Schweiz
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Inflation hat Kaufkraft der Löhne 2018 um 0,4 Prozent geschmälert



ZUM OFFIZIELLEN SPATENSTICH DER «Einhausung Schwamendingen» STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- View of the highway section A1L between the interchange Aubrugg and the Schoeneich tunnel with a pedestrian bridge , center, currently under contruction, photographed in Schwamendingen, a district of Zurich, Switzerland, on February 14, 2019. In collaboration with the city of Zurich and the Canton of Zurich, the Federal Roads Office FEDRO is implementing the enclosure Schwamendingen. The enclosure will cover the highway between the interchange Aubrugg and the Schoeneich Tunnel over a length of 940 meters. The main construction work of the enclosure is scheduled to start in spring of 2019. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Schweizer Angestellte hatten im Jahr 2018 unter dem Strich weniger im Portemonnaie als noch 2017. Zwar stiegen die Löhne auf dem Papier im Schnitt um 0.5 Prozent. Doch für dieses Geld konnte man sich aufgrund der Teuerung weniger kaufen.

Die Anpassung der Löhne an die Teuerung bei den Lohnverhandlungen spielt eine wichtige Rolle, doch verschätzten sich letztes Jahr die Ökonomen. Während der Lohnrunde Ende 2017 wurde die Inflation noch auf 0.2 Prozent geschätzt, doch belief sie sich schliesslich auf 0.9 Prozent, sodass die um die Preiserhöhungen korrigierten Reallöhne um 0.4 Prozent sanken. Das zeigen die neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik, die am Dienstag veröffentlicht wurden.

Die Reallöhne seien bereits das zweite Jahre in Folge zurückgegangen, schrieb das BFS. 2017 war die Kaufkraft der Löhne um 0.1 Prozent gesunken. Davor allerdings hatten die Arbeitnehmenden in der Schweiz profitiert: Über die letzten fünf Jahre hinweg betrachtet sind die Löhne laut BFS durchschnittlich um 0.6 Prozent gestiegen.

Grosse Unterschiede nach Branchen

Im letzten Jahr mussten vor allem in der Industrie tätigen Personen ihren Gürtel enger schnallen. Denn im Industriesektor erhöhten sich die Nominallöhne mit 0.3 Prozent noch schwächer als in der Gesamtwirtschaft. Innerhalb des Sektors habe es allerdings grosse Unterschiede gegeben, hielt das BFS fest. So hatten Mitarbeitende in der Chemie- und Pharmabranche auf dem Papier 1.7 Prozent mehr Geld im Sack, während in der Holz-, Papier- und Druckindustrie die Nominallöhne um 0.4 Prozent zurückgingen.

Im Dienstleistungssektor zogen die Löhne um 0.5 Prozent an. In den Finanzdienstleistungen gab es Lohnerhöhungen von 1.5 Prozent, im Medien- und Telekommunikationsbereich sowie in der Informationstechnologie und -dienstleistungen je 1.4 Prozent. Auf der anderen Seite mussten die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie die Post-, Kurier- und Expressdienste Lohneinbussen von je 0.1 Prozent verkraften.

Bei den wichtigsten Gesamtarbeitsverträgen (GAV), denen fast eine halbe Million Arbeitnehmende angeschlossen sind, wurde für 2018 kollektivvertraglich eine Nominallohnerhöhung von 0.3 Prozent vereinbart. (aeg/sda/awp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 01.05.2019 06:30
    Highlight Highlight Die Löhne bleiben hinter dem Wachstum der Produktivität zurück!

    In den Industrieländern stieg die Produktivität in den letzten 40 Jahren schneller als die Löhne. Der Anteil des Kapitals am Bruttoinlandprodukt hat zugenommen, jener der Arbeit ist zurückgegangen. Der Dialog über ein neues Gleichgewicht wurde verdrängt durch die Suche nach wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit in einer globalisierten Welt.
    Gemäss dem Internationalen Währungsfonds behindern die aktuellen Ungleichheiten das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen, weil die Nachfrage darunter leidet.

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