Spass
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05782469 A handout photo made available by the Berlinale shows a scene from the film 'On Body and Soul'. The film runs in the official competition of the 67th Berlin Film Festival that runs from 09 to 19 February 2017.  EPA/BERLINALE / HANDOUT Editorial use only in connection to the reporting on the Berlinale 2017 until 15 March. HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Szene aus dem ungarischen Drama «On Body and Soul». Bild: EPA/BERLINALE

Liebe im Schlachthof: Ungarisches Liebesdrama gewinnt den Goldenen Bären



Der Goldene Bär der 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin geht nach Ungarn. Ildikó Enyedis Liebesfilm «On Body and Soul» («Teströl és lélekröl») gewann am Samstagabend den Hauptpreis der Berlinale.

Trailer: «On Body and Soul»

abspielen

Video: YouTube/TABOO: Indie Film Trailers

Das gab die internationale Jury unter Vorsitz des niederländischen Regisseurs Paul Verhoeven («Elle», «Basic Instinct») bekannt. Ungarn holte den Goldenen Bären zuletzt vor 42 Jahren. Die Regisseurin Márta Mészáros gewann die Trophäe im Jahr 1975 für ihren Film für «Die Adoption».

Die Schauspieler-Bären gingen bei der Gala im Berlinale-Palast an den Österreicher Georg Friedrich und die Südkoreanerin Kim Min-hee. Friedrich nahm für seine Rolle in «Helle Nächte» den Silbernen Bären als bester Darsteller entgegen. Er spielt in dem Roadmovie des Berliner Regisseurs Thomas Arslan einen Vater, der sich seinem Teenager-Sohn nach langer Trennung wieder annähern will.

Den Silbernen Bär für die beste Schauspielerin bekam die Südkoreanerin Kim Min-hee. Sie spielt in «On the Beach at Night Alone» («Bamui haebyun-eoseo honja») von Hong Sang-soo eine junge Frau auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und der Liebe.

Regie-Bär für Kaurismäki

Der finnische Kultregisseur Aki Kaurismäki erhielt für sein als Bären-Favorit gehandeltes Flüchtlingsdrama «Die andere Seite der Hoffnung» den Preis für die beste Regie.

epa05792084 A handout photo made available by the Berlinale shows actors Sherwan Haji, Simon Hussein Al-Bazoon and Sakari Kuosmanen in a scene from the film 'The Other Side of Hope'. The film runs in the official competition of the 67th Berlin Film Festival that runs from 09 to 19 February 2017.  EPA/BERLINALE / HANDOUT Editorial use only in connection to the reporting on the Berlinale 2017 until 15 March. HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Szene aus Kaurismäkis «Die andere Seite der Hoffnung». Bild: EPA/BERLINALE

Der Bären-Gewinner «Body and Soul» der 61-jährigen Enyedi erzählt von zwei schüchternen Mitarbeitern eines Schlachthofes in Budapest, die sich zaghaft ineinander verlieben - ein Film voller Poesie, Tragik und Komik.

Eine Frau hatte zuletzt 2009 den Goldenen Bären gewonnen. «Body and Soul» wurde auch mit dem Fipresci-Preis des Internationalen Verbandes der Filmkritik und dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet.

Jury-Preis für «Félicité»

Den Grossen Preis der Jury holte der Franzose Alain Gomis mit seiner im Kongo spielenden Emanzipationsgeschichte «Félicité».

Polens Altmeisterin Agnieszka Holland wurde für ihren Öko-Thrller «Pokot» mit dem Alfred-Bauer-Preis für geehrt, der für einen Spielfilm vergeben wird, der neue Perspektiven eröffnet. Mit dem Silber-Bär für das beste Drehbuch wurden Sebastián Lelio und Gonzalo Maza für den chilenischen Film «A Fantastic Woman» («Una Mujer Fantástica») über eine Transgender-Frau geehrt.

Die Auszeichnung für eine herausragende künstlerische Leistung ging an Dana Bunescu für den Schnitt des psychologischen Liebesdrama «Ana, mon amour» (Regie Calin Peter Netzer/Rumänien).

Erstmals wurde bei der von Anke Engelke moderierten Gala im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz auch ein Silberner Bär für die beste Dokumentation verliehen. Den mit 50'000 Euro dotierte Preis gab es für «Ghost Hunting» («Istiyad Ashbah») des palästinensischen Regisseurs Raed Andoni. Der Film lief in der Reihe Panorama Dokumente.

Im Berlinale-Wettbewerb konkurrierten 18 Filme aus aller Welt. Bei dem elftägigen Festival waren in den verschiedenen Reihen insgesamt knapp 400 neue Regiearbeiten zu sehen. Am Sonntag gehen die Berliner Filmfestspiele mit dem Berlinale-Kinotag zu Ende, an dem noch einmal die Highlights gezeigt werden. (wst/sda/dpa)

BBC-Umfrage: Das sind die besten Filme des Jahrhunderts

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kommentar

Synchronisation sucks – weshalb die Originalfassung immer besser ist

Leute, tut euch einen Gefallen und schaut eure Filme und Serien gefälligst im Originalton.

Bei den Oscars 2020 befand sich das amerikanische Kinopublikum in einer ungewohnten Situation: Der südkoreanische Film «Parasite» hatte eben abgeräumt; unter anderem in der Kategorie «Best Picture» – das erste Mal, dass ein nicht-englischsprachiger Film in dieser Kategorie gewann.

Und nun sah sich die amerikanische Kinowelt mit der Frage konfrontiert, Synchronfassung oder Originalton? Und damit auch mit der übergeordneten Frage: Kann die Synchronfassung dem Originalfilm gerecht werden?

Liebe …

Artikel lesen
Link zum Artikel