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Kampfjet-Beschaffung: Boeing lockt mit Gegengeschäften

11.05.2021, 15:0611.05.2021, 15:16
Eine F/A-18D Hornet.
Eine F/A-18D Hornet.Bild: AP

Das US-Luftfahrtunternehmen Boeing plant unter Vorbehalt Forschungsprojekte in der Schweiz. Der Konzern ist mit dem Kampfjet F/A-18 Block III Super Hornets im Rennen um die Lieferung neuer Kampfflugzeuge für die Schweiz.

Boeing plane elf neue Forschungsprojekte für unbemannte Flugsysteme (UAS) mit Partnern aus Schweiz, hiess es in einer Mitteilung vom Dienstag. Wenn das Land einen anderen Kampfjet bestellen würde, käme die Partnerschaft nicht in dieser Dimension zustande, sagte Boeing-Sprecher Daniel Moszynski auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Die bisherigen Partnerschaften würden aber weitergeführt.

Welcher Kampfjet soll's denn sein?

Die Forschungs- und Technologieentwicklungsprojekte von Boeing seien Teil des Industrieplans im Rahmen von Air 2030, «um das Land mit einer neuen Flotte von F/A-18 Block III Super Hornets auszustatten».

Absichtserklärungen unterzeichnet

Derzeit führe Boeing Gespräche mit 10 potenziellen Schweizer Partnern, um die Forschungsarbeit zu unterstützen. Absichtserklärungen seien bereits mit Swiss Aeropole, WindShape, dem Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik (CSEM) in Neuenburg, der Fachhochschule für Technik und Architektur der Südschweiz (SUPSI) oder dem Swiss Drone Base Camp am Riviera Airport unterzeichnet worden.

Im Rahmen der geplanten Forschungsprojekte würden Boeing und die Schweizer Partner an einer Reihe an verschiedener UAS-Themen zusammenarbeiten.

Dazu zählten unter anderem Forschung und Technologieentwicklung sowie die Entwicklung von Erkennungs- und Vermeidungstechnologien und Luftverkehrsmanagementsystemen der nächsten Generation, die eine sichere Integration zukünftiger autonomer Fluggeräte in den Luftraumermöglichen.

Die bestehende Schweizer Kampfflugzeug-Flotte der F/A-18 stammt bereits aus dem Hause des US-Unternehmens. Allein in den letzten zehn Jahren habe das Hornet Industry Team mit mehr als 100 Unternehmen in der Schweiz zusammengearbeitet, hiess es in der Mitteilung.

Im Rahmen des ursprünglichen Hornet-Verkaufs habe Boeing 1.3 Milliarden US-Dollar an Industrieverpflichtungen übernommen. Zwischen 2016 und 2020 gab die Hornet-Industrie demnach 2.3 Milliarden US-Dollar an Schweizer Zulieferer aus.

Bundesrat will bald über Modell entscheiden

Für den Kauf neuer Kampfjets für die Schweizer Armee stehen zwei amerikanische Typen und zwei europäische Flieger zur Auswahl. Es handelt sich um den F-35 und den F/A-18 E/F Super Hornet respektive die französische Rafale und das von Deutschland angebotene Gemeinschaftsprojekt Eurofighter.

Ende September 2020 hatte das Schweizer Stimmvolk dafür knapp mit 50.1 Prozent sechs Milliarden Franken gutgeheissen. Bis im Sommer will der Bundesrat entscheiden, welchen Kampfjet die Schweiz kaufen soll. (aeg/sda/awp)

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Das Schweizer Kampfflugzeug-Projekt P-16

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Das Schweizer Kampfflugzeug-Projekt P-16
quelle: wikimedia/kobel
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Kampfjet-Abstimmung: Ein Überblick im Video

Video: sda

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110 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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[CH-Bürger]
11.05.2021 16:40registriert August 2018
Liebes Team Watson
eine Antwortmöglichkeit fehlt:
"egal welcher".

Eure Antwortvorschläge suggerieren, dass sich jeder Stimmberechtigte Gedanken machen solle, welches Modell wir kaufen sollten resp welches besser/schneller/günstiger/geeigneter wäre.
Das ist der falsche Ansatz.
Ich entscheide ja auch nicht, welche Automarke die KaPo meines Wohnkantons kaufen soll. oder welche IT-Firma die Server des Bundes ausrüsten soll...

Danke.
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-V-
11.05.2021 15:40registriert Oktober 2018
für mich ists der Rafale

ja weil = klein wendig für alle vorgaben fähig

nein weil = sau teuer für das was er kann

+ Punkt = zusätzlich ist er von einem Nachbarland

(von wegen nato-flieger und neutralität kommentare .. bitte geht weiter träumen)

trotzdem währe es mir lieber wir würden / könnten diese Milliarden in Bildung und/oder altersvorsorge investieren :/
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T13
11.05.2021 15:27registriert April 2018
Naja eine Zusage der Amis zu irgend einem Abkommen ist nach dem letzten Presidenten leider sehr löchrig und wohl grade mal das Papier Wert auf dem es gedruckt ist.
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