Schweiz
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SUN VALLEY, ID - JULY 12: Warren Buffett (L), chairman of Berkshire Hathaway Inc., walks with his wife Astrid at the Allen & Company Sun Valley Conference at the Sun Valley Resort on July 12, 2014 in Sun Valley, Idaho. Many of the world's wealthiest and most powerful executives from media, finance, and technology attend the week-long conference which is in its 32nd year.   Scott Olson/Getty Images/AFP
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Warren Buffett mit Ehefrau Astrid: Ihre drei Kinder sollen nur wenig erben. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

«Wer reich stirbt, stirbt in Schande»: Warum US-Milliardäre die Erbschaftssteuer befürworten

Die Erbschaftssteuer wird in der Schweiz von der Wirtschaft bekämpft. In den USA dagegen gehören Superreiche wie Warren Buffett und George Soros zu ihren grössten Befürwortern.



Ist eine nationale Erbschaftssteuer Fluch oder Segen für die Schweiz? Für die meisten Vertreter der Wirtschaft ist der Fall klar: Sie bekämpfen die Volksinitiative «Millionenerbschaften besteuern für unsere AHV (Erbschaftssteuerreform)», über die am 14. Juni abgestimmt wird. Ein Ja führe zu einem Rückgang der Investitionen, einem Arbeitsplatzabbau und einem geringeren Wachstum, warnten zwei Unternehmergruppen an einer Medienkonferenz Ende März.

Ennet dem «grossen Teich» existiert eine andere Perspektive. Einige der reichsten Amerikaner kämpfen für die Estate Tax, wie die Erbschaftssteuer in den USA genannt wird. Allen voran der Investor Warren Buffett, dessen Vermögen auf mehr als 70 Milliarden Dollar geschätzt wird. An seiner Seite agieren der Spekulant und Philanthrop George Soros, Bill Gates Senior – Vater des Microsoft-Gründers –, Ex-Präsident Jimmy Carter und der frühere Wall-Street-Banker und Finanzminister Robert Rubin.

«Die wohl vernünftigste Form der Besteuerung»

Eine substanzielle Erbschaftssteuer diene «wichtigen wirtschaftlichen und sozialen Zwecken», argumentierte Rubin 2012 in einem Aufruf der Vereinigung Responsible Wealth. Ihr Vorschlag sieht einen Freibetrag von vier Millionen Dollar pro Ehepaar vor und einen progressiven Steuersatz, beginnend bei 45 Prozent. Sie geht damit weiter als die Schweizer Initiative, die einen Satz von 20 Prozent verlangt. «Ich kann es mir leisten, dies zu bezahlen, und ich sollte auch», meinte Abigail Disney, Filmemacherin und Erbin des Unterhaltungs-Imperiums.

FILE--Steel magnate Andrew Carnegie, seen in this undated file photo, ranked second in an American Heritage magazine ranking of the 40 richest Americans of all time. The magazine calculated indivdual fortunes, adjusted for inflation, and ranked oil magnate John D. Rockefeller first at $190 billion. (AP Photo/File)

Andrew Carnegie war ein Verfechter der Erbschaftssteuer. Bild: AP FILE

Warum befürworten Superreiche den Zugriff des Staats auf ihre Hinterlassenschaft? Die Antwort gab Andrew Carnegie, der im 19. Jahrhundert mit rücksichtslosen Methoden ein Stahlimperium aufgebaut hat und zu einem der reichsten Männer seiner Zeit wurde. Er prägte einen denkwürdigen Satz: «Wer reich stirbt, stirbt in Schande.» Vererbtes Geld war für ihn «faules» Geld, die Erbschaftssteuer bezeichnete er als «die wohl vernünftigste Form der Besteuerung».

Urliberales Gedankengut

Ganz ähnlich argumentieren die Zürcher Brüder Daniel, Marcel und Martin Meili, die sich mit einer halben Million Franken für ein Ja am 14. Juni einsetzen: «Die Erbschaftssteuer entstammt ja auch urliberalem Gedankengut», sagt Daniel Meili im Interview mit watson. Dem verschliessen sich selbst die Gegner der Initiative nicht. Die Erbschaftssteuer sei «ein Konzept, über das man diskutieren kann», sagt Franz Jaeger. 

