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Stadt Zürich soll medizinisches Angebot für Transmenschen stärken

Stadt Zürich soll medizinisches Angebot für Transmenschen stärken

04.02.2026, 22:1104.02.2026, 22:11
epa10020524 Two women wearing rainbow colored flags hold hands at the the Zurich Pride parade under the slogan 'trans D living diversity' for the rights of the LGBTIQ community, in Zurich, S ...
Symbolbild.Bild: keystone

Das Stadtzürcher Parlament fordert einen einfacheren Zugang für binäre und non-binäre Transmenschen zu medizinischen Angeboten. Die Wartelisten, auch für psychotherapeutische Angebote, seien extrem lang.

Der Gemeinderat überwies das Postulat von Grünen, SP und AL mit 80 zu 29 Stimmen. Die SVP kritisierte den Vorstoss. «Wir sprechen hier von kosmetischen Behandlungen, nicht notwendigen Operationen», meinte Attila Kipfer.

Sein Parteikollege Michele Romagnolo forderte «eine verantwortungsvolle Politik, statt medizinischer Eingriffe». Murat Gediz (FDP) verwies darauf, dass doch der Kanton in diesen Fragen zuständig sei.

David Garcia Nuñez (AL) warf den SVP-Gemeinderäten vor, von Sachen zu sprechen, die sie nicht verstehen. «Eine Geschlechtsanpassung ist keine Schönheitsoperation», sagte er. Der Psychiater empfängt in Basel Transmenschen für die geforderten Angebote. Es sei «beschämend», wenn Menschen aus Zürich zu ihm fahren müssten, weil die Wartelisten hier viel zu lang seien. Da das Stadtspital Teil der Verwaltung sei, könne der Vorstoss eingereicht werden.

Ein Postulat, das mehr Beratung für non-binäre und binäre jugendliche Transmenschen forderte, überwies der Gemeinderat bereits im Dezember 2025. Auch dabei hiess es, dass die Wartelisten für die Angebote zu lang seien. Das sei wegen des erhöhten Suizidrisikos dieser Jugendlichen ein Problem.

Non-binäre Menschen identifizieren sich nicht oder nur teilweise mit einem der beiden binären Geschlechter Weiblich oder Männlich. Als Transmenschen wiederum werden Menschen bezeichnet, die sich nicht dem ihnen bei der Geburt zugeordneten Geschlecht zugehörig fühlen. (sda)

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17 Kommentare
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Garp
05.02.2026 00:09registriert August 2018
Die therapeutischen Wartelisten sind für alle sehr lang. Das Zürcher Stadtparlament soll den Blick bitte wieder auf alle richten und nicht nur auf Minderheiten. Es gibt viel zu tun, vorwiegend Identitästspolitik betreiben schadet der Stadt.
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Amarillo
05.02.2026 09:23registriert Mai 2020
Ob der mittlerweile abflauende Hype den Betroffenen wirklich hilft bzw. geholfen hat? Diese nicht zu diskriminieren heisst nicht, einen aktivistischen Wirbel zu veranstalten, der primär der Selbstdarstellung der "AktivistInnen" dient. Wenn schon ansonsten die Therapiebedürftigkeit explodiert, wird es nur schwer möglich sein, die äusserst raren Therapieplätze für ausgesuchte Minderheiten zu erhöhen.
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