Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Unaufgeräumte Küche Symbolbild

Die Sauerei ist geblieben, aber der Stromverbrauch der Haushaltsgeräte ist zurückgegangen. Bild: Shutterstock

Geht doch: Kühlschränke, TV, Compi & Co. brauchen immer weniger Strom



Obwohl die Anzahl von Elektrogeräten seit 2002 um fast die Hälfte zugenommen hat, hat sich der Stromverbrauch dieser Geräte um fast 6 Prozent verringert. Das Bundesamt für Energie rechnet weiterhin mit einer Effizienzsteigerung, jedoch nicht mehr in demselben Ausmass.

Diesen Effizienzgewinn bei Elektrogeräten zeigte eine im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) durchgeführte Analyse der verkauften Elektrogeräte in der Schweiz auf. Die vom BFE am Donnerstag publizierte Studie unterscheidet zwischen Haushaltsgrossgeräten und Büro- und Unterhaltungselektronik.

67 Prozent mehr Compis, TV & Co.

Bei Letzteren hat sich der Bestand seit 2002 von 20.1 Millionen auf 33.6 Millionen erhöht. Dies ist eine Zunahme um 67 Prozent. Notebooks, Tablets und Set-Top Boxen - separate Empfänger für digitale Signale, die dem Nutzer zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten bieten - verzeichneten hierbei den grössten Zuwachs.

Trotz der grossen Zunahme an Geräten sank deren Stromverbrauch um 24 Prozent (+610 Gigawattstunden, GWh). Die grössten Einsparungen wurden bei PCs (-330 GWh) und Monitoren (-280 GWh) erzielt.

Herde und Öfen als Stromfresser

Gemäss der Studie sind in der Schweiz zudem rund 17.33 Millionen Haushaltsgrossgeräte im Einsatz. Dies sind rund 3.76 Millionen Geräte mehr als 2002. Die grössten Stromfresser im Haushalt sind Elektroherde und Backöfen (1.39 TWh), Kühlschänke (1.01 TWh) sowie - mit zunehmender Tendenz - Wäschetrockner (832 GWh).

Der Stromverbrauch der Haushaltsgrossgeräte hat sich dabei um nur 1.7 Prozent erhöht. Konkret verbrauchten die Geräte im Jahr 2002 5.24 Terawattstunden (TWh). Im Jahr 2015 waren es trotz der Zunahme der Geräte um 28 Prozent nur 0.09 TWh mehr (5.33 TWh).

Ein Grund für die Effizienzgewinne bei der Büro- und Unterhaltungselektronik ist gemäss der Medienmitteilung zur Studie beispielsweise der Trend zu TV-Geräte mit LED-Technologie. Zudem seien stromfressende PC's und Monitore zunehmend durch stromsparende Laptops ersetzt worden.

Bessere Klasse bringt mehr Effizienz

Bei Haushaltsgrossgeräten sei der Trend zum Kauf von besserklassigen Geräten ein Grund für den Effizienzgewinn, schrieb das BFE. Hintergrund seien nebst der technologischen Entwicklung die Etablierung der Energieetikette sowie stetig erhöhte Mindestanforderungen.

Die Studie basierte auf Angaben des Fachverbands Elektroapparate für Haushalt und Gewerbe Schweiz (FEA) und des Schweizerischen Wirtschaftsverbands der Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik (Swico). (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Homes8 17.11.2016 17:58
    Highlight Highlight Was Elektronik angeht gibts durch kleinere Bauteile und LCD-Technik Einsparungen das stimmt,
    LED-Technik bring grössere Lichtausbeute. Wenn jedoch ein Innenraum geheizt werden muss bring das kältere Licht nur was, wenn die fehlende Wärme ökologischer produziert wird.
    Bei rein elektrischen Geräten gibts höchsten Einsparungen durch bessere Isolation. Eventuel sind ältere Geräte durch robustere Technik sogar langlebiger.
    Tumbler sind unnötige Energie- und Verschleiss-Schleudern. Luft-Entfeuchtungsgeräte sind viel ökologischer.
  • Homes8 17.11.2016 14:56
    Highlight Highlight Viele pysikalische Gesetze lassen sich nicht ändern. Zum Beispiel: bei el. Heizungen ist der Wirkungsgrad immer 100%.
    Ein Wasserbettverkäufer wollte mir mal weissmachen eine Heizung mit 150Watt verbraucht weniger Strom für das Bett, wie eine Heizung mit 300Watt. Das wäre, wie wenn ich behaubten würde, wenn ich einen dünneren Schlauch zum füllen verwende, brauche ich weniger Wasser.
  • Homes8 17.11.2016 14:50
    Highlight Highlight Ja je mehr Einzel-Haushalte entstehen um so mehr Grossgeräte werden verkauft und um so weniger verbrauchen die Geräte, respektive werden die Geräte gebraucht. Die Bevölkerung hat ja nicht um 24% zugenommen.
    Beim Essen wird auch immer weniger Zeit fürs Kochen aufgewendet. Da gibts eventuel eine Verschiebung des Verbrauchs zur Industrie/Restaurant.

    Waschmaschinen brauchen eigentlich nur weniger Energie, weil mit immer weniger Wasser gewaschen wird. Dafür bleibt mehr Waschmittel drin hängen, und der Hautstaub wird aus der Bettwäsche nicht rausgespühlt.

SNB knapp in den schwarzen Zahlen bei Jahresmitte

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Halbjahr leicht positiv abgeschnitten. Auf ein sehr schwaches erstes Quartal folgte ein ausserordentlich gutes zweites Jahresviertel.

Konkret weist die SNB für die Periode von Januar bis Juni 2020 einen Gewinn von 0.8 Milliarden Franken aus, wie sie am Freitag mitteilte. Während bei den Fremdwährungspositionen ein Verlust von 6.8 Milliarden resultierte, gab es auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand einen Bewertungsgewinn von 7.1 …

Artikel lesen
Link zum Artikel