Eine buergerliche Allianz aus SVP, CVP, FDP, BDP, GLP und LEGA starten eine Kampagne fuer ein

Plakate der Nein-Kampagne. Bild: KEYSTONE

Der ehemalige LdU-Nationalrat und emeritierte Wirtschaftsprofessor an der Universität St.Gallen hat eine Studie zu den Auswirkungen der Initiative verfasst, im Auftrag der Unternehmergruppen. In der Gesamtbetrachtung überwiegen für ihn die Nachteile. Man könne eine Erschaftssteuer umsetzen, «aber nicht zusätzlich zur Vermögenssteuer, wie sie die Schweiz heute kennt», meint Jaeger.

Kaum Geld für den Nachwuchs

In den USA existiert eine solche nicht. Für Andrew Carnegie galt der Grundsatz, dass jede Generation ihr eigenes Vermögen aufbauen soll. Am Lebensende soll es an den Staat gehen oder für wohltätige Zwecke verwendet werden. Carnegie ging dabei mit bestem Beispiel voran: Er erbaute unter anderem zahlreiche Bibliotheken, das nach ihm benannte Konzerthaus in New York und gründete mehrere gemeinnützige Stiftungen, die noch heute existieren.

Heutige US-Milliardäre wollen dieser Tradition folgen und ihrem Nachwuchs nur wenig vererben, darunter auch Erbschaftssteuer-Verfechter Warren Buffett. «Ich gebe meinen Kindern gerade genug, dass sie das Gefühl haben, alles tun zu können, aber nicht so viel, dass sie meinen, sie könnten einfach nichts tun.» Das «Orakel von Omaha» hat sich dazu verpflichtet, 99 Prozent seines Vermögens zu spenden, sei es noch zu seinen Lebzeiten oder nach seinem Tod.

Eins zu eins lässt sich dieses US-Konzept nicht auf die Schweiz übertragen, und das nicht nur, weil die Vermögen bereits ordentlich besteuert werden. Ein zentraler Kritikpunkte der hiesigen Gegner ist die angebliche Gefährdung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). In den USA sind Anteile an Familienunternehmen von der Erbschaftssteuer ausgenommen. Man könne das bei uns ebenfalls einführen, meint Franz Jaeger. Doch hierzulande stecke ein grosser Teil der Vermögen in den Firmen: «Was bringt eine Erbschaftssteuer dann überhaupt noch?»

