Schweiz
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Schnee bis in tiefe Lagen – und im Tessin fiel bereits so viel Regen wie selten im Juni

Nach warmen und trockenen Tagen hat die Schafskälte am Wochenende das wüste und frische Wetter noch einmal zurückgebracht. Und im Tessin regnete es, dass sogar Flüsse und Bäche über die Ufer traten.



Dass es am Wochenende kühl und nass werden würde, hatten die Wetterfrösche zwar vorausgesagt. Doch es wurde teilweise noch kühler und noch nasser als dies die Meteorologen angekündigt haben. So haben die Regenmengen im Tessin an einigen Messstellen das Junisoll bereits erreicht oder sogar überschritten, wie MeteoNews am Sonntag mitteilt.

Dieni

Zum Beispiel Dieni in der Surselva: Hier ist am Sonntag bis auf 1400 Meter über Meer nochmals Schnee gefallen, wie Bilder einer Webcam bestätigen. Bild: disentis-sedrun.graubuenden.ch

Namentlich in Lugano und Locarno – aber auch in Biasca – ist bis und mit 7. Juni demnach schon mehr Wasser gefallen als sonst jeweils im ganzen Monat üblich. Und MeteoSchweiz schreibt im Wetterblog, im Mittel- und Südtessin seien sogar einige Flüsse und Bäche über die Ufer getreten.

Mit den kräftigen Niederschlägen und der kühleren Luft «kämpfte sich die Schneefallgrenze vor allem im Bündnerland bis weit hinunter», schreibt MeteoNews weiter. So lagen am Sonntag Arosa oder Vals auf einmal unter einer feinen Schneedecke.

Aber beispielsweise auch Andeer – auf knapp 1000 Metern über Meer im Hinterrheintal gelegen – wurde nochmals eingeschneit. Dafür sei ebendiese Niederschlagsabkühlung verantwortlich gewesen, welche insbesondere in engen Tälern jeweils gut zur Geltung kommt. Laut MeteoSchweiz trat dieses Phänomen auch in der Surselva und im Gotthardgebiet massiv auf. Trotz Schafskälte sei Schnee in diesen Höhenlagen jedoch «nicht jedes Jahr zu erwarten».

Ein Phänomen, ähnlich den Eisheiligen

Schafskälte heisst ein meteorologische Phänomen, welches sich durch Kaltluftvorstösse auszeichnet und den Eisheiligen im Mai ähnlich ist. Dieses Jahr hat es seinem Namen damit wieder einmal alle Ehre gemacht.

Nachdem Tief Juliane in den letzten Tagen nun viel Feuchtigkeit in den Alpenraum gesteuert hat, teilweise auch verbunden mit Blitzen und Donner, wird sich die Situation laut den Prognosen von MeteoSchweiz kommende Woche stabilisieren. In den nächsten Tagen bleibt es damit oft bewölkt und kühl, zeitweise fällt Regen. Die Schneefallgrenze steigt allerdings wieder auf etwa 2500 Meter. (sat/ch media)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rethinking 09.06.2020 06:09
    Highlight Highlight Und das in dem Jahr, in dem wir nicht ins Ausland können/sollten...
  • -thomi- 08.06.2020 12:09
    Highlight Highlight Im März konnte ich hier noch von grosser Dürre im Sommer lesen... Wetter findet halt einfach statt. Klima auch, aber dagegen könnte man was tun 😉
  • Tschowanni 08.06.2020 09:22
    Highlight Highlight Es ist bei weitem nix neues das anfangs Juni ein Temperatursturz stattfindet, ja sogar Schnee fällt. Es nennt es nicht umsonst seit über 100 Jahren "Schafskälte" in dieser Zeit
  • Fip 08.06.2020 08:46
    Highlight Highlight An die ZH, AG, FR usw die gestern heulend und blinkend auf dem Pass hockten: kommt nächstes mal einfach mit dem Zug oder Postauto. Das wird eure Nerven schonen!
    • Fip 08.06.2020 09:33
      Highlight Highlight Und, es hat niemand etwas dagegen, wenn ihr ab und zu anhaltet um durchzuatmen. Nur, bitte nicht gleich hinter einer Kurve. Es hat alle paar Meter Austellplätze
  • moray91 08.06.2020 08:28
    Highlight Highlight Das auf dem Bild ist nicht Andeer, sondern der Lago di Lei auf fast 2000 m im Avers, respektive in Italien.... http://khr.ch/anlagen/webcams/valle-di-lei.html
    • Martin Lüscher 08.06.2020 09:40
      Highlight Highlight @moray91: Stimmt. Ist korrigiert, danke für den Hinweis.
    • Toerpe Zwerg 08.06.2020 09:57
      Highlight Highlight Der Damm liegt in der Schweiz.
    • Fip 08.06.2020 10:20
      Highlight Highlight Valle di Lei! Die Zufahrt erfolgt über das Avers, ist jedoch ein eigenes Tal.
  • Myk38 08.06.2020 08:02
    Highlight Highlight Eine feine Schneedecke in Aeosa ist noch untertrieben. Es hatte innert 4 Stunden ca 10cm.
  • Christian Kuster 08.06.2020 07:11
    Highlight Highlight Das "Beweisbild" zeigt die Staumauer im Valle die Lei und liegt über 900 Meter höher als in der Legende angegeben
    • Martin Lüscher 08.06.2020 09:40
      Highlight Highlight @Christian Kuster: Stimmt. Ist korrigiert, danke für den Hinweis.
  • ELMatador 08.06.2020 07:10
    Highlight Highlight Das wetter wird immer konzentierter. Entweder ist es Heiss und trocken oder es Regnet dass die Dämme bersten.

    Aber der Klimawandel existiert ja nicht.
    • mukeleven 08.06.2020 07:45
      Highlight Highlight wir haben tendenz zu extrem-wetter (kummulativ uebers jahr betrachtet bleiben die regenmengen +|- 10% in etwa gleich), aber wir haben laengere hitze-/trockenperioden als normal, und wenn es regnet, stellen wir häufig extremniederschlag fest, sowie das eben gestern passiert ist und in den letzten 5 jahren als “trend” vermehrt feststellbar ist.
      ob daran der klimawandel schuld ist, kann ich nicht belegen - ich nenne es klimavariabilitaet und diese wetterextreme wurden auch schon vor 100 jahren festgestellt.
      das wir menschen und unsere industrieen darauf einfluss haben, ist unbestritten.
    • lilas 08.06.2020 08:25
      Highlight Highlight Wetter ist nicht= Klima
    • Toerpe Zwerg 08.06.2020 08:38
      Highlight Highlight Problematisch ist aber auch, jedes von einem Durchschnittswert abweichende Wetterereignis als Folge der Erderwärmung zu taxieren.
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