Schweiz
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Jeannine Pilloud, presidente de ch-direct et responsable du trafic voyageurs des CFF, pose pour le photographe avec le SwissPass a l'occasion des un an de SwissPass ce vendredi 26 aout 2016, a Lausanne. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Wird künftig von einer deutschen Firma produziert: der SwissPass. Bild: KEYSTONE

SwissPass wird deutsch: Aargauer Firma verliert millionenschweren Produktionsauftrag

Seit viereinhalb Jahren gibt es den SwissPass. Künftig wird das rote Kärtchen für öV-Abos jedoch in Deutschland hergestellt. Die bisherige Produzentin aus dem Aargau geht bei der Neuausschreibung leer aus.



Den Zuschlag für den sogenannten «SwissPass next Generation» hat die TCS Cards & Services GmbH erhalten. Die Firma aus dem deutschen Bamberg habe das beste und wirtschaftlich attraktivste Angebot gemacht. Dies ist dem am Freitag publizierten Vergabeentscheid auf der Ausschreibungsplattform simap.ch zu entnehmen. Bisher wurden die SwissPass-Kärtchen im Aargau von der Firma Gemalto produziert. Die einstige Trüb AG in Unterentfelden ist heute in niederländischem Besitz.

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Ging leer aus: Gemalto AG im Aargau. Bild: AP/AP

Wie dem Zuschlagsentscheid zu entnehmen ist, beträgt der Wert des Auftrags knapp 6.6 Millionen Euro respektive knapp sieben Millionen Franken. Vier Angebote sind eingegangen; derzeit läuft eine 30 Tage dauernde Einsprachefrist. Zuerst über den Zuschlag berichtet hatte die «NZZ am Sonntag». Laut dem Artikel sollen die Funktionen der roten Karte erweitert werden. Laut einem Sprecher der Branchenorganisation SwissPass Alliance soll sie zum Beispiel an Bahnhöfen künftig auch als Zahlungsmittel oder für die Miete von Velo benutzt werden können. Auftraggeberin der SwissPass-Produktion ist jedoch die SBB. (bzbasel.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • LURCH 02.03.2020 16:14
    Highlight Highlight Gemäss dem Anforderungsprofil der Ausschreibung werden dann hier also die persönlichen Daten von 4 Millionen Kunden des ÖV, also der hälfte der Schweizer Bevölkerung, ins Ausland abfliessen.
    Dies scheint aber die SBB nicht zu interessieren, denn es geht hier höchstwahrscheinlich auch darum, sich wie die Post und Swisscom in eine möglichst gute Position für die etwaige Vergabe der E-ID durch den Bund zu bringen.
    So haben wir dann mit der SwissCard und der SwissID schon mindestens zwei Player als Datenkraken auf dem Markt, die hier versuchen die persönlichen Daten der Leute zu Geld zu machen.
    http://www.inside-it.ch/de/post/sbb-sucht-lieferanten-fuer-neue-swisspass-generation-20190823
  • Blitzesammler 02.03.2020 06:54
    Highlight Highlight Prima! Jetzt werden die SBB bereits ziemlich gut subventioniert und bringen das Geld gleich selbst ins Ausland. Nichtmal mehr davor wird halt gemacht. Und der Bundesrat schweigt natürlich!!
  • p4trick 02.03.2020 06:40
    Highlight Highlight Wenn das so ist werde ich mein Halbtax nicht mehr verlängern und gänzlich auf den ÖV verzichten! Das ist es mir wert
  • malu 64 01.03.2020 23:27
    Highlight Highlight Logisch, dass in Deutschland und der EU günstiger produziert wird, Löhne und Gebäudemieten sind tiefer. Ich finde es daneben, wenn ein sogenannter Swiss Pass in Deutschland produziert wird. Leider kaufen immer mehr KMU beim günstigsten Anbieter im Ausland ein. Auf die Dauer bauen wir unser hohes Lohnniveau selber ab.
    • Clife 02.03.2020 01:08
      Highlight Highlight Die SBB als KMU zu bezeichnen lol
  • Afeusi 01.03.2020 22:18
    Highlight Highlight Aha, wenn ein kleiner Bürger ennet der Grenze einkauft, so wird dieser mit einem verwerflichen Shitstorm zugedeckt, macht dies aber die SBB, Migros oder das Militär so hört man kein Sterbens Wörtchen und es ist völlig in Ordnung! Was für eine dumme Schweiz in der wir leben!
  • Lucas29 01.03.2020 22:07
    Highlight Highlight Absoluter Schwachsinn!
    Man soll die heimische Wirtschaft unterstützen und nicht immer alles ins Ausland verlagern. Das merkt man bereits heute mit China...
  • Nonne 01.03.2020 21:05
    Highlight Highlight Warum nicht aus China. Da wärs noch günstiger. Könnten nicht auch Chinesen das Lokführerproblem lösen?
  • Scaros_2 01.03.2020 20:40
    Highlight Highlight @Watson