Der Grundgedanke, den Andrew Carnegie formuliert hat, sollte dennoch bei uns eine Diskussion wert sein. Der texanische Ölmagnat T. Boone Pickens, der seine Milliarden ebenfalls spenden will, drückte es so aus: «Ich bin kein grosser Anhänger von ererbtem Vermögen. Es verursacht in der Regel mehr Schlechtes als Gutes.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dan Ka 04.05.2015 18:27
    Highlight Highlight Die Erbschaftssteuer ist im Grunde nicht fair. Das Erbe wurde und wird besteuert, der Beitrag an den Staat ist gewährleistet. Es wäre eine Doppelbesteuerung. Im Weiteren ist der Vermögenswert mit 2Mio. deutlich zu tief angesetzt. Da werden KMU und Mittelstand den Ebners, Blochers und Vasellas gleichgestellt. Ich bin für eine massive Besteuerung für Einkommen und Fringes/Boni von mehr als 500'000 im Jahr. Das trifft die Richtigen und ist einfach(er) umzusetzen. Zu guter Letzt, ein bisschen Ami-Kultur würde in dem Thema (und uns) nicht schaden. Wer in den USA vermögend ist und nicht spendet / stiftet ist in der Gesellschaft untendurch. Zurecht!
    • iustus 05.05.2015 09:36
      Highlight Highlight @Dan Ka: Lesen Sie bitte den Initativtext, darin steht nämlich, dass für KMU's und Landwirtschaftsbetriebe spezielle Regeln gelten sollen! Ausserdem wollte ich noch sagen, dass ihr Vergleich mit den Amerikanern hinkt, denn in diesem Land ist die Vermögensverteilung nicht besser als in der Schweiz!
  • Zern 04.05.2015 07:00
    Highlight Highlight (2/2)
    Ich bin überzeugt, dass mehr als 99% aller Arbeitsplätze in nicht-steuerbefreiten Betrieben zuhause sind. Der 50 Mio Unternehmenswert (Nicht Substanzwert!!) wird oft schon bei kleiner Arbeitsplatzzahl erreicht.
    Wegen liberaler Steuer: Ich empfinde es als liberal, mit meinem Vermögen zu machen, was ich will... Zudem entspricht es sicher nicht dem liberalem Gedankengut, nur einzelne Teile zu besteuern. Wenn dann für alle; 20% ist für alle gefühlt gleich viel. Aber schön zu sehen, wie es "In" ist dem liberalen Gedanken zu entsprechen, wenigstens dieser Fakt stimmt zuversichtlich;)
  • Zern 04.05.2015 06:54
    Highlight Highlight Wieso gegen die Erbschaftssteuer?
    Sie gefährdet die KMU. Meine Erklärung:
    Laut Initiativtext unterliegen in der Erbschaftsmasse enthaltene Betriebe einer besonderen Ermässigung. Wie diese Ermässigung aussieht, wie hoch der Freibetrag und der reduzierte Steuerbetrag effektiv ist, wurde nur mündlich gesagt, hat also nur untergeordnete Bedeutung, da durch das Parlament bestimmt.
    Wie die Initianten zur Aussage kommen, 99% der Betriebe seien von der Steuer befreit ist schleierhaft. 99% der Anzahl Unternehmungen (Einzelunternehmer, Kleinstbetriebe) oder doch 99% der Arbeitsplätze? (Wohl kaum) (1/2)
    • iustus 05.05.2015 09:40
      Highlight Highlight @Zern: Im Parlament sind die Bürgerlichen in der Überzahl, auf was wollen Sie mit ihrem Kommentar hinaus? Oder meinen Sie, dass dort nicht genügend auf die KMU's geachtet wird?
    • Zern 05.05.2015 12:57
      Highlight Highlight Nein, ich will darauf hinaus, dass mit einer hoch klingenden Zahl auf Werbung gegangen wird obwohl sie nicht fixiert ist. Fakt ist, dass im Verfassungstext nur die besondere Ermässigung festgeschrieben ist, nicht mehr und nicht weniger.
  • Alnothur 03.05.2015 20:15
    Highlight Highlight Nein zur Erbschaftssteuer, denn die Kantone haben die Steuerhoheit, und den Kantonen, die eine Erbschaftssteuer haben, fehlt nachher das Geld.
    Nein zur Erbschaftssteuer, denn wir haben eine Vermögenssteuer.
    Nein zur Erbschaftssteuer, denn mit Freibetrag und Zweckbindung ist sie ein Unding.
    Nein zur Erbschaftssteuer ganz allgemein, denn ich will mein Geld lieber sinnvoll vererben und spenden, als es im Staatsmoloch versickern zu lassen.
  • gaba 02.05.2015 12:57
    Highlight Highlight Die Fehlüberlegung scheint mir zu sein, dass die Erben davon ausgehen, dass Ihnen dieses Geld bereits vor der Vererbung gehört. Dem ist natürlich nicht so. Das ist ein Einkommen Aufgrund des Ablebens eines Verwandten. Einkommen ist zu besteuern. Zumindest >2 Mio. macht das durchaus Sinn.
  • LuMij 02.05.2015 12:11
    Highlight Highlight Ich bin absolut einverstanden mit dem Argument, dass eine Erbschaftssteuer die fairste und gerechteste Steuer überhaupt ist. Sie ist ebenfalls eine sehr liberale Steuer da sie nicht die eigene Leistung besteuert. Trotzdem werde ich die Initiative ablehnen. Hauptsächlich deshalb, weil m.M.n. daneben keine Vermögenssteuer mehr existieren sollte (hier bin ich ausnahmsweise der gleichen Meinung wie Prof. Jaeger). Zudem ist die Entlastung der KMU zu wenig geklärt womit hier die Katze im Sack gekauft wird.
