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Selbstverständlich werde er den Nobelpreis annehmen, so Bob Dylan im Interview mit dem «Telegraph».
Selbstverständlich werde er den Nobelpreis annehmen, so Bob Dylan im Interview mit dem «Telegraph».
Bild: JIM LO SCALZO/EPA/KEYSTONE

«The Times They Are a Changin'» – Bob Dylan bricht Schweigen zum Nobelpreis

Der US-Musiker Bob Dylan hat sein wochenlanges Schweigen zum