl kaum noch daran... Ich will dies niemandem vorwerfen. Jedoch finde ich diese Einstellung ziemlich respektlos, dass man unter solchen Bedingungen glaubt vernünftig arbeiten zu können. Kein Wunder gibt es in den USA viele Klagen. http://ä
    84 9 Melden
  • WhatZitTooya 02.11.2017 13:12
    Highlight Highlight Chapeau! Noch viel wichtiger: Danke!
    25 5 Melden
  • Menel 02.11.2017 12:50
    Highlight Highlight Was ich dabei aber immer noch nicht verstehe ist; bei LKW Fahrern sind Ruhepausen Pflicht, aber ein Chirurg kann nach 18h im Dienst immer noch eine OP machen. Ich will als Patient aber nicht von jemandem operiert werden, der schon seit 18h auf den Beinen ist 😳
    224 6 Melden
  • Digital Swiss 02.11.2017 12:37
    Highlight Highlight "Trotzdem halte ich das enorme Pensum für berechtigt." Brain-Washed?
    160 8 Melden
  • Musikliebhaberin 02.11.2017 12:37
    Highlight Highlight Ein solcher Artikel könnte man auch auf die Gastronomie übertragen - und da hat man auch nach det Ausbildung einen schlechten Lohn.
    40 104 Melden
    • Musikliebhaberin 02.11.2017 12:51
      Highlight Highlight fände es toll, wenn man seine Meinung sagt und dann blitzt und nicht nur blitzen :)
      30 32 Melden
    • jimknopf 02.11.2017 12:58
      Highlight Highlight Man hat aber auch nicht so eine gewaltige Verantwortung wie ein Chirurg, geschweige denn ein mehrjähriges Studium bis man Unterassistent ist und als solcher verdient man ebenfalls schlecht.
      102 6 Melden
    • Liz 02.11.2017 12:58
      Highlight Highlight @Gertrud - Der Vergleich hinkt aber ... In der Gastronomie rettest du keine Menschenleben und hältst auch keine Herzen in der Hand. Gastronom ist ein Knochenjob, ich habe diesen für Jahre gemacht aber ich würde es niemals so vergleichen.
      90 3 Melden
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  • Baccara - Team Nicole 02.11.2017 12:36
    Highlight Highlight Ist mir mein eigenes Leben so wenig wert, dass ich 120 Wochenstunden arbeiten WILL?

    Diese Frage stellt sich mir unweigerlich.

    Und mein Hirn wie auch mein Herz sagt nein. Ich will Zeit verbringen mit den Menschen, die ich liebe. Ich will sehen wie sich die Natur verändert.
    Nur Karriere - no way.
    124 12 Melden
    • Nausicaä 02.11.2017 14:57
      Highlight Highlight Zu deinem ersten Satz. Wenn man sein Talent / seine Leidenschaft 'aus'leben kann, bekommt Arbeit eine völlig neue Konnotation, anstatt dass sie einen, wenn man etwas macht, zu dem man keinen tieferen Bezug hat, auslaugt, bereichert sie einen um ein x-faches. Bei Arbeit, die man gerne macht, gewinnt man an Leben.

      Die Arbeitszeiten, von denen er spricht, sind sicher um einiges zu heftig. Aber ich kann verstehen, das man viel investiert, wenn man seine Tätigkeit liebt.
      23 2 Melden
    • Holzkopf 02.11.2017 19:19
      Highlight Highlight @Baccara: Du sprichst mir aus der Seele. Für viele Ärzte wäre es wohl Zeit, ihre Prioritäten zu klären...
      7 2 Melden
  • Antiremplaceur 02.11.2017 12:18
    Highlight Highlight Und nächste Woche bei "Die totale Selbstüberschätzung": Wie ich trotz 26-Stundentag als Mega-CEO noch ein Super-Daddy bin.
    144 16 Melden
  • Toerpe Zwerg 02.11.2017 12:12
    Highlight Highlight 120h pro Woche sind für niemanden länger als eine Woche durchzuhalten.
    108 14 Melden
    • Tsunami90 02.11.2017 12:53
      Highlight Highlight Ich arbeite im Aussendienst im Schnitt 70h Stunden die Woche, körperlich und gestig fordernde Arbeit. Wer angibt mehr als 80h die Woche zu arbeiten und das durchzuhalten belügt sich selbst. Entweder beim Durchhaltevermögen, oder beim übertreiben seiner Stunden.
      64 9 Melden
    • De Shipi 02.11.2017 13:20
      Highlight Highlight Da haben Sie wohl nichts erreicht im Leben.

