Schweiz
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Spitaldirektor in der Waadt tritt nach Finanzfiasko zurück



Ein finanzieller Notfall: das Westschweizer Spital Riviera-Chablais In Rennaz VD.

In Nöten: Das Spital in Rennaz. Bild: KEYSTONE

Das finanzielle Fiasko des Waadtländer Spitals in Rennaz hat personelle Konsequenzen. Der zuletzt scharf kritisierte Spitaldirektor, Pascal Rubin, tritt zurück.

Rubin habe sich für diesen Schritt entschieden, weil die Diskussion um den Zustand des Spitals eine sehr persönliche Wendung genommen habe, teilte der Spitalverbund Riviera-Chablais (HRC) am Donnerstag mit. Dies schaffe nicht die Bedingungen, die für die finanzielle Erholung der Klinik notwendig seien.

Das Spitalnetz Riviera-Chablais ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kantone Waadt und Wallis. Das neue Spital, das erst im vergangenen November seine ersten Patienten behandelt hat, befindet sich in argen finanziellen Schwierigkeiten.

Die Kantone Waadt und Wallis haben ihm kürzlich eine Kreditgarantie von 80 Millionen Franken gewährt. Ohne dieses Geld hätte ab Mitte Jahr ein Zahlungsausfall bei den Löhnen der rund 1500 Angestellten und den Lieferantenrechnungen gedroht.

Loch in der Kasse

Das Spital rechnet mit einem Defizit von 17,9 Millionen Franken in der Jahresrechnung 2019 statt der budgetierten 6 Millionen Franken. Ebenso rot präsentieren sich die Aussichten für das laufende Jahr mit einem erwarteten Minus von 16,9 Millionen Franken.

Nach scharfer Kritik: Spitaldirektor Pascal Rubin tritt zurück. (Archivbild)

Pascal Rubin. Bild: sda

Eine Ursache für die Misere sind die aus dem Ruder gelaufenen Baukosten für den Neubau in Rennaz. 2012 wurden diese auf 353 Millionen Franken geschätzt. Die endgültigen Gesamtkosten dürften sich auf knapp 440 Millionen Franken belaufen.

Rubin war im Januar 2014 zum Spitaldirektor ernannt worden. Er leitete das Projekt, das zur Gründung des neuen Spitals in Rennaz führte. Dabei wurden fünf Spitäler in der Region zusammengelegt.

Das Spital in Rennaz stand von Anfang an unter einem schlechten Stern. Noch bevor die finanziellen Probleme bekannt wurden, gab es Kritik wegen Problemen mit Absenzen und zahlreichen Rücktritten. (aeg/sda)

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