Schweiz
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Unia will Angriffe auf Löhne und Arbeitsbedingungen konsequent bekämpfen



Die Gewerkschaft Unia will Angriffe auf die Arbeitsbedingungen und Löhne sowie das Arbeitsgesetz bekämpfen und sich für mehr Schutz für alle Arbeitnehmenden einsetzen. Die Einführung diskriminierender Kontingente oder einseitiger Schutzklauseln seien ein «No-go».

Die Delegiertenversammlung der grössten Gewerkschaft der Schweiz beschloss am Samstag in Bern den Schutz und die Stärkung der Arbeitsbedingungen und der Rechte der Arbeitnehmenden als zentrales Ziel für 2016. Unia-Präsidentin Vania Alleva wies gemäss einer Mitteilung darauf hin, dass die Ausgangslage dafür mit dem neuen Parlament nicht einfacher geworden sei.

Vania Alleva, Praesidentin Unia, aeussert sich zu den Lohnforderungen der SGB-Gewerkschaften, am Mittwoch, 2. September 2015, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Unia-Präsidentin Vania Alleva befürchtet, dass das neue Parlament die Rechte und den Schutz der Arbeitnehmenden in Frage stellen wird. (Archivbild)
Bild: KEYSTONE

Frontaler Angriff auf das Arbeitsgesetz

Gewisse Kreise versuchten, die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative dazu zu benutzen, die flankierenden Massnahmen zum Schutz der in der Schweiz geltenden Arbeitsbedingungen und Löhne in Frage zu stellen und diskriminierende Kontingente für Arbeitnehmende ohne Schweizer Pass einzuführen.

Gleichzeitig gebe es Pläne, das Arbeitsgesetz frontal anzugreifen und Errungenschaften wie die Maximalarbeitszeit von 45 Stunden pro Woche abzuschaffen, sagte sie laut der Mitteilung weiter. Wer einen solchen Abbau der Rechte und des Schutzes der Arbeitnehmenden propagiere, stelle den sozialen Frieden in Frage, sagte Alleva.

Als weitere Ziele legten die Unia-Delegierten die Sicherung wichtiger Gesamtarbeitsverträge, den Kampf gegen den Abbau bei den Renten im Rahmen der Altersreform 2020 sowie den Kampf gegen längere Ladenöffnungszeiten fest.

Durchsetzungsinitiative «pures Gift für Rechtsstaat»

Für die Abstimmung vom 28. Februar fassten die Unia-Delegierten einstimmig die Nein-Parole zur Durchsetzungsinitiative der SVP. Die Initiative sei pures Gift für den Rechtsstaat, wolle sie doch eine krasse Diskriminierung von Menschen ohne Schweizer Pass in der Verfassung festschreiben.

Bei der zweiten Gotthardröhre empfiehlt die Unia-Delegiertenversammlung ebenfalls ein Nein. Für die Initiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln» wurde dagegen die Ja-Parole gefasst. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 06.12.2015 07:53
    Highlight Highlight Flankierende Massnahmen helfen nur beschränkt!

    Die flankierenden Massnahmen gegen Lohn-Dumping sind ja gut gemeint und verschaffen den Gewerkschaften wieder mehr Bedeutung. Sie sind aber aus folgenden Gründen fast wirkungslos: 1. Die Kontrollen sind nur stichprobenweise möglich. 2. Die Personenfreizügigkeit verhindert Lohnerhöhungen durch das Mehrangebot von Arbeitskräften. 3. Die Unterwanderung des regulären Arbeitsmarktes erfolgt über "Schein-Selbständigerwerbende" oder unattraktive und schlecht bezahlte Berufe in der Landwirtschaft, im Detailhandel oder im Gastgewerbe.
    • _kokolorix 06.12.2015 11:53
      Highlight Highlight und was würde deiner meinung nach diese probleme lösen helfen?
    • Schneider Alex 06.12.2015 16:18
      Highlight Highlight Eine konsequente Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative
  • kliby 05.12.2015 19:55
    Highlight Highlight seit bei der unia eine feministin an der spitze steht, kann man diesen verein nicht mehr ernst nehmen.
    • Lowend 06.12.2015 09:09
      Highlight Highlight Ja, immer diese bösen Frauen! Vor denen kuscht sogar der Heiland von Herrliberg und bei gewissen Menschen wäre es auch besser gewesen, sie hätten keine Mutter!
  • koks 05.12.2015 19:22
    Highlight Highlight "Die Einführung diskriminierender Kontingente oder einseitiger Schutzklauseln seien ein «No-go»"
    Sagen dieselben, die Frauenquoten fordern. Was ist eine Frauenquote anderes als ein diskriminierendes Kontingent oder eine einseitige Schutzklausel?

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