Schweiz
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Tessin, Wallis und das Engadin versinken in bis zu 73 Zentimeter Schnee



Bis Samstagmorgen hat es in der Schweiz verbreitet Neuschnee gegeben, am meisten im Misox und im Engadin mit bis zu über 70 Zentimeter. Im Tessin, Wallis und Graubünden waren die Auswirkungen auf den Verkehr gross. Am Nachmittag entspannte sich die Lage etwas.

Wie Meteocentrale auf Twitter meldete, wurden in Airolo TI 73 Zentimeter Neuschnee gemessen. Gemäss SRF Meteo erhielt Locarno 19 Zentimeter Neuschnee seit Freitag. In Einsiedeln SZ wurden 12 Zentimeter gemessen, in Simplon Dorf VS 53, in Sedrun GR 50 und in San Bernardino GR 68 Zentimeter.

Zwei Maenner schaufeln den Schnee bei einem Auto weg bei starkem Schneefall in St. Moritz am Samstag, 5. Dezember 2020. (KEYSTONE/Alexandra Wey)..

Zwei Personen schaufeln ein zugeschneites Auto in St.Moritz frei. Bild: keystone

Im Tessin brachten die starken Schneefälle den Zugverkehr teilweise zum Erliegen. Am Samstagmorgen waren mehrere Bahnlinien beeinträchtigt, darunter die Strecke zwischen Airolo und Locarno sowie Bellinzona und Chiasso. Die Störung zwischen Airolo und Locarno konnte am Mittag behoben werden.

Auch der Bahnverkehr zwischen Pontresina und Poschiavo war am Mittag unterbrochen, wie der SBB-Webseite zu entnehmen war. Am Nachmittag konnte die Störung behoben werden. Zugsausfälle und Verspätungen gab es ebenfalls auf der Bahnstrecke von Brig nach Domodossola.

Ein Heizpilz ist bei starkem Schneefall mit Schnee bedeckt in St. Moritz am Samstag, 5. Dezember 2020. (KEYSTONE/Alexandra Wey)..

Ein Heizpilz ist bei starkem Schneefall mit Schnee bedeckt in St.Moritz am Samstag, 5. Dezember 2020. Bild: keystone

Der TCS meldete seinerseits für viele Strassen im Tessin, im Wallis und in Graubünden schneebedeckte Fahrbahnen sowie Sperrungen für den Schwerverkehr. Manche Strassen waren nur mit Schneeketten passierbar.

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Der Bund hatte bereits am Freitag wegen der erwarteten Schneemassen in Teilen des Tessins und Graubündens die zweithöchste Lawinenwarnstufe ausgerufen. Seit Donnerstagnacht herrscht laut dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) eine markante Südstaulage.

«Leider auch Unfälle»

«Der Schnee ist wieder da. Und leider auch die Unfälle», schrieb die Kantonspolizei Bern am Samstagvormittag auf Twitter. Seit Freitagabend 21.00 Uhr wurden ihr zwölf Verkehrsunfälle gemeldet. Nach aktuellem Kenntnisstand sei eine Person verletzt worden.

Wegen der starken Schneefälle fiel in Teilen Graubündens seit Freitag drei Mal der Strom aus. Betroffen waren hunderte Kundinnen und Kunden des Energieversorgers Repower in der Surselva, wie das Unternehmen am Samstag mitteilte.

Der Verkehr ist verlangsamt wegen schneebedeckter Strassen, am Freitag, 4. Dezember 2020, in Stabio. Das Tessin ist am Freitagmorgen unter einer Schneedecke aufgewacht. Es galt Gefahrenstufe vier von fuenf. (KEYSTONE/Ti-Press/Francesca Agosta)

Schneebedeckte Strassen in Stabio am 4. Dezember. Bild: keystone

Meteoschweiz sagte weitere Schneefälle bis Sonntag voraus. Meteonews kündigte für den Südosten der Schweiz an manchen Orten für den Sonntag über einen Meter Neuschnee an.

Am Freitag ging es los

Bereits am Freitag hatten die starken Schneefälle den Verkehr gestört. Die Bahn wurde nach eigenen Angaben an ihre Grenzen gebracht. Am Abend wurde die A2 zwischen Lugano-Nord und dem Rastplatz Warteraum Giornico für den Schwerverkehr gesperrt, wie der TCS mitteilte.

Der Verkehr ist verlangsamt wegen schneebedeckter Strassen, am Freitag, 4. Dezember 2020, in Mendrisio. Das Tessin ist am Freitagmorgen unter einer Schneedecke aufgewacht. Es galt Gefahrenstufe vier von fuenf. (KEYSTONE/Ti-Press/Francesca Agosta)

Am Freitagmorgen in Mendrisio. Bild: keystone

Vereinzelt waren Strassenabschnitte auch wegen Erdrutschen oder umgestürzten Bäumen unterbrochen. In Lugano galt stellenweise eine Schneekettenpflicht. (sda)

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