Wirtschaft
Schweiz

Kantone basteln an einer eigenen Schutzklausel

Kantone basteln an einer eigenen Schutzklausel

06.03.2016, 04:3106.03.2016, 08:31
Was dem Bundesrat nicht gelingt, sollen nun die Kantone zustande bringen: Eine mit der PFZ kompatible Schutzklausel.
Was dem Bundesrat nicht gelingt, sollen nun die Kantone zustande bringen: Eine mit der PFZ kompatible Schutzklausel.
Bild: KEYSTONE

Die Schutzklausel wird der EU kaum gefallen. Womöglich aber der Tessiner Vorschlag.

Nicht nur der Bundesrat setzt auf eine Schutzklausel, sondern auch die Kantone. Das Tessin hat den ehemaligen Spitzendiplomaten und heutigen ETH-Professor Michael Ambühl ein Alternativmodell ausarbeiten lassen, das nun auf die Bedürfnisse der übrigen Kantone angepasst wird. Jean-Michel Cina, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen, nennt es ein «interessantes» Modell.

Anders als die bundesrätliche Schutzklausel orientiert sich jene der Kantone nicht an der Zuwanderung, sondern am regionalen Arbeitsmarkt. Damit sei sie mit dem Personenfreizügigkeitsabkommen kompatibel, sagen die Promotoren. Kritiker warnen aber, dass wirtschaftlich schwache Kantone verlieren würden.

Neue Ideen tun not. Das zeigt auch die Reaktion von Andreas Schwab, EU-Abgeordneter und Mitglied im Schweiz-Ausschuss, auf den bundesrätlichen Vorschlag. «Quantitative Beschränkungen sind in dieser Diskussion nicht hilfreich», sagt er im Interview. Eine Lösung liegt gemäss dem CDU-Politiker aus Baden-Württemberg aber nach wie vor im Bereich des Möglichen.

Chronologie Einwanderungs-Initiative

1 / 25
Chronologie Einwanderungs-Initiative
9. Februar 2014: Die Volksinitiative «Gegen Masseneinwanderung» der SVP wird an der Urne von 50,3 Prozent der Stimmenden angenommen. SVP-Nationalrat Albert Rösti zeigt sich erfreut. Die EU-Kommission reagiert postwendend: Das Votum verletze das Prinzip des freien Personenverkehrs.
quelle: keystone / marcel bieri
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
KI-Firmen lassen Menschen ihre Arbeit filmen – um sie durch Roboter zu ersetzen
Videos zeigen, wie indische Fabrikangestellte mit einer montierten Kamera auf der Stirn ihre Arbeitsschritte aufzeichnen müssen. Diese Daten sollen die künstliche Intelligenz füttern.
Die Frage, wie gross die Bedrohung der künstlichen Intelligenz für die menschliche Arbeit ist, treibt viele Leute um. Und ihre Ängste dürften durch Videos, wie sie derzeit auf den sozialen Medien zu sehen sind, nicht kleiner werden.
Zur Story