«NYT» kürt umstrittenste Bauten der Geschichte – auch Schweizer Architekten dabei
In ihrem Stil- und Luxusmagazin «T Magazine» kürt die New York Times die kontroversesten Gebäude aller Zeiten. Auf dem dritten und achten Platz befinden sich die Erzeugnisse Schweizer Architekten.
Der Turm von Babylon
Mit Gott als Kritiker kommt am biblischen Babelturm kein anderes Konstrukt vorbei. Gemäss der Bibel soll er gar so unzufrieden mit dem Gebäude gewesen sein, dass er allen Babyloniern und Babylonierinnen eine andere Sprache verlieh, wodurch das Infrastrukturprojekt nie den Himmel erreichen konnte und somit unvollendet blieb. Da kann keine Anzahl Unterschriften mithalten.
Casa del Fascio
Das ehemalige Büro der Nationalen faschistischen Partei Italiens sei vom Stil her so was von gar nicht faschistisch. Die faschistische Architektur wollte menschliche Massstäbe übertreffen, das leichte, lichtdurchflutete Gebäude komme jedoch sehr menschlich daher, sagen Experten.
Chandigarh
Nach der Unabhängigkeit Indiens half der Schweiz-Franzose Le Corbusier die Hauptstadt von Punjab zu gestalten und entwarf einige öffentliche Gebäude. Die Ergebnisse hätten jedoch sehr wenig mit dem Leben der Menschen in Chandigarh in Indien gemein gehabt.
Watts Towers
Diese 17 Türme aus Drahtgeflecht, Beton, Stahl, Fliesen und farbigem Glas stehen in Los Angeles. 1959 wurden sie fast abgerissen, seit 1990 gelten sie als nationales historisches Denkmal. Ähm, ja …
Präfekturale Sporthalle Kagawa (Kagawa Prefectural Gymnasium)
Das Gebäude gilt als Meisterstück der japanischen Nachkriegsarchitektur. Trotzdem wollte es die Regierung abreissen, nachdem es als unsicher eingestuft worden war. Dagegen regte sich Widerstand aus der Bevölkerung, weshalb noch unklar ist, was mit der Sporthalle geschehen wird.
Boston City Hall
BRUTALISMUS in den USA.
Gehry-House
Dekonstruktivismus – der Hippie unter den Architekturstilen – will konventionelle Formen brechen. Das hat Frank Gehry mit seinem Haus geschafft.
Elbphilharmonie
Mit einem Budget von 300 Millionen Euro sollte der Bau 2010 vollendet sein. Die Oper wurde jedoch erst 2017 geöffnet und kostete eine Milliarde. Seitdem wird sie angehimmelt.
Ballsaal des Weissen Hauses
Ja, der hat's auch in die Liste geschafft, obwohl es ihn noch nicht gibt. (nil)