    • Adrian Aulbach 03.05.2015 13:47
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht, was das Problem ist, wenn Vermögen UND Erbschaft besteuert werden. Letztendlich kommt es drauf an, wie stark beides besteuert wird. Beides moderat (20% ist im internationalen Vergleich eher tief) zu besteuern finde ich sinnvoller, als nur das eine, aber dafür stark, zu besteuern.
  • Robert K. 02.05.2015 11:39
    Highlight Highlight Für die Gründerväter des Liberalismus, Adam Smith, David Ricardo, John St. Mill, galt die Besteuerung des Einkommens (ability to pay) als der Grundpfeiler der Finanzierung des Staates. Adam Smith bezeichnet Erbschaftssteuern in den "Wealth of Nations" als "cruel and oppressive". Es ist damit falsch zu behaupten, dass die Erbschaftssteuer "Urliberales Gedankengut" sei.
    • Peter 02.05.2015 13:01
      Highlight Highlight Es gibt auch die gegenteilige Perspektive, wonach Einkommenssteuern des Teufels sind und der Staat wenn überhaupt, dann auf die Vermögen zugreifen soll. Ökonomie ist eben keine exakte Wissenschaft ...
  • Lowend 02.05.2015 11:12
    Highlight Highlight Die beste Werbung für eine Erbschaftssteuer, die eigentlich ein urliberales Anliegen ist (siehe: http://www.nzz.ch/meinung/debatte/eine-faire-und-liberale-steuer-1.18530385 ), ist der Knatsch um die SIKA, wo man sieht, wie ein Lebenswerk von den Erben, aus rein finanziellen Überlegungen und purer Raffgier zerstört wird, ohne dass der Staat von diesen Heuschrecken auch nur einen Rappen sehen wird. Erben ist keine Leistung und darf darum ruhig besteuert werden!
    • sleeper 02.05.2015 16:26
      Highlight Highlight *Applaus*
  • flowsen 02.05.2015 11:04
    Highlight Highlight Die USA hat den entscheidenden Punkt in der Erbschaftssteuer aufgenommen: "In den USA sind Anteile an Familienunternehmen von der Erbschaftssteuer ausgenommen." In der Schweizer Initiative ist dieser Punkt gefährlich ungenau formuliert! Wenn man sich die Anzahl an Familien KMUs in der Schweiz anschaut und sieht wie viele Arbeitsplätze diese ausmachen, dann merkt man wie schädlich diese Initiative für die Schweiz ist!
    • gaba 02.05.2015 12:10
      Highlight Highlight ... die Ungenauigkeit bietet die Möglichkeit, in diesem wichtigen Punkt eine gute, pragmatische und flexible Umsetzung zu finden.
    • Lumpirr01 02.05.2015 12:57
      Highlight Highlight Würde diese Initiative umgesetzt, werden vermutlich viele betroffene Leute sehr kreativ darauf reagieren. Im Raum stehen folgende Ideen: private Familienvermögen in eine Stiftung umsetzen, für Bauland und Häuser eine kleine Imobilien AG gründen (für alle AG's gelten dann ja andere Grenzen), für Wertschriftenbesitzer eine kleine Invest AG gründen, ins Ausland umziehen (Schwarzwald, Denia, Phuket,....). NB: Das machen jetzt schon einige ältere Leute, um sich nicht den Führerschein abknöpfen zu lassen, was ja mit dieser Eignungsprüfung ab 70 nur in der kleinen Schweiz eingeführt wurde. Na dann...
    • gaba 02.05.2015 13:12
      Highlight Highlight @Lumpirr01: Wird wohl so sein, dass einige Idioten sehr viel Geld an Berater, Anwälte, Notare, ... dafür ausgeben werden, das zu optimieren. So fliesst das Ged auch. Die Frage die bleibt, ist, ist das im geringsten ein Grund, die Initiative abzulehnen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rondi 02.05.2015 10:29
    Highlight Highlight Wie wäre es mal mit einem Artikel, der aufzeigt, warum man gegen die Initiative stimmten soll? Diese Initiative ist schädlich für die KMU der Schweiz und vernichtet Arbeitsplätze.
    • Petar Marjanović 02.05.2015 10:57
      Highlight Highlight Wieso ist die Initiative schädlich für die KMUs?
    • Ninon 02.05.2015 11:05
      Highlight Highlight Ernsthaft, Petar? Sind Sie als Journalist nicht befähigt das Dafür und Dawider einer Sache selber zu recherchieren? Reicht es, einfach links zu fühlen, um bei Watson einen Job zu bekommen?
      Wenn eine Schreinerei vererbt wird, dann wird sie logischerweise verkauft werden müssen, um die Erbschaftssteuer bezahlen zu können. Weil der ganze Wert in der Firma ist und die Kinder kein oder wenig Bargeld besitzen.
    • Petar Marjanović 02.05.2015 11:10
      Highlight Highlight @Ninon: Wieso die scharfe Reaktion? Ich möchte dies lediglich von meinem gegenüber wissen, und zwar mit Fakten – ohne irgendwelche Parolen, die sich mittlerweile mehrfach als falsch herausgestellt haben. Journalisten sind nicht perfekt, sie sind nicht allwissend. Sei doch nicht gleich beleidigt, nur weil ich in der Kommentarspalte mit jemandem diskutiere und einem mutmasslichen Initiativsgegner nicht gleich Support schenke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Robert K. 02.05.2015 09:51
