Schweiz
Luftfahrt

Flughafen Zürich: Gäste waren nachts ausgesperrt

Panne am Flughafen Zürich: Gäste waren nachts ausgesperrt

Flugpassagiere, die am späten Freitagabend in Zürich landeten, standen plötzlich vor einer verschlossenen Tür. Zu ihrem Glück entdeckten drei Flughafenmitarbeiter die wartende Menge. Das hätte das Ende der Geschichte sein können – war es aber nicht.
15.10.2018, 10:5715.10.2018, 10:57
ARCHIV - ZU DEN HALBJAHRESZAHLEN DER SWISS, AM DIENSTAG, 31. JULI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG ---- Passengers queue in the check-in hall 1 at Zurich Airport, pictured ...
Nach der Landung in Zürich wartete eine Extrarunde auf die Passagiere, die aus Berlin anreisten.Bild: KEYSTONE

Schnell ins Hotel oder nach Hause: Das wollten wohl die Easyjet-Passagiere, die am Freitag von Berlin Tegel nach Zürich flogen und pünktlich um 22.50 Uhr landeten. Doch daraus wurde nichts: Probleme am Flughafen verhinderten die zügige Weiterreise.

Nachdem zwei Busse die Passagiere vom Aussenstandplatz zum Eingang der Zollhalle 2 gefahren hatten, öffnete sich die erste Glastür der Schleuse – nicht aber die zweite. Die müden Passagiere hätten erfolglos alle möglichen Schalter und Knöpfe gedrückt, schreibt der «Tages-Anzeiger». Eine betroffene Passagierin sagt zur Zeitung: «Die Leute wollten bloss nach Hause und nicht halb auf dem Rollfeld übernachten.»

Drei Flughafenmitarbeiter entdeckten die Passagiere auf ihrem Heimweg. Sie meldeten den Fall der Betriebsleitzentrale, die zwei Busse schickte, um die Wartenden abzuholen. Diese wurden zum Terminal A gefahren, das noch offen hatte. Das Gepäck drehte allerdings in der anderen Zollhalle seine Runden auf dem Rollband. Einheimische zeigten den Passagieren schliesslich den Weg dorthin. Wartezeit und Extrarunde brockten den Fluggästen 30 Minuten Verspätung und verpasste Züge ein.

Ein Flughafen-Mitarbeiter erklärt die Panne an der Tür gegenüber «Tages-Anzeiger» mit einem technischen Defekt. Vor zwei Wochen war es bereits einmal zu einem solchen Vorfall gekommen. Damals habe der Sicherheitsdienst die Tür zu früh geschlossen. Sonst kenne man keine Probleme mit der Schleuse, weshalb es keine Gegensprechanlagen und Alarmknöpfe gebe. Der Mitarbeiter sagt weiter, die Angestellten, die sich um verlorenes Gepäck kümmern, gingen erst nach Betriebsschluss nach Hause. Der Flughafen habe ausserdem Polizei, Grenzkontrolle und Nachtportiers im Einsatz. (mwa)

8 Leute, die auch finden, dass Zürich zum Kotzen ist

Video: watson/Emily Engkent
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Mehr als die 13. AHV: Bundesrat rechnet vor, was Ja zur 10-Millionen-Schweiz kosten könnte
Ein Ja zur SVP-Initiative wird teuer: Es belastet AHV und öffentliche Finanzen. Entlastungen beim Wohnen, der Infrastruktur und der Natur wiegen das nicht auf. Das rechnet der Bundesrat in einem neuen Bericht vor.
Bestellt wurde der Bericht schon 2024 von Pascal Broulis: «Der Bundesrat wird beauftragt, in einem eigens dafür erstellten Bericht zu untersuchen und zu modellieren, wie sich eine auf 10 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner begrenzte Schweiz auswirken würde», wollte der Waadtländer FDP-Ständerat wissen. Im September 2025 hakte die Aargauer Ständerätin Marianne Binder (Mitte) nach. Sie legte in ihrem Postulat das Augenmerk auf die «Kosten und Nutzen der Arbeitsmigration für die Schweiz».
Zur Story