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Neuer Handelsstreit von Trump: Schweizer Börse im Minus

Neuer Handelsstreit von Trump: Schweizer Börse im Minus

19.01.2026, 11:3019.01.2026, 11:30

Donald Trump versetzt die weltweiten Finanzmärkte zum Wochenauftakt einmal mehr in den Krisenmodus. Auch die Schweizer Börse legt den Rückwärtsgang ein.

Die Schweizer Börse hat ein neues Rekordhoch erreicht. Der Leitindex SMI stieg am frühen Freitagnachmittag auf 10'142,19 Punkte und übertraf damit die bisherige Bestmarke von 10'140,93 Zähle ...
Die Schweizer Börse ist am Montag im Minus.Bild: KEYSTONE

Auslöser sind die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Grönland. Er drohte acht EU-Ländern mit Zöllen, sollten die USA nicht das arktische Gebiet komplett übernehmen und kontrollieren dürfen. Die europäischen Regierungschefs wiesen diese Forderungen als inakzeptabel zurück.

Der Swiss Market Index (SMI) gibt um 11 Uhr um rund 1 Prozent nach. Dank seiner defensiven Ausrichtung fallen die Verluste aber geringer aus als bei den europäischen Pendants. Der deutsche Dax und der französische Cac-40 geben beide um annähernd anderthalb Prozent nach.

Dass Investoren verunsichert sind, lässt sich am deutlich steigenden Nervositäts-Index VSMI ablesen. Und auch ein Blick auf die Gewinner- und Verliererliste zeigt, dass Anleger nach Sicherheit suchen.

So führen die Swisscom (+1,4%) das übersichtliche Gewinnerfeld an. Denn der Handelsstreit 2.0 zwischen Washington und Brüssel dürfte den Telekomkonzern nicht weiter tangieren.

Daneben halten sich noch die Versicherer Zurich (+0,3%) oder Swiss Life (unv.) besser als der Gesamtmarkt. Der Pharmakonzern Novartis (unv.) hat ebenfalls über weiter Strecken am Vormittag knapp im Plus gelegen.

Dem stehen Abgaben von bis zu 3,9 Prozent bei Alcon, Straumann, Richemont und VAT gegenüber. Auch Sonova, ABB, Kühne+Nagel und Sandoz zählen mit Kursverlusten von jeweils mindestens 2 Prozent zu den grösseren Verlieren. Sie alle gelten als konjunktursensibel.

Während die Aktien überwiegend mit Kursverlusten reagieren, legen sichere Häfen wie Gold, Silber und der Schweizer Franken zu. Vor allem der US-Dollar gerät unter Druck. (dab/sda/awp)

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