    Könnt ihr mit dem Thema mal beim Datenschutzbeauftragen nachhacken? Ich meine das ganze ist sehr skeptisch wohin meine Daten hier gehen.
  • TheKen 01.03.2020 18:55
    Highlight Highlight Hat der Datenschutz nichts mitzureden hier?
    • HAL1 01.03.2020 23:21
      Highlight Highlight Prinzipiell sähe ich meine daten auch lieber hier aber faktisch sind die datenschutzbestimmungen der eu strenger als die schweizerischen🤷‍♂️
  • sowhat 01.03.2020 18:40
    Highlight Highlight Demnächst kriegen wir die Steuerrechnung aus Polen geschickt. Da lässt sich das Inkasso billiger organisieren.
    Tschuldigung ist bisschen übertrieben.
    Aber wenn Staatsbetriebe so agieren, dann stellen sich mir die Nackenhaare.
    Und ja ich weiss, dass es da Verträge gibt. Ändert nichts dran, dass ich das ungesund finde.
    • bebby 01.03.2020 19:13
      Highlight Highlight WTO Regeln halt...umgekehrt darf eine CH Firma im Ausland nicht diskriminiert werden. Also theoretisch.
    • Garp 01.03.2020 19:18
      Highlight Highlight Die WTO Regel besagt aber nicht, dass man immer den billigsten nehmen muss.
    • DerTaran 01.03.2020 20:23
      Highlight Highlight Willst du, dass anderen Länder ihre Züge nicht mehr bei Stadler kaufen? Oder ausländische Krankenhäuser Medikamente nicht mehr bei Roche oder Novartis? Oder Munition von der RUAG? Oder Atomkraftwerke von der ABB? Usw.

      Wir profitieren vom Aussenhandel, da darf man ausländischen Firmen auch mal etwas Umsatz gönnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr.Pug 01.03.2020 18:26
    Highlight Highlight Was wird als Nächstes ins Ausland ausgelagert?
    • DomKi 01.03.2020 19:19
      Highlight Highlight Die Regierung > EU-Kommission
    • äti 01.03.2020 19:52
      Highlight Highlight Die SVP. Wird in die AfD integriert.
  • Kaspar Floigen 01.03.2020 17:42
    Highlight Highlight Jetzt motzen alle, aber wenn der Preis steigt auch.
    • Nora Flückiger 01.03.2020 22:28
      Highlight Highlight Der Preis steigt eh Jahr für Jahr, also was solls?
    • Kaspar Floigen 02.03.2020 08:01
      Highlight Highlight Ja, aber halt weniger.

      Das Datenargument hinkt auch. Die DSGVO ist bedeutend weiter und klarer definiert als das Schweizer Datenschschutzgesetz. So gesehen müsste man hoffen, dass seine Daten in der EU gespeichert werden. Spätestens seit Crypto AG wissen wir ja, wieviel der Swissness zu vertrauen ist.
  • Mia Mey 01.03.2020 17:39
    Highlight Highlight Ist es unter dem Strich wirklich billiger?
    Die Firma Aargauer Firma wird weniger Einnahmen haben, weniger Steuern bezahlen usw.
    Ich seh da manchmal nicht ganz durch, klar sollte man in der Schweiz nicht jeden Preis zahlen, aber grad wenn der Bund ins Ausland geht mit solchen Aufträgen, find ich das nicht so toll.
    • Neruda 01.03.2020 19:06
      Highlight Highlight Weiss doch jeder, dass bei solchen internationalen Ausschreibungen locker beschissen werden kann. In der Slowakei z. B. schreiben die Firmen die Ausschreibungen selber und auch beim Bund kommt es ab und zu vor, dass die Anforderungen so gestellt werden, dass nur eine gewisse Firma diese erfüllen kann.
  • Chancho 01.03.2020 17:16
    Highlight Highlight Und unsere Daten werden dann auch noch gerade ins Ausland ausgelagert?
    Genau aus diesem Grund gehört eine zukünftige E-ID nicht in private oder andere Hände als die des Staates, ansonsten verlieren wir vollkommen die Kontrolle über unsere Daten.
    • Cityslicker 01.03.2020 18:00
      Highlight Highlight @Sacanagem: Betreutes Lesen: Laut Artikel geht es um die Produktion der Chipkarten, nicht um Lieferung und Betrieb eines datenverarbeitenden Systems. Bitte-Danke-Gern geschehen.
    • Chancho 01.03.2020 18:19
      Highlight Highlight @ Cityslicker
      Betreutes Weiterdenken: Zur Produktion der Karte gehört mindestens auch ein Name mit Geburtsdatum, ein digitales Foto, sprich Biometrische Daten und die zusätzliche Daten für die zwei integrierten RFID-Chips.
      Das nächste mal einfach vorher Denken bevor Kommentieren. Danke für nichts.
    • The_P 01.03.2020 20:11
      Highlight Highlight Hmm... wäre interessant und spannend zu erfahren, worin genau der Auftrag besteht! Liefert die deutsche Firma nur die Plastikkarten, und die werden dann hier (durch die SBB oder ?!?) mit den Daten (Foto, Namen etc.) beschrieben? Dann wäre das Thema Datenschutz eben kein Thema. Werden jedoch die ganzen Daten nach Deutschland geschickt, und dort die einzelnen, fixfertig beschriebenen SwissPass erstellt, dann ist das auch meiner Meinung nach... hmmm... „suboptimal“, wie man heute so sagt. Kann das jemand aufklären?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sandro Kifer 01.03.2020 17:04
    Highlight Highlight Besser günstig im Ausland als überteuert in der Schweiz.
  • Peter R. 01.03.2020 16:59
    Highlight Highlight Was man auch immer gegen Trump sagen könnte, sowas würde in den USA nicht passieren - America first.
    • Benjamin Goodreign 01.03.2020 17:16
      Highlight Highlight So en Chabis. Tausende von Konsumgüter und Services werden in Mexico oder Kambodscha erzeugt und unter Trump hat sich daran gar nichts geändert - und von so was wie dem Swiss Pass und den damit zugänglichen Dienstleistungen kann Herr und Frau Amerikaner nur träumen.
    • Cityslicker 01.03.2020 17:55
      Highlight Highlight @Peter: Wenn du meinst?! In der Realität sind sogar Trumps MAGA-Kappen Made in China...
    • Butzdi 01.03.2020 19:36
      Highlight Highlight @Peter: bisschen naiv was du da rauslässt. Trump stellt privat illegale in seinen Hotels an und produziert sein Merchandising Schrott in China. Auf Landesebene sind alle Sachen die eh ins Ausland gehen sollten trotz Trump ins Ausland. Musst halt seine Lügen nicht einfach so in dich aufsaugen.
  • Töfflifahrer 01.03.2020 16:23
    Highlight Highlight Aber wehe wir kaufen im nahen Ausland ein!
    • ursus3000 01.03.2020 16:52
      Highlight Highlight Hatest Du mal Probleme deswegen oder ein schlechtes Gewissen ?
  • Nora Flückiger 01.03.2020 16:15
    Highlight Highlight Ah ja, ok ob es da wohl billiger ist?
    Aber wenn unsereins mit wenig Gehalt in Deutschland Einkaufen geht, dann ist das nicht in Ordnung. (Einkaufstourismus, Schweizerwerte und so)
    • sowhat 01.03.2020 18:33
      Highlight Highlight Das eine wie das andere ist nicht in Ordnung
    • DerTaran 01.03.2020 20:31
      Highlight Highlight Beides ist in Ordnung, mit unserem positiven Aussenhandel sind wir Profiteure, egal ob die SBB in Deutschland kauft, oder Nora.

      Stell dir vor, wie unser Land aussehen würde, wenn unsere Industrie nicht mehr ins Ausland verkaufen dürfte?

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