Spass
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Diese Geschichte zeigt, warum Roger Moore der grösste James Bond aller Zeiten war



RIP Roger Moore

Die Meinungen über Roger Moores Leistungen als James-Bond-Darsteller gehen auseinander. Viele fanden seine Interpretation des britischen Geheimagenten zu flapsig. Er hatte aber auch eine undankbare Rolle, schliesslich musste er sich als unmittelbarer Nachfolger mit dem «Original»-Bond Sean Connery messen.

Unbestritten aber ist, dass er ein charakterlich warmer Mensch war. Die Anekdote eines Drehbuchautors, die auf Facebook gerade die Runde macht, stellt dies eindrücklich unter Beweis.

(Übersetzung unten)

As an seven year old in about 1983, in the days before First Class Lounges at airports, I was with my grandad in Nice Airport and saw Roger Moore sitting at the departure gate, reading a paper. I told my granddad I'd just seen James Bond and asked if we could go over so I could get his autograph. My grandad had no idea who James Bond or Roger Moore were, so we walked over and he popped me in front of Roger Moore, with the words "my grandson says you're famous. Can you sign this?"As charming as you'd expect, Roger asks my name and duly signs the back of my plane ticket, a fulsome note full of best wishes.

I'm ecstatic, but as we head back to our seats, I glance down at the signature. It's hard to decipher it but it definitely doesn't say 'James Bond'. My grandad looks at it, half figures out it says 'Roger Moore' - I have absolutely no idea who that is, and my hearts sinks. I tell my grandad he's signed it wrong, that he's put someone else's name - so my grandad heads back to Roger Moore, holding the ticket which he's only just signed.

I remember staying by our seats and my grandad saying "he says you've signed the wrong name. He says your name is James Bond." Roger Moore's face crinkled up with realisation and he beckoned me over. When I was by his knee, he leant over, looked from side to side, raised an eyebrow and in a hushed voice said to me, "I have to sign my name as 'Roger Moore' because otherwise...Blofeld might find out I was here." He asked me not to tell anyone that I'd just seen James Bond, and he thanked me for keeping his secret. I went back to our seats, my nerves absolutely jangling with delight. My grandad asked me if he'd signed 'James Bond.' No, I said. I'd got it wrong. I was working with James Bond now.

Many, many years later, I was working as a scriptwriter on a recording that involved UNICEF, and Roger Moore was doing a piece to camera as an ambassador. He was completely lovely and while the cameramen were setting up, I told him in passing the story of when I met him in Nice Airport. He was happy to hear it, and he had a chuckle and said "Well, I don't remember but I'm glad you got to meet James Bond." So that was lovely.

And then he did something so brilliant. After the filming, he walked past me in the corridor, heading out to his car - but as he got level, he paused, looked both ways, raised an eyebrow and in a hushed voice said, "Of course I remember our meeting in Nice. But I didn't say anything in there, because those cameramen - any one of them could be working for Blofeld."I was as delighted at 30 as I had been at 7. What a man. What a tremendous man.

Übersetzung

1983, als Siebenjähriger, in den Zeiten vor den Firstclass-Lounges auf Flughäfen, war ich mit meinem Opa in Nizza und sah Roger Moore Zeitung lesen. Ich habe meinem Opa gesagt, dass ich James Bond gesehen habe und fragte ihn, ob wir zu ihm hin gehen und ihn um ein Autogramm bitten könnten. Mein Grossvater hatte keine Ahnung, wer James Bond oder Roger Moore waren.

Trotzdem gingen wir rüber, er stellte mich vor Roger Moore, und sagte: «Mein Enkel sagt, Sie seien berühmt. Können Sie das bitte unterschreiben?» So charmant, wie es zu erwarten war, fragte Roger nach meinem Namen und setzte seine Unterschrift auf die Rückseite meines Flugtickets – zusammen mit den besten Wünschen. Ich war begeistert, aber als wir zurück zu unseren Sitzen gingen, warf ich einen Blick auf die Unterschrift. Sie war schwer zu entziffern, aber es stand definitiv nicht James Bond drauf. Mein Grossvater las es und konnte es geradeso als «Roger Moore» entziffern. Ich hatte absolut keine Ahnung, wer das war, und meine Herz wurde eng.

Ich sagte meinem Grossvater, dass das Ticket falsch unterschrieben war, dass der Mann einen anderen Namen habe – also ging mein Grossvater zurück zu Roger Moore, in der Hand das Ticket, das er soeben unterschrieben hatte. Ich blieb auf meinem Sitz, während mein Grossvater zu Moore sagte: «Mein Enkel behauptet, Sie haben mit dem falschen Namen unterschrieben. Er sagt, Ihr Name sei James Bond.»

Auf Roger Moores Gesicht machte sich Erkenntnis breit, und er winkte mich zu sich rüber. Als ich bei seinem Knie stand, sah er sich verstohlen um, hob eine Augenbraue und sagte flüsternd: «Ich muss als ‹Roger Moore› unterschreiben, denn sonst findet Blofeld vielleicht heraus, dass ich hier war.» Er bat mich, niemandem zu sagen, dass ich James Bond gesehen hätte, und dankte mir dafür, dass ich sein Geheimnis für mich behielt.

Wir gingen zurück zu unseren Sitzen, und ich konnte meine Nerven vor Freude kaum im Zaum halten. Mein Grossvater fragte mich, ob der Mann nun als James Bond unterschrieben habe. Ich sagte nein, ich hätte es falsch verstanden. Ich war jetzt ein Mitarbeiter von James Bond.

Viele Jahre später arbeitete ich als Drehbuchautor bei einer Aufnahme für die Unicef und Roger Moore stand als Botschafter vor der Kamera. Er war sehr nett und während die Kameramänner ihre Vorbereitungen trafen, sagte ich ihm beiläufig, dass ich ihn einst auf dem Flughafen von Nizza getroffen hätte. Er freute sich, es zu hören, lachte und sagte: «Ich kann mich nicht mehr erinnern, aber ich bin froh, dass Sie James Bond kennengelernt haben.»

Und dann hat er etwas unglaublich Grossartiges gemacht.

Nach den Dreharbeiten lief er zu seinem Auto, passierte mich und blieb stehen, als er auf gleicher Höhe war. Er blickte sich um, hob eine Augenbraue und sagte mit leiser Stimme zu mir: «Natürlich erinnere ich mich an unser Treffen in Nizza. Ich habe vorhin nichts gesagt, weil jeder der Kameramänner für Blofeld arbeiten könnte.»

Ich habe mich mit 30 so fest gefreut wie mit 7. Was für ein Mann. Was für ein grossartiger Mann.

(wst)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen

Diese Doku zeigt eindrücklich, dass es schon längst Verhütungsmethoden für den Mann gäbe

Dieses Jahr wird die Antibabypille 60. Ein Arte-Dokumentarfilm geht zu diesem Jubiläum der Frage nach, wo die Pille für den Mann bleibt. Die ernüchternde Antwort: Sie wäre schon längst hier.

Sie ist klein, aber revolutionär. Sie ist klein, aber war ein wichtiger Bestandteil der Frauenemanzipation. Sie ist klein, aber hat massgebend zur weiblichen sexuellen Selbstbestimmung beigetragen. Die Rede ist von der Antibabypille. Heuer ist es 60 Jahre her, seit das erste hormonelle Verhütungsmittel für die Frau die Welt auf den Kopf gestellt hat.

Anlässlich dieses Jubiläums blickt «Arte» und die Filmemacherin Kirsten Esch in einer Doku auf diese Geschichte zurück und fragt gleichzeitig …

Artikel lesen
Link zum Artikel