Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Blick am Abend» wird nicht mehr gedruckt – 11 Jobs gestrichen



Ausgaben der einmaligen Gratiszeitung

Bild: KEYSTONE

Die gedruckte Ausgabe von «Blick am Abend» wird eingestellt: Am 21. Dezember erscheint die letzte Ausgabe der Ringier-Pendlerzeitung. Elf Mitarbeitende sind von der Einstellung betroffen. Der Journalistenverband impressum ist «schockiert».

Nach der Einstellung der Print-Ausgabe werde der Fokus auf das digitale Angebot von «Blick am Abend» gelegt, teilte der Medienkonzern Ringier am Mittwoch mit. Durch die Entwicklung am Schweizer Werbemarkt sei dieser Schritt wirtschaftlich notwendig geworden. Der Wechsel von Lesern und Anzeigenkunden von Print zu Online halte an.

Gleichzeitig mit der Einstellung werden Anpassungen im Newsroom und im Verlag der Blick-Gruppe vorgenommen. Insgesamt sind von der Einstellung der Reorganisation elf festangestellte Mitarbeitende betroffen. Ein Teil des Stellenabbaus erfolgt über Frühpensionierungen. Für die betroffenen Mitarbeitenden kommt der Ringier-Sozialplan zum Tragen.

Alternativmassnahmen prüfen

Der Verband der Journalistinnen und Journalisten, impressum, bedauert die Einstellung des «Blick am Abend», weil ein weiteres redaktionelles Medium verloren gehe, teilte er am Mittwochabend mit.

impressum erwartet, «dass die Mitarbeitenden zu Alternativmassnahmen konsultiert werden, bevor die vorschnell ausgesprochenen Kündigungen umgesetzt werden». Durch den Verzicht auf die Neubesetzung bei Vakanzen sowie Pensenreduktionen finde im Blick-Newsroom bereits seit Monaten ein schleichender Stellenabbau statt.

Zudem ist der Verband «schockiert von der Vorgehensweise von Ringier, dass Stellen abgebaut und Mitarbeitende gekündigt werden, bevor die Belegschaft via ihre Vertreter ordentlich über die Restrukturierung informiert und zu Alternativen konsultiert worden ist». Dies entspreche nicht den Gepflogenheiten in der Branche, heisst es in der Mitteilung.

Onliner nicht betroffen

Die Online-Mitarbeitenden sind von der Einstellung der Printausgabe nicht betroffen. Sie erstellen weiter Inhalte für blickamabend.ch und die Social-Media-Auftritte. Gemäss Mitteilung haben die Social-Media-Auftritte des «Blicks am Abend» rund 800'000 Interaktionen pro Monat.

Die Gratiszeitung «Blick am Abend» war am 2. Juni 2008 erstmals erschienen. Das neue Abendblatt löste damals die Gratiszeitung «Heute» ab, welche von Ringier im Jahr 2006 lanciert worden war. Der «Blick am Abend» erscheint in einer Auflage von über 220'000 Exemplaren in fünf Regionen. (whr/sda)

Ich habe keine Angst vor Kühen. Sicher nicht

Play Icon

Video: watson/Emily Engkent

Die guten alten Zeiten

Kabul 1967: So schön war Afghanistan, bevor es vom Krieg zerrissen wurde

Link to Article

Bilder, die traurig – und zugleich hoffnungsvoll stimmen: So schön war es in Aleppo, Homs und Rakka vor dem Krieg

Link to Article

Vorher-nachher-Bilder aus Syrien: Geschichte in Trümmern 

Link to Article

Mossul-Talsperre: «Nur Gott weiss, wann der Damm bricht»

Link to Article

Abonniere unseren Newsletter

20
Bubble Diese Diskussion wurde geschlossen.
20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Philu 28.11.2018 19:14
    Highlight Highlight War im Sommer immerhin noch nützlich um sich Wind zuzufächern ;-)
  • Cpt Halibut 28.11.2018 17:36
    Highlight Highlight Gottseidank. So kann die Volksverblödung ein wenig gebremst werden. Das war ja ein unerträgliches Schundblatt.
  • Sauäschnörrli 28.11.2018 17:02
    Highlight Highlight Wow, was hab ich jetzt wieder falsch gemacht.
  • E Gauer 28.11.2018 16:35
    Highlight Highlight Mit was soll ich jetzt die SBB-Sitze abdecken um meine Füsse hochzulagern?!?
    Ach ja, 20 Minuten gibts ja noch..
  • Skeletor82 28.11.2018 16:32
    Highlight Highlight Zuerst einmal schade für die Angestellten. Ein Printmedium weniger ist schade, und wer sich mit den Artikeln auseinandersetzt merkt, dass sehr wohl viele Eigengeschichten drin sind (vornehmlich im Sport).

