Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIVBILD ZUM RUECKGANG DES VERBRAUCHS VON EINWEG-PLASTIKSAECKLI IM DETAILHANDEL, AM MITTWOCH, 5. JUNI 2019 - Samira Akaouf bedient im Migrolino-Shop an der SOCAR-Tankstelle einen Kunden, aufgenommen am 26. April 2013 an der Hohlstrasse in Zuerich. Die aserbaidschanische Marke SOCAR loest in der Schweiz seit 2012 schrittweise den Brand Esso ab. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Ein Migrolino-Kunde trägt seinen Einkauf im Plastiksack nach Hause (Archivbild 2013). Bild: KEYSTONE

Seit sie nicht mehr gratis sind, ist der Plastiksäckli-Verbrauch um 86 Prozent gesunken



Die Verwendung von Einweg-Plastiksäcklein im Detailhandel sinkt weiter. Sie ging im vergangenen Jahr um weitere 14 Prozent auf knapp 56.57 Millionen Stück zurück, wie die Swiss Retail Federation und die IG Detailhandel Schweiz mitteilten.

Werden die Zahlen mit 2016 verglichen, als die Detailhandelsbranche auf freiwilliger Basis die «Raschelsäckli» nicht mehr gratis abgab, sind über 86 Prozent weniger Plastiksäcke zum Preis von fünf Rappen pro Stück abgesetzt worden.

Das ursprüngliche Reduktionsziel sei damit bereits erheblich übertroffen worden. Der Verbrauch von Einweg-Plastiksäcken an Kassen, an denen hauptsächlich Lebensmittel verkauft werden, sollte bis 2025 um rund 70 bis 80 Prozent verringert werden.

Im Oktober 2016 hatten die Swiss Retail Federation und die IG Detailhandel Schweiz eine «Branchenvereinbarung zur Verringerung des Verbrauchs von Einweg-Plastiksäcken» abgeschlossen, um anstelle eines Verbots einen pragmatischen und kundenfreundlichen Weg zur Verringerung der Plastikabfälle zu finden, wie es in der Mitteilung vom Mittwoch weiter heisst.

Vereinbarung mit rund 30 Unternehmen

Die Vereinbarung sieht vor, dass seit Anfang 2018 keine kostenlosen Einweg-Plastiksäcke mehr an Kassen abgegeben werden. Mittlerweile hätten sich über 30 Unternehmen aus dem Lebensmitteldetailhandel der Vereinbarung angeschlossen.

Die «Raschelsäckli» hatten in der Schweiz auch das eidgenössische Parlament wiederholt beschäftigt. 2012 hatten National- und Ständerat den Bundesrat beauftragt, Wegwerf-Plastiksäcke zu verbieten. Im Herbst 2016 kam das Parlament dann aber auf seinen Entscheid zurück und überliess es dem Detailhandel, dafür zu sorgen, dass weniger Einwegtüten in Umlauf kommen. (cbe/sda)

Die fünf grössten Plastiksünder am Mittelmeer

Diese 3 Zürcher wollen das Mittelmeer vom Plastik befreien

Play Icon

Kampf gegen den Plastik

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

Link zum Artikel

So sehen die Regale aus, wenn man Produkte mit Mikroplastik entfernt

Link zum Artikel

In diesen 7 Ländern und Städten herrschen bereits Plastikverbote

Link zum Artikel

Der Kampf gegen den Plastikmüll nimmt zu – eine dieser 8 Massnahmen könnte es richten

Link zum Artikel

Kampf gegen den Plastik

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

78
Link zum Artikel

So sehen die Regale aus, wenn man Produkte mit Mikroplastik entfernt

62
Link zum Artikel

In diesen 7 Ländern und Städten herrschen bereits Plastikverbote

20
Link zum Artikel

Der Kampf gegen den Plastikmüll nimmt zu – eine dieser 8 Massnahmen könnte es richten

45
Link zum Artikel

Kampf gegen den Plastik

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

78
Link zum Artikel

So sehen die Regale aus, wenn man Produkte mit Mikroplastik entfernt

62
Link zum Artikel

In diesen 7 Ländern und Städten herrschen bereits Plastikverbote

20
Link zum Artikel

Der Kampf gegen den Plastikmüll nimmt zu – eine dieser 8 Massnahmen könnte es richten

45
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

41
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pointer 05.06.2019 14:42
    Highlight Highlight Habe gestern wieder mal eines gekauft. Insgesamt ist mein Plastiksäckli-Verbrauch aber wohl um mehr als 86 % zurückgegangen.
  • Chili5000 05.06.2019 14:18
  • Sagittarius 05.06.2019 14:17
    Highlight Highlight Ist schon eine Lösung für die Plastikverpackung bei ganzen Frischwaren (ungeschnittenes Gemüse&Früchte) in Aussicht?
  • Randy Orton 05.06.2019 13:54
    Highlight Highlight Kann mal einer der FDP-Heinis, die immer behaupten solche Abgaben nützten nichts, dazu Stellung nehmen?
    • Chili5000 05.06.2019 14:11
      Highlight Highlight Es nützt auch nix. Man nimmt einfach die Plastiksäckli aus der Gemüseabteilung, Gratis...
    • loquito 05.06.2019 15:16
      Highlight Highlight Chili5000 wer macht das? Da müssten die Rollen ja immer leer sein
  • Mirko Timm 05.06.2019 13:49
    Highlight Highlight Auf Hawaii kosten die plastiksäcke seit 2017 glaub 15 Cent. Aber die halten wenigstens was aus und sind sehr oft wieder verwendbar. Nicht wie die plastiksäcke für 5 rappen hier oder gar die papiertüten
    • atomschlaf 05.06.2019 14:43
      Highlight Highlight Die Papiersäcke für 25/30 Rappen halten einiges aus, solange sie trocken bleiben.
      Die kann man für viele Einkäufe wiederverwenden.
  • Meiner Einer 05.06.2019 13:23
    Highlight Highlight Und da soll noch einer behaupten, Lenkungsabgaben z.B. auf Benzin etc. nützen nichts. Und da würde man noch den Durchschnitt retour erhalten (während die 5 Rappen pro Säckli beim Händler in der Kasse landen). Deshalb endlich CO2-Lenkungsabgaben einführen!
  • Knety 05.06.2019 13:06
    Highlight Highlight Ich hätte nie gedacht, dass die 5 Rp. einen solchen Effekt haben.
    • loquito 05.06.2019 15:14
      Highlight Highlight Ich auch nicht... Aber ich hatte schon vorher mein Säckli stets dabei...
    • hawaii 05.06.2019 16:33
      Highlight Highlight Ich denke, es liegt nicht nur an den 5 Rappen, sondern dass man einfach vergisst, eines zu kaufen und das dann nicht nachholt.
  • Lucas29 05.06.2019 13:00
    Highlight Highlight am Selfcheckout sind sie immer noch gratis😉
    • Froggr 05.06.2019 14:08
      Highlight Highlight Nein sind sie nicht. Wie viele hast du schon gestohlen? :‘)
    • Aglaya 05.06.2019 14:19
      Highlight Highlight Nur wenn man sie klaut.
    • Lucas29 05.06.2019 18:34
      Highlight Highlight Wieder mal einige die den Witz nicht verstanden haben...
  • RedDeadRedemption1991* 05.06.2019 12:49
    Highlight Highlight Schön zu Lesen. So funktioniert Nachhaltigkeit. Als Angestellter im Detailhandel habe ich mich immer gewundert ab den Mengen an "Raschelsäckli" und für alle die spontan einkaufen gehen, empfehle ich den Jutesack.
  • atomschlaf 05.06.2019 12:41
    Highlight Highlight Na, zeigt doch schön, dass es auch ohne stupide Verbote geht!
    • aglio e olio 05.06.2019 13:06
      Highlight Highlight Ja, wenn es an den Geldbeutel geht. Aber auch nur dann.
    • atomschlaf 05.06.2019 13:11
      Highlight Highlight Naja 5 Rappen pro Säckli ist nicht wirklich "an den Geldbeutel" gehen.
      Zeigt eher, dass schon ganz kleine Anreize viel bewirken können.
    • einmalquer 05.06.2019 13:24
      Highlight Highlight Wenn sie es nicht gemacht hätten, wäre das Verbot gekommen.

      "2012 hatten National- und Ständerat den Bundesrat beauftragt, Wegwerf-Plastiksäcke zu verbieten."

      Erst 2016, unter Verbotsdruck, gab es eine Vereinbarung, Geld für die Säckli zu verlangen.

      Somit können Wirtschaftsverbände weiterhin erzählen, alles ginge auch ohne Verbote und alles wäre auf freiwlliger Basis auch möglich.

      Augenwischerei - mehr nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 05.06.2019 12:40
    Highlight Highlight Also nichts gegen die Aktion Plastiksäcke bezahlen zu müssen.
    Aber die 86% scheinen mir doch als Good News masslos übertrieben.
    In der gleichen Zeit gab es mehr Plastikverpackungen in vielen Bereichen, insbesondere beim Gemüse.

    Ich schätze mal, dass der Plastikverbrauch der Grossverteiler insgesamt zugenommen hat.

    Man sollte sich immer die ganze Situation anschauen...
    • atomschlaf 05.06.2019 14:45
      Highlight Highlight Beim Gemüse sind die Verpackungen oft sinnvoll, weil sie die Haltbarkeit massiv verlängern und dadurch viel weniger weggeworfen werden muss.
    • Rabbi Jussuf 05.06.2019 15:54
      Highlight Highlight atomschlaf
      Stimmt. Aber es braucht keine Plastikschalen für Kopfsalat, Äpfel, Salami, Kartoffeln, etc.
      Grade da nehmen die Verpackungen zu.
    • atomschlaf 05.06.2019 16:16
      Highlight Highlight @Jussuf: Die meine ich auch nicht.
      Ich meine z.B. Broccoli, Blumenkohl oder Gurken in Plastikfolie.
  • Mutbürgerin 05.06.2019 12:31
    Highlight Highlight Geld reguliert alles. Nur Asyl ist in der Schweiz noch gratis.
  • ingmarbergman 05.06.2019 12:30
    Highlight Highlight Schade dass wir in einer Welt leben, in der alles nur dank Verboten eine Wirkung hat.
    Weil die Menschen sich wie Kinder benehmen, wird es weitere Verbote brauchen:
    - Littering
    - Rauchen
    - Benzinautos
    - Tierschutz (Billigfleisch)
    - etc etc etc
    • Snowy 05.06.2019 13:32
      Highlight Highlight Genau so ist es. Leider.

      Das mag aber niemand gerne (siehe Blitzer).
    • Snowy 05.06.2019 13:42
      Highlight Highlight Präzisierung: Verbote nur als ultimo ratio, meist genügend monetäre Anreize (wie das Plastiksack-Bsp zeigt).
    • atomschlaf 05.06.2019 14:46
      Highlight Highlight Nein, ingmarbergman, das Beispiel zeigt eben gerade auf, wie man ohne Verbote sehr viel erreichen kann.
  • Clife 05.06.2019 12:22
    Highlight Highlight Persönlich hoffe ich doch sehr, dass der Preis nochmal angehoben wird bei Einweg-Plastiksäckli (Etappenweise bis 20 Rp.). Sehe immer mehr Leute, wie sie ihre eigenen Taschen mitnehmen und das finde ich top :)
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 05.06.2019 13:33
      Highlight Highlight Wie genau begründen Sie ihre Forderung? Man könnte sonst Peitschenhiebe fordern. Wirkt sicher und Verbrauch geht um 99% zurück. Wären Sie dann zufrieden?
  • Snowy 05.06.2019 12:17
    Highlight Highlight Diese Zahlen ab jetzt bitte allen um die Ohren knallen, welche sagen es braucht beim Umweltschutz keine monetären Anreize...

    My ass!

    NUR mit monetären Anreizen funktioniert Umweltschutz wirklich.

    Jahrelang hat man Kampagnen gefahren, man soll doch bitte selber eine Tasche zum Einkaufen mitbringen - NICHTS hat sich geändert.

    Einführung von 5 Rappen (!) Sackgebühr - Zack minus 80% Säckli.

    Wir Menschen müssen es leider auf die harte Tour "lernen". Sad but true.
    • Alphonse Graf Zwickmühle 05.06.2019 13:27
      Highlight Highlight 5 Rappen gleich harte Tour? Bist du da nicht ein wenig über's Ziel geschossen?
    • boexu 05.06.2019 13:36
      Highlight Highlight Von diesen jahrelang gefahrenen Kampagnen hab ich nie was mitbekommen... wann/wo gab's denn die? Waren die so schlecht?
    • Froggr 05.06.2019 14:11
      Highlight Highlight 5 Rappen sind schon hart. Es schmerzt mir jedes mal wenn ich wieder eins kaufen muss. Monetäre Anreize finde ich gut. Dann haben Reiche endlich wiedermal Vorteile gegenüber Durchschnittsverdienern.
    Weitere Antworten anzeigen

Pyroplastik – diese neuentdeckte Form von Plastikmüll sieht aus wie Steine

Plastikmüll ist eine Plage, derer wir uns in den letzten Jahren verstärkt bewusst geworden sind. In den Ozeanen treiben riesige Mengen Plastik – und manches davon wird Jahrhunderte brauchen, um sich zu zersetzen. Als wäre das noch nicht schlimm genug, schlagen nun Wissenschaftler im Fachmagazin «Science of the Total Environment» Alarm: Sie sind auf Plastikmüll gestossen, der sich kaum von Steinen unterscheiden lässt – und der teilweise mit Schwermetallen belastet ist.

Der Umweltwissenschaftler …

Artikel lesen
Link zum Artikel