    Highlight Highlight Wie begründet sich der Anspruch des Staates, auf mein Vermögen, das ich schon als Einkommen versteuert habe?
    • Petar Marjanović 02.05.2015 10:46
      Highlight Highlight It's called «democracy».
    • Robert K. 02.05.2015 10:53
      Highlight Highlight Die demokratische Mehrheit beutet die aus Fleissigen, Sparsamen aus, die obersten 49% der Einkommenbezüger sind immer in der Minderheit.
    • Ninon 02.05.2015 11:07
      Highlight Highlight Faszinierend wie Linke es für richtig halten, wenn der Staat den Menschen das Geld stiehlt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michel@sith 02.05.2015 09:48
    Highlight Highlight 2 Mio. als Freibetrag find ich immer noch zu hoch. Aber wer soviel erbt kann die Steuer locker verkraften.
  • Sillum 02.05.2015 09:40
    Highlight Highlight Super Info zur Abstimmung! Neutral und beide Seiten ausleuchtend, Herr Blunschi, wie in Watson so stets Standart. Fragt sich bloss was ihr Chef Peter Wanner für eine Meinung dazu hat. Könnte ja durchaus sein, dass sie ihre Stelle verlieren könnten, wenn Wanners Erben dann ihre Erbschaftsteuern begleichen und als Verleger kapitulieren müssten. Doch soweit scheinen die intellektuellen Linken nicht zu denken.
    • Petar Marjanović 02.05.2015 10:55
      Highlight Highlight Ich haben unseren Verleger noch nie aktiv in die journalistische Arbeit eingreifen sehen. Wir sind frei in unserer Arbeit, solange die journalistischen Pflichten klar eingehalten werden.
    • Peter 02.05.2015 12:38
      Highlight Highlight Erstens ist Peter Wanner nicht mein Chef, sondern Investor bei Watson. Zweitens ist es wohl mein Problem, wenn ich wegen solcher Artikel den Job verliere. Ihre "Anteilnahme" ist unnötig. Aber vielleicht ist Peter Wanner ja für abweichende Argumente offener als Sie.
    • Lumpirr01 02.05.2015 13:16
      Highlight Highlight @Sillum: Hatte soeben ein persönliches Gespräch mit einem Kenner der Szene. Dabei wurde die Redaktion von Watson, welche früher mehrheitlich bei 20 Minuten arbeitete, nicht unbedingt als linkslastig eingestuft. Hingegen sind die Teilnehmer dieses Forums eher jünger und denken eher links, so wie wir das mit 25 Jahren auch waren. Die Redaktionsmitglieder bringen hier natürlich Themen, wo in der Bevölkerung kontroverse Ansichten vertreten sind und welche das Geschäft beleben. Leider kann allerdings anhand der hier verteilten Likes / Dislikes nicht auf die Meinung im Volk geschlossen werden.
  • Tom Garret 02.05.2015 08:04
    Highlight Highlight Ich sehe das grösste Problem darin, dass oft nicht Geld vererbt, dann aber natürlich als Steuer bezahlt werden muss... Oder anders gesagt, wer das Haus mit Land erbt in dem er aufgewachsen ist, der gesammtwert 2Mio übersteigt, darf er 400'000 Steuern bezahlen die man aber kaum hat. Das selbe wenn man Aktien im Wert von 2Mio erbt, so muss man einen Teil dann zum vielleicht schlechten Kurs verkaufen um die Steuern bezahlen zu können. Am meisten stört mich aber, das man Geld das bereits mehrfach besteuert wurde, noch ein weiteres mal besteuert wird (und danach gleich nochmals Jährlich als Vermögen).
    Zudem sind 2Mio bereits heute schon nicht mehr so viel wie noch vor 20 Jahren wenn man zB Wohnungspreise in Zürich anschaut und werden in 20 Jahren noch weniger wert haben. Laut einem Bundesrat bei Arena ist Mittelstand wer 80'000 bis 300'000 pro Jahr verdient. Ich denke da kann man in einem Leben unter Unständen schon 2 Mio sparen wenn man das Geld auch noch gut anlegt... Oder anders gesagt, die Initiative schiesst wie die meisten Initiativen übers Ziel hinaus. Die Hürde zu Tief und der Prozentsatz zu hoch...
    • guido85 02.05.2015 08:38
      Highlight Highlight Gut gibts doch noch welche, die weiter denken als bis zur eigenen Haustür!
    • Gurgelhals 02.05.2015 08:51
      Highlight Highlight Ihre Berechnung ist falsch, es wird ja nur der Betrag besteuert, der die 2 Mio. übersteigt. Das Haus oder die Aktiven müssten also 4 Mio. wert sein, wenn Sie unbedingt 200'000.- Steuern darauf bezahlen möchten.
    • Shlomo 02.05.2015 09:28
      Highlight Highlight Wer rechnen kann ist im vorteil.
      Auf eine Erbschaft von 2'000'001 CHF würden sie genau 0.20 CHF zahlen und nicht 400'000 CHF.
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