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Viele Menschen können es kaum erwarten, dass auf ihren Köpfen wieder für Ordnung gesorgt wird.
Viele Menschen können es kaum erwarten, dass auf ihren Köpfen wieder für Ordnung gesorgt wird.Bild: shutterstock

Können wir bald wieder zum Coiffeur gehen? Dieses Konzept soll es möglich machen

10.04.2020, 11:2410.04.2020, 12:43

Coiffeure sollen unter den ersten sein, die nach der vom Bundesrat angekündigten Lockerung der Massnahmen gegen das Coronavirus wieder arbeiten dürfen. Ihr Branchenverband hat dafür ein Zwei-Phasen-Konzept erstellt, das unter anderem auf Masken setzt.

In der ersten Phase sollen die Coiffeure ihre Geschäfte teilweise öffnen können, wie Damien Ojetti, Zentralpräsident von Coiffure Suisse, auf der Webseite des Verbandes schreibt. Die Salons sollen zunächst – wegen des Sicherheitsabstandes – auf maximal die Hälfte ihrer Plätze bedienen, mit einem Teil der Belegschaft und höchstens einem Lernenden.

Masken und Einweg-Schutzmaterial

Coiffeure und Kunden müssen zudem Schutzmasken tragen. Weiter setzt das Konzept auf Einweghandschuhe für die Coiffeure, Einweg-Schutzumhänge für die Kundschaft und Desinfektion. Für Arbeiten im Gesicht – etwa Bartpflege, Rasur oder Kosmetik – sowie für Maniküre muss eine Plexiglasvisiermaske getragen werden.

Angehörige von Risikogruppen wären bei der teilweisen Eröffnung ausgeschlossen, und auch in Altersheimen dürften Coiffeure noch nicht arbeiten. In der zweiten Phase sollten die Salons wieder vollständig öffnen dürfen und sich dabei an die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) vorgeschriebenen Massnahmen halten.

Die Gesundheit stehe über allen Massnahmen, schreibt Ojetti zum Konzept. Die baldige Teilöffnung der Geschäfte sei eine Chance, grosse finanzielle Probleme, Konkurse, Arbeitslosigkeit und eine unnötige Belastung der Sozialwerke zu vermeiden. Social Distancing und Schutzmassnahmen müssten noch über lange Zeit befolgt werden.

Um an die erforderlichen Schutzmaterialien zu kommen, ist der Verband nach Angaben von Ojetti in Kontakt mit seinen Partnerfirmen. Eine davon dürfte Ems-Chemie sein. Nach Angaben des Unternehmens hat dessen Chefin, SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher, die nötigen Masken und deren Transport aus China organisiert.

Ems-Chemie organisiert Masken

Die Masken würden den Coiffeuren zum Selbstkostenpreis von 90 Rappen pro Stück zur Verfügung gestellt, wie Ems-Chemie am Karfreitag in einem Communiqué mitteilte. Hinzu kommen Mehrwertsteuer und Versandkosten. Martullo-Blochers Gesichtsmaske hatte im März im Nationalrat zu reden gegeben.

Martullo-Blocher freue sich, «zum Überleben des Gewerbes und der Verbesserung der allgemeinen Gemütslage der Bevölkerung beitragen zu können», hiess es im Communiqué. Ems-Chemie organisiert nach eigenen Angaben «seit Wochen» Lieferungen mit Schutzmaterial zum Selbstkostenpreis für Gesundheitseinrichtungen.

Der Bundesrat kündigte am Mittwoch an, den Lockdown bis zum 26. April zu verlängern und ihn danach schrittweise zu lockern. Kriterien für die Lockerung sind laut Bundesrat die Anzahl der Neuinfektionen, der Spitaleinweisungen und der Todesfälle. Über die Etappen der Lockerung wollte der Bundesrat am 16. April entscheiden. (viw/sda)

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90 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Bajazzo
11.04.2020 12:19registriert Februar 2020
Mein Coiffeur würde dann ja mit einer Maske aussehen wie ein Zwitter zwischen Hannibal Lecter und Edward Scissorhands.
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Caligula
10.04.2020 11:33registriert Dezember 2015
Wenn die Frage, wann wir uns wieder die Haare schneiden können unser dringendstes Problem ist, gehts es uns doch relativ gut.
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fools garden
10.04.2020 11:47registriert April 2019
Als angestellter Coiffeur hielte sich meine Vorfreude auf die ersten Erfahrungen gerade etwas in Grenzen.
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