Schweiz
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Credit Suisse wehrt sich vor Bundesgericht gegen Finma-Prüfer



Der Credit Suisse droht Rechtsärger in den USA. Dem Schweizer Geldhaus und neun weiteren Grossbanken wird vorgeworfen, beim Handel von Unternehmensanleihen jahrelang zu hohe Preise verlangt zu haben. (Archiv)

Bild: KEYSTONE

Die Credit Suisse wehrt sich vor dem Bundesgericht gegen einen von der Finanzmarktaufsicht Finma eingesetzten Prüfer. Für die Grossbank bringt die Anwaltskanzlei, die von der Finma zur Untersuchung der Affäre um die Beschattung des früheren CS-Topmanagers Iqbal Khan ausgewählt wurde, nicht die gebotene Unabhängigkeit mit.

Die Credit Suisse bestätigte am Freitag einen Bericht der Tamedia-Zeitungen, dass sie ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Bundesgericht überprüfen lässt. «Im Zentrum steht dabei wie bisher die Frage der Unabhängigkeit der prüfbeauftragten Anwaltskanzlei Quinn Emanuel», schreibt die CS in einer Stellungnahme.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte die Beschwerde der Grossbank gegen den Prüfer abgelehnt, wie im April bekanntgeworden war.

Mehrere Prozesse

Nach Auffassung der Credit Suisse ist die Kanzlei Quinn Emanuel nicht wie gesetzlich gefordert unabhängig, weil sie «weltweit viele Gerichtsprozesse gegen die Bank» führe. Gemäss dem Medienbericht ist die US-Kanzlei unter anderem in Sammelklagen wegen Subprime-Krediten sowie wegen Zinsswap-Geschäften gegen die CS und weitere Grossbanken federführend. Zudem habe sie Betreibungen gegen die Grossbank am Laufen.

Gemäss dem Zeitungsbericht hat der Quinn-Emanuel-Managing Partner Thomas Werlen mit einem zwölfköpfigen Team bereits mit den Vorarbeiten begonnen. Die Finma hatte die Einsetzung eines Prüfers zur Aufarbeitung der Beschattungsaffäre bei der Grossbank im Januar bekanntgegeben. Die Beschattung des zur UBS gewechselten Spitzenmanagers Iqbal Khan hatte zum Rücktritt des CS-Konzernchefs Tidjane Thiam und weiterer CS-Spitzenmanager geführt. (aeg/sda/awp)

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