Luxuswohnungen im ehemaligen Swissôtel in Zürich Oerlikon sind seit Monaten leer
Neben dem Bahnhof Oerlikon in Zürich Nord steht das Hochhaus «OerlikonOne». In diesem war einst das Swissôtel.
Heute werden die ehemaligen Hotelzimmer des Swissôtel als Wohnungen und einzelne Zimmer vermietet. Doch meist scheint es dunkel zu sein im 25-stöckigen Hochhaus. Dies berichtet der «Tages Anzeiger».
Wer zuoberst im «OerlikonOne» wohnen will, bezahlt für eine 3½-Zimmer-Wohnung bis zu 7200 Franken im Monat. Auch für 2½-Zimmer-Wohnungen einige Stöcke tiefer bezahlt man 3400 Franken monatlich. Insgesamt stehen 20 der 124 Wohnungen leer. Gleich viel wie vor einem halben Jahr.
Auch die gegenüberliegende Seite des Bahnhofs Oerlikon hat ein ähnliches Problem. Im Wohnhaus «Living Eleven», das im November 2025 fertiggestellt wurde, sind 40 der 61 Wohnungen frei. Für eine 1½-Zimmer-Wohnung bezahlt man dort rund 2200 Franken.
Dies in einer Zeit, in der im Kanton und vor allem in der Stadt Zürich eine Wohnungsnot herrscht. Anfang Juni 2025 standen lediglich 0,48 Prozent aller Wohnungen leer. Das sind etwa 235 Wohnungen im ganzen Kanton.
Gibt es einen Turnaround bei den Mieten?
Schweizweit sind die Mieten in den letzten zwei Quartalen weniger gestiegen als zuvor, wie der «Tages Anzeiger» schreibt. Im Kanton Zürich sind sie vereinzelt sogar eher zurückgegangen. Dies weise darauf hin, dass die Nachfrage nicht mehr so stark mit dem Angebot Schritt halte wie auch schon. Insbesondere, wenn es um teure Wohnungen gehe. Unter anderem, da die Abnehmer der teuren Wohnungen wählerischer geworden seien.
Ob dies der Grund ist, wieso die Wohnungen im ehemaligen Swissôtel nicht vermietet sind, ist nicht klar. Ebenfalls ungewiss ist, ob die Vermieter des «OerlikonOne»-Hochhauses den Mietenden mit den Preisen entgegenkommen werden, um die Wohnungen vermieten zu können. (nib)
