Schweiz
Zürich

Kantonsrat Zürich: Zimmer sollen kleiner als 10 Quadratmeter sein dürfen

ARCHIV --- ZUM REFERENZZINSSATZ ALS BERECHNUNG DER MIETEN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Miethaus an der Scheuchzerstrasse im Zuercher Kreis 6 am Montag, 12. Dezember 2011. (KEYST ...
Miethaus im Zürcher Kreis 6. (Archivbild)Bild: KEYSTONE

Zimmer sollen kleiner als 10 Quadratmeter sein dürfen, finden Bürgerliche im Kanton Zürich

Mit einer parlamentarischen Initiative wollen SVP, GLP und FDP die Mindesthöhe sowie die Mindestfläche von Räumen streichen.
09.01.2024, 10:0109.01.2024, 14:42
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Das kantonale Planungs- und Baugesetz umfasst rund 360 Paragrafen. Zwei davon stören bürgerliche Parteien im Kanton Zürich. «Unnötige Bauvorschriften» sollen gestrichen werden, wenn es nach ihnen geht. Konkret geht es unter anderem darum, dass ausser in Einfamilienhäusern und vergleichbaren Wohnungsarten keine Räume, die kleiner als zehn m² sind, erlaubt sind, wie der Tages-Anzeiger schreibt.

Doch auch die Raum-Mindesthöhe soll fallen – bisher liegt sie bei 2,4 respektive 2,3 Metern in Kernzonen.

SVP-Kantonsrat Urs Waser aus Langnau am Albis sagte am Montag dazu, diese Bestimmungen seien «überholt» und verhinderten innovative Raumlösungen. Er selbst sei in einem Zimmer mit weniger als zehn m² aufgewachsen.

«Geschadet hat's mir nicht.»
Urs Waser, SVP

Mitte-Kantonsrätin Marzena Kopp nannte Tiny Houses, Homeoffice und Musikzimmer als Gründe, die heutigen Regelungen zu überdenken.

Von links gab es Kritik. SP-Kantonsrat Andrew Katumba ist auch der Ansicht, dass das Planungs- und Baugesetz überarbeitet werden soll. Mit «chirurgischen Eingriffen» riskiere man jedoch «gravierende Folgen für die Wohnbevölkerung». Die heutige Regelung sei zum Schutz der Menschen eingeführt worden. Kleinere Räume brauchten im Verhältnis mehr Licht.

Grünen-Kantonsrat Thomas Schweizer zufolge wären eher Maximalflächen sinnvoller. Er fragte:

«Werden die Leute etwa kleiner?»
Thomas Schweizer, Grüne

Doch die parlamentarische Initiative wurde mit 103 Stimmen vorläufig unterstützt, nötig wären nur 60 gewesen. Dagegen waren neben SP und Grünen auch EVP und AL.

(rbu)

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338 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Darkside
09.01.2024 11:02registriert April 2014
"Geschadet hat's mir nicht".
Doch, er ist schliesslich in der SVP.
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Massalia
09.01.2024 10:15registriert Juni 2021
Klar, dann können die Mieter noch mehr abgezockt werden. Die Gier der HEV- Lobbyisten SVP und FDP kennt keine Grenzen. Und das in Zeiten, in denen eg schon manch ein Mieter unter dem Druck der Mietzinsen zu kollabieren droht. Anstand, Moral oder Schamgefühl scheint da nicht vorhanden zu sein. Die Kuh wird weiter gemelkt.
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Lai Nair
09.01.2024 10:19registriert Dezember 2016
und würden diese "Politikerinnen und Politiker" sich mit einer derartigen Besenkammer als Wohnort zufrieden geben?
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