      Fragen Sie mal die Wirtschaftsprüfer, wie viele Stunden die in der Hochsaison arbeiten....
      18 73 Melden
    • pete.waterman 02.11.2017 14:54
      Highlight Highlight @de Shipi: sie messen erreichte Ziele im Leben mit der Anzahl geknechteten Stunden pro Woche...traurig, Sie tun mir leid.
      46 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 02.11.2017 12:12
    Highlight Highlight danke allen, die in der chirurgie, der medizinischen königsdisziplin, arbeiten.
    ihr habt meiner frau schon mehrere male das leben gerettet.
    ihr lebt ein unlebbares leben, dafür, dass andere weiterleben können.
    danke allen!
    107 18 Melden
    • Lami23 02.11.2017 16:28
      Highlight Highlight medizinische Königsdisziplin ist und bleibt Ansichtssache :-)
      33 3 Melden
    • Holzkopf 02.11.2017 19:23
      Highlight Highlight Trotz Respekt für alle Chirurginnen und Chirurgen: Ich glaube nicht, dass die Übertretung der gesetzlichen Arbeitszeiten Voraussetzung ist für einen guten Arzt.
      12 0 Melden
  • Thom Mulder 02.11.2017 12:08
    Highlight Highlight Es braucht mehr als 50 Std/Wo um ein guter Chirurg zu werden? So ein Unsinn! Erfahrung ist natürlich das Wichtigste, aber mehr als 50 Std gehören verboten. Dann braucht es natürlich ein paar Jahre länger, und das wäre richtig - man hält als Arzt dann auch länger durch und lebt länger. Am Ende ist es die Qualität die zählt und da liegt heutztage genau das Manko - kein Wunder passieren derart viele Fehler im Spital wenn Ärzte doppelt soviel Zeit reinwürgen - ich kenne niemand der im Spital vom Pfusch verschont wurde. Das ist echt das Letzte! Karrierewahn auf Kosten der Patienten.
    91 27 Melden
    • Lami23 02.11.2017 16:26
      Highlight Highlight derart viele Fehler? Es werden laufend Instrumente eingeführt um genaudas zu verhindern. Es gibt Fehler, natürlich. Abernicht so viele wie du hier suggerierst.
      15 11 Melden
    • Holzkopf 02.11.2017 19:30
      Highlight Highlight Mehr als 50h im Durchschnitt SIND bereits verboten, leider kommt es vielerorts zu Übertretungen, weil zu viele Assistenzärzte diese mehr oder weniger einfach hinnehmen.
      Bin selber Assistenzarzt und rege mich immer wieder auf, dass wir als Berufsgruppe es seit Generationen nicht hinbekommen, für unser Privatleben anständig einzustehen.
      16 1 Melden
    • Lami23 03.11.2017 05:44
      Highlight Highlight Genau dort sehe ich auch das Problem. Zu wenig Gegenwehr. Darum hält sich mein Mitleid auch etwas in Grenzen.
      2 1 Melden
  • S K 02.11.2017 12:00
    Highlight Highlight Ein schöner Bericht. Mir gefällt dass der Chirurg die "militärische Hierarchie" bemängelt und eine bessere Schulung/System fordert für die Wissens- und Erfahrungsweitergabe von Alt zu Jung. Aber ja, unter so viel Druck ist es sicher schwierig auch das noch gut zu machen...
    64 4 Melden
  • Lami23 02.11.2017 11:55
    Highlight Highlight Der Papierkrieg ist wirklich grauenhaft....
    35 2 Melden
  • Madison Pierce 02.11.2017 11:43
    Highlight Highlight Eine beeindruckende Leistung!

    Aber so richtig wohl ist mir nicht dabei. Klar kann man seinem Körper viel abverlangen und je nach Person fast Tag und Nacht arbeiten. Nur: das steigert die Arbeitsqualität nicht.

    Nicht ohne Grund haben Chauffeure und Lokführer feste Ruhezeiten, die immer einzuhalten sind, auch wenn man sich noch fit fühlt. Es ist mir unerklärlich, weshalb das für Chirurgen nicht gelten soll, schliesslich ist deren Arbeit ja auch mit immenser Verantwortung verbunden.
    526 6 Melden
    • thi 02.11.2017 17:22
      Highlight Highlight Zu erst möchte ich ebenfalls meinen grossen Respekt gegenüber allen Ärzten kundtun. Bezüglich Ihren Bedenken sehe ich sehr oft super Arbeit. Doch wie oben benannt ist es Teamwork. So versuchen viele betreuende Dienste zum Beispiel dipl. Pflegepersonal mit zudenken. Ist eine Antikoagulation notwendig oder ggf noch zu früh, muss ggf. der Überwachungsinterval erhöht werden, macht eine Compartmentüberwachung Sinn? Ist die Dosis oder alleine die Verordnung eines Medikaments logisch? Solche Überlegungen stellen die meisten bei allen Patienten an. So können weitere Komplikationen vermieden werden
      6 0 Melden
    • Lami23 02.11.2017 19:53
      Highlight Highlight Das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt. Es ist wie im Strassenverkehr. Wenn einer abgelenkt ist, schaut dafür manchmal ein anderer hin.
      2 0 Melden
    • sambeat 02.11.2017 22:03
      Highlight Highlight Ich glaube, das hat damit zu tun, dass es einfach zu wenig gut ausgebildete Chirurgen gibt.
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • De Shipi 02.11.2017 11:40
    Highlight Highlight Alle Ärzte, insbesondere Chirurgen, haben meinen grössten Respekt. Dieses Talent ist einfach unbeschreiblich.

    Im Gegensatz zu unserem 0815 Job ist dort jede Erkrankung sowie jeder Unfall absolut unvergleichbar, jeder Patient ist komplett anders.

    Sie opfern ihr Leben um unseres zu retten!!!
    DANKE
    58 26 Melden
  • AllknowingP 02.11.2017 11:37
    Highlight Highlight Crazy!
    11 3 Melden
  • pedrinho 02.11.2017 11:30
    Highlight Highlight ich denke ein chirurg oder anderer hoch spezialisierter mediziner darf sich nicht emotional an seinen faellen beteiligen. Er muss versuchen, das vor ihm liegende "system" zu reparieren, das er damit auch mal jemanden gehen lassen muss ist unvermeidbar. Die "schublade" schliessen zu koennen ist dabei das wesentliche ohne
    wird er untergehen.
    40 2 Melden
  • jimknopf 02.11.2017 11:19
    Highlight Highlight Super Bericht! Als Sohn eines Chirurgen sieht man seinen Vater kaum. Natürlich ist es schön 2x im Jahr in die Ferien zu fliegen (min. 1x ohne Vater) und in einem schönen Haus zu leben. Ob es das alles wert ist auf seine Familie zu verzichten? Muss jeder für sich entscheiden.

    Auf alle Fälle bekommen Ärzte meinen grössten Respekt, läuft eine Operation schief hört man immer davon, von allen gelungenen leider weniger.
    577 13 Melden
    • welefant 03.11.2017 08:15
      Highlight Highlight geb dir recht - willst du eine ärzte zeitung und nach jeder op eine welle?
      0 8 Melden
  • majado1o 02.11.2017 11:18
    Highlight Highlight Respekt! Könnte ich niemals...
    44 6 Melden

Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

Kurz vor der Abstimmung am 25. November lassen die Befürworter des neuen Sozialdetektiv-Gesetzes den Medien Videos von Versicherungsbetrügern zukommen. Diese Weitergabe von Observationsmaterial ist gemäss dem Eidgenössischen Datenschützer «nicht rechtens». Die Gegner der Vorlage sprechen von «sozialer Brandstiftung».

Das von der Aargauer Zeitung veröffentlichte Video zeigt einen Arbeiter, der gelenkig über Baugerüste geht und Wände streicht. Während der Observation arbeitete er teilweise elf Stunden auf einer Baustelle. Dabei litt er gemäss Arztberichten angeblich unter grossen Schmerzen an Schulter, Rücken und Knie und konnte deshalb offiziell lediglich drei Stunden am Tag als Magaziner arbeiten.

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