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Ein wenig mehr Geld in der Tasche: Zwischen 2012 und 2014 stieg der Medianlohn in der Schweiz real um 1,5 Prozent.<br data-editable="remove">
Ein wenig mehr Geld in der Tasche: Zwischen 2012 und 2014 stieg der Medianlohn in der Schweiz real um 1,5 Prozent.
Bild: KEYSTONE

Jeder zweite Schweizer verdient pro Monat mehr als 6189 Franken brutto

30.11.2015, 11:3930.11.2015, 12:18

Die Unterschiede zwischen den höchsten und niedrigsten Löhnen in der Schweiz gehen zurück. Gleichzeitig sind die Durchschnittslöhne von 2012 bis 2014 real um 1,5 Prozent gestiegen.

Nominal betrug der Anstieg im gleichen Zeitraum 1,2 Prozent, wie aus den ersten Ergebnisse der Lohnstrukturerhebung hervorgeht, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag vor den Medien in Bern präsentierte. Demnach betrug der Medianlohn in der Privatwirtschaft im vergangenen Jahr 6189 Franken.

Boni gehen zurück

Wie die Statistik zeigt, ist der Anteil der Boni an den Gehältern von Kaderleuten von 2008 bis 2014 zurückgegangen, von 13'075 Franken auf 8347 Franken. Topmanager, das heisst die am besten bezahlten 10 Prozent des oberen Kaders, verdienten im vergangenen Jahr 18'939 Franken. Das sind fast 20 Prozent weniger als noch 2012.

Gleichzeitig ist auch der Anteil der Tieflöhne von 10,1 Prozent im Jahr 2008 auf 8,9 Prozent leicht zurückgegangen. 2014 gab es demnach in der Schweiz - auf eine Vollzeitstelle hochgerechnet - rund 256'000 Stellen, bei denen der monatliche Bruttolohn weniger als 4126 Franken betrug.

Auch in den Tieflohnbranchen wie zum Beispiel der Gastronomie sind die Löhne leicht gestiegen.<br data-editable="remove">
Auch in den Tieflohnbranchen wie zum Beispiel der Gastronomie sind die Löhne leicht gestiegen.
Bild: KEYSTONE

Insgesamt schloss sich von 2008 bis 2012 die Lohnschere, das heisst der Gesamtabstand zwischen den höchsten und niedrigsten Löhnen vom Faktor 2,8 auf den Faktor 2,6. Während die Saläre der 10 am besten bezahlten Prozent der Personen in diesem Zeitraum um 3,6 Prozent anstieg, war die Zunahme bei den 10 am tiefsten entlöhnten Prozent der Arbeitnehmenden mit 9,1 Prozent deutlich stärker.

Pharmaindustrie zahlt die besten Löhne

Am meisten verdienten Arbeitnehmende in Branchen mit hoher Wertschöpfung, namentlich in der Pharmaindustrie (9694 Franken), im Bankenwesen (9549 Franken), in der Forschung und Entwicklung (9004 Franken) sowie bei den Versicherungen (8769 Franken).

Am unteren Ende der Lohnskala figurieren die Branchen «Persönliche Dienstleistungen» (3910 Franken), «Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie» (4333 Franken), «Detailhandel» (4761 Franken) sowie «Herstellung von Nahrungs- und Futtermittel» (5303 Franken).

Der Lohnstrukturerhebung 2014 liegt eine repräsentative Stichprobe bei 32'000 Unternehmen im privaten und öffentlichen Sektor zugrunde und deckt die Löhne von 1,6 Millionen Arbeitnehmenden ab. Nicht erfasst sind die Löhne in der Land- und Hauswirtschaft. (sda/cma)

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