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Patrick Odier tritt als Präsident der Bankiervereinigung zurück



Patrick Odier, member of the expert panel and chairman of the Swiss Bankers Association, speaks to the media during a news conference in Bern December 5, 2014. UBS and Credit Suisse should be subject to a higher leverage ratio, the broadest of capital requirements, the expert panel said on Friday, but stopped short of laying out specifics for Switzerland's two largest banks. REUTERS/Ruben Sprich (SWITZERLAND - Tags: BUSINESS POLITICS HEADSHOT)

Patrick Odier
Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Nach sieben Jahren an der Spitze der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) gibt Präsident Patrick Odier sein Amt ab. Odier habe sich entschlossen, sich am Bankiertag vom 15. September nicht mehr zur Wiederwahl zu stellen.

Das teilte die SBVg am Montag im Anschluss an eine Sitzung des Verwaltungsrats mit. Der Verwaltungsrat habe mit Bedauern und Verständnis zur Kenntnis genommen, dass Odier in Zukunft mehr Verantwortung für die Entwicklung der eigenen Bank übernehmen wolle. Eine Findungskommission des Verwaltungsrates sei mit der Suche nach einem Nachfolger beschäftigt, hiess es.

Der 61-jährige Odier ist Präsident des Verwaltungsrats der Bank Lombard Odier & Co sowie Seniorpartner und geschäftsführender Teilhaber der Lombard Odier Gruppe. Daneben ist er einer von drei Vizepräsidenten des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse.

Den Posten an der Spitze der Bankiervereinigung hatte Odier 2009 von Pierre Mirabaud übernommen. Zu einem Zeitpunkt, als die globale Finanzkrise langsam abebbte und die Schweiz immer stärker unter internationalen Druck geriet, in Steuersachen neue internationale Standards anzuwenden.

Odier setzte sich während seiner Amtszeit für eine Verbesserung der Reputation des Finanzplatzes ein. Dazu brauche es «ein hohes ethisches Verhalten jedes Bankiers» sowie wieder «mehr Bankiers und weniger Banker», hatte er beim Amtsantritt gesagt.

Jüngst hatte Odier in einem Zeitungsinterview vom Bundesrat mehr Werbung für die Schweizer Finanzindustrie im Ausland gefordert. In der Vergangenheit habe der Bund vor allem den Werkplatz vermarktet. Insbesondere in Sachen Freihandelsabkommen könne der Bundesrat mehr tun, sagte Odier Ende Januar in einem Interview mit der Zeitung «Nordwestschweiz». (sda)

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