Schweiz
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Verlotterte Problemhäuser locken Sozialfälle nach Zürich: «Die Wohnungen sind quasi Durchlauferhitzer»

Der Zürcher Sozialvorsteher Raphael Golta (SP) will gegen Lotterliegenschaften, in denen überteuerte Zimmer an Sozialfälle vermietet werden, vorgehen.

Sie seien menschenunwürdig und ein Problem für die Stadt, sagt er in der «NZZ am Sonntag». «Bei diesen Liegenschaften ist die Gefahr gross, dass sie Leute aus einem grossen Einzugsgebiet in die Stadt locken. Sie sind für diese der Eingang in die Stadt», sagt Golta. Von dort zögen sie weiter, sobald sie etwas Besseres fänden. «Die Wohnungen sind quasi Durchlauferhitzer», sagt er. Das will die Stadt möglichst verhindern, da mit jedem zugezogenen Sozialhilfebezüger die Belastung der Stadtkasse zunimmt.

Mietwucherer in U-Haft

«Wir haben keinerlei Interesse daran, dass man diese Situation aufrechterhält», sagt Golta. Schliesslich habe man genug zu tun, die bereits ansässigen Fälle zu betreuen. «Auf die wollen wir fokussieren und ihnen ein anständiges Leben ermöglichen.»

Diese Woche hat die Polizei eine Razzia in drei solchen Liegenschaften durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mietzinswucher. Vier Personen sitzen in Untersuchungshaft.

Golta begrüsst das, sagt aber auch: «Mit einem Strafverfahren allein hat man noch keine Kakerlake entfernt und noch keine Wand neu gestrichen.» Die Stadt will darum mit eigenen Leuten in den Liegenschaften aufräumen. Und sie führt regelmässige Kontrollen in gemeldeten Häusern durch. Zudem unterstützt sie zwei Mieter in rechtlichen Schritten gegen ihren Vermieter.

Razzia wegen Mietwucher

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    Alle Leser-Kommentare
  • dnsd 25.10.2015 09:01
    Highlight Highlight Ob dies eine gute Idee für die Interessen der SP ist? Die Andiedelung von Sozialhilfebezügern und Genossenschaftsbewohner hat der SP seit Jahren Wahlsiege gebracht! Wer beisst schon die Hand die ihn füttert?
    7 10 Melden
    • stadtzuercher 25.10.2015 09:32
      Highlight Highlight der mietwucherer ist mitglied im hauseigentümerverband HEV, welcher von bürgerlichen politikern lobbyiert und politisch vertreten wird - der präsident von hev schweiz ist der zürcher svp-nationalrat egloff. es sind diese leute, die politisch gegen mieteranliegen ins feld ziehen, um den spekulanten mehr rendite zu ermöglichen. interessant wäre ja mal eine stellungsnahme aus der hauseigentümerverbands-lobby, wie sie zu solchen abzockern in ihren reihen stehen. ob sie ihm gar applaudieren -gut gemacht!-, wie clever sie mieter und den staat abgezockt haben.
      7 3 Melden
    • atomschlaf 25.10.2015 10:07
      Highlight Highlight Vielleicht hat man angesichts der sich verdüsternden Finanzlage auch bei der SP gemerkt, dass es besser ist, wenn gute Steuerzahler statt Sozialfälle in die Stadt ziehen.
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Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

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