Schweiz
Zürich

Studie Nachtsprung: Zürich soll Knotenpunkt für Nachtverbindungen werden

Zürich soll Knotenpunkt für Nacht-Verbindungen werden

02.02.2026, 11:2802.02.2026, 16:21

Zürich soll zum so genannten «Nachtsprung»-Drehkreuz werden, also zum Knotenpunkt für Nachtzüge und Nachtbusse. Dies schlägt eine Studie der Stadt Zürich und von Zürich Tourismus vor.

Der jüngste Klimaschutzbericht der Stadt Zürich vom Dezember zeigte es deutlich: Die Zürcherinnen und Zürcher haben keine Flugscham. Jeder und jede von ihnen absolvierte im Jahr 2024 im Schnitt 2,5 Flüge. Nur gerade ein Sechstel der etwas über 10'000 Flugkilometer pro Person war beruflich bedingt.

In der Studie «Nachtsprung Zürich 2024» schlagen Stadt Zürich und Zürich Tourismus nun vor, Zürich zu einem Knotenpunkt für europäische Nachtverbindungen von Bussen und Zügen zu machen.

62 Prozent würden Nachtzug fahren

«Unsere zentrale Lage im Herzen Europas prädestiniert uns dafür», heisst es in der Studie, die vergangene Woche publiziert wurde. Ziel soll es sein, dass Europa nachhaltig entdeckt wird. Dazu bereit wären gemäss der Studie 62 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer.

Dass heute längst nicht alle 62 Prozent einsteigen, liegt am Angebot. Eine Reise im Nachtzug brauche heute noch eine gesunde Portion Pragmatismus. «Von der Buchung bis zur Ankunft läuft nicht immer alles geschmeidig.» Die Studie betont jedoch, dass ein Wandel spürbar sei.

Grosses Potenzial sieht die Studie für Reisen bis 1500 Kilometer, womit zahlreiche europäische Metropolen abgedeckt wären, darunter Berlin, Wien oder Barcelona.

Die Studie schlägt auch vor, das Potenzial der Züge besser zu nutzen. Heutige Nachtzüge würden Platz für etwa 250 Personen bieten. Mit einem so genannten «Jumbo-Konzept» könnten 1500 Reisende in einem einzigen Zug transportiert werden. Das sei keine Zukunftsmusik, sondern technisch realisierbar, so die Studie.

Grosses Potenzial sieht die Studie auch in Nachtbussen. Sie könnten Ziele anfahren, die für eine Nachtzug-Verbindung zu wenig attraktiv seien. Zug und Bus gemeinsam können ein dichtes Nachtreise-Netzwerk bilden, das Europa neu verbinde – von Zürich aus. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das Nachtzug-Konzept von Nox
1 / 8
Das Nachtzug-Konzept von Nox

Das Design für den «Double Loft Room» – inklusive Doppelbett.

quelle: noxmobility.com
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Der Bedarf an Nachtzügen steigt
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
89 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Stambuoch
02.02.2026 13:37registriert März 2015
Genau mein Humor. Zürich Tourismus und die Stadt Zürich geben Geld für eine Studie aus, welche aussagt, dass man Zürich zum Zentrum machen soll.
Na, bei dieser Ausgangslage ist das Resultat ja mega überraschend...das ist in etwa so, als würde der Bauernverband eine Studie in Auftrag geben, ob die Bauern noch mehr Subventionen brauchen und dann zum Schluss kommen, dass sie mehr Subventionen brauchen.

Auf diesem Niveau ist diese Studie in etwa zu sehen...
5319
Melden
Zum Kommentar
89
Orell Füssli baut aus und kauft 13 Filialen einer Papeterie-Kette
Der Händler baut seine dominante Position weiter aus. Erst kürzlich musste Konkurrent Ex Libris aufgeben.
Der Buch- und Papeteriemarkt konsolidiert sich weiter: Der Buchhändler Orell Füssli übernimmt die 13 Standorte der A. Köhler AG, einer Papeterie-Kette mit Sitz in Rüti ZH. Das Unternehmen besteht seit 1904 und vertreibt Papeterie- und Büroartikel, Bücher, Spiele und Geschenke. Die Filialen liegen in der Region Zürcher Oberland, am Zürichsee, in der Linthebene und in der Flughafenregion. Ebenfalls zum Unternehmen gehört ein Onlineshop.
Zur Story