Schweiz
Zürich

Trauer im Zoo Zürich: Koalaweibchen Pippa lebt nicht mehr

Trauer im Zoo Zürich: Koalaweibchen Pippa lebt nicht mehr

18.05.2021, 11:4118.05.2021, 15:40
Koala Weibchen Pippa lebt seit M
Pippa ist verstorben.Bild: sda

Der Zoo Zürich hat einen weiteren Koala verloren: Das knapp vierjährige Koalaweibchen Pippa wurde am Montagmorgen tot aufgefunden. Das Tier starb vermutlich an einer Leukämie, welche durch ein bei Koalas typisches Retrovirus ausgelöst wird.

Pippa habe seit etwa zwei Monaten an Gewicht verloren, teilte der Zoo am Dienstag mit. Man habe das Koalaweibchen, welches seit 2019 im Zoo Zürich lebte, deshalb in den Hintergrund genommen, um sie besser betreuen und überwachen zu können.

Die massenhafte Vermehrung des Retrovirus schwächt das Immunsystem der Koalas. Dadurch werden sie anfälliger für verschiedene Krankheiten. Eine Leukämie, wie sie bei Pippa vermutet werde, sei eine der häufigsten Retroviren-Folgeerkrankungen bei Koalas. Die genaue Todesursache soll durch eine Autopsie abgeklärt werden.

Nicht der erste Todesfall

Pippa ist nach den beiden Männchen Mikey und Milo bereits das dritte Tier im Zoo Zürich, das an den Folgen des Retrovirus gestorben ist. Es gibt bislang keine Möglichkeit, die Tiere zu heilen. Auch in der wildlebenden Koala-Population in Australien ist das Virus weit verbreitet.

Pippa gebar im vergangenen Jahr Uki, das erste Koala-Jungtier in der Schweiz. Das mittlerweile mehr als ein Jahr alte Tier ist von der Mutter unabhängig und laut Mitteilung wohlauf. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Schlafende Koalas
1 / 13
Schlafende Koalas
Bild: Shutterstock
quelle: shutterstock
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Koala besucht Apotheke, kauft aber keine Medikamente
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Bei der Atomkraft kommt es in der «Arena» zur verbalen Kernschmelze
In der «Arena» diskutierten die Gäste, welche energiepolitischen Schlüsse die Schweiz aus dem Iran-Krieg ziehen soll. Die grossen Emotionen speiste nicht Benzin, sondern Atomkraft. Und der SVP-Vertreter zeigte sich ausnahmsweise mit der EU-Kommissionspräsidentin einverstanden.
Der Iran-Krieg ist nun exakt einen Monat alt. Die Bilanz ist traurig. Er hat laut Zahlen des Roten Kreuzes bisher 1900 Menschen im Iran das Leben gekostet. Mindestens 20'000 weitere wurden verletzt. Zu Hunderten sind Krankenwagen, Gesundheitseinrichtungen und Schulen zerstört worden.
Zur Story