    Aber insgesamt darf der Onlinetrend ruhig weitergehen.

  • Biotop 28.11.2018 16:30
    Highlight Highlight So ein Zufall? Per Ende Jahr wird das Druckzentrum Adligenswil stillgelegt, so wie seit bereits 3 Jahren geplant. In spätestens 2 Jahren gibt es hierzulande keine gedruckten Tageszeitungen mehr, auch nicht für Abonnenten. Es werden dann aber wesentlich mehr Arbeitsplätze betroffen sein, insbesondere auch in der Papierindustrie (Papierfabrik Perlen). Der Rohstoff für Zeitungspapier wächst zudem nicht in einheimischen Wäldern.
  • Dr. oec. 28.11.2018 16:29
    Highlight Highlight Hoffentlich zieht 20min bald nach.
  • Lörrlee 28.11.2018 16:22
    Highlight Highlight Ein kleiner Schritt für Blick am Abend, ein grosser Schritt für die Menschheit
  • Lörrlee 28.11.2018 16:21
    Highlight Highlight Ach wie schade. Dabei lese ich doch so gerne Blick am Abend, so informativ, so lehrreich, such wow, much important!

    Wayne juckt's
  • Trashbag 28.11.2018 15:56
    Highlight Highlight Wohin soll ich jetzt nur mit meinen Füssen im Zug?
    • Lörrlee 28.11.2018 16:34
      Highlight Highlight Gibt noch 20 Minuten
  • alfredos 28.11.2018 15:51
    Highlight Highlight Ein Schlag für die Altpapierindustie!
  • meine senf 28.11.2018 15:49
    Highlight Highlight Erfreulich.

    Sicher werden einige das Online-Angebot lesen. Aber die 9/10 die es einfach lesen, weil es halt gerade rumliegt, fallen weg oder werden teilweise auch andere Plattformen anschauen. Von dem her fördert das sogar die Medienvielfalt.
  • Repplyfire 28.11.2018 15:49
    Highlight Highlight Für die elf Angestellten sicher unangenehm. Für die Welt jedoch ein wahrlich kleiner Verlust
  • MitchMossad 28.11.2018 15:48
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass die betroffenen nun einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen werden!
    Ach, 20 minuten, nehmt euch ein Beispiel daran! 😈😂
  • djortsch 28.11.2018 15:47
    Highlight Highlight Ich hatte damals wirklich eine gute Idee, welche Bernhard dann umgesetzt hat - die Abendzeitung war für mich ein toller Erfolg und eine gute Sache
  • Posersalami 28.11.2018 15:32
    Highlight Highlight Endlich weniger Müll im Zug am Abend!

  • Fanta20 28.11.2018 15:30
    Highlight Highlight Für die Welt wahrlich kein Verlust
  • ClownNr 28.11.2018 15:24
    Highlight Highlight Die Natur freuts...
    • Biotop 28.11.2018 18:54
      Highlight Highlight Schadenfreude ist gemäss ClownNr offensichtlich die schönste Freude. Der Rohstoff für Papier wird nicht aus natürlich gewachsenen Wäldern gewonnen.

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Einst bot er Forschern in der Arktis Schutz vor Kälte, in den letzten Wintersaisons prägte er modisch Schweizer Stadtbilder – der pelzbesetzte Parka, besonders derjenige der Marke Canada Goose. Nun flaut der haarige Hype ab. 

Er war der grosse Renner der letzten Schweizer Winter: der Jackenhersteller Canada Goose. Hätte man für jede Sichtung dieser omnipräsenten Parkas mit Kojotenkapuze einen Franken gekriegt, hätte man sich selbst bald schon eines der teuren Exemplare leisten können. Und das alles trotz heftiger Kritik der Tierschutzorganisationen.

Diese Saison hatten die Status-Parkas aber einen schweren Start. «Im Vergleich zu 2017 ist der Verkauf der Jacken und Mäntel der Marke stark eingebrochen», sagt …

Artikel lesen
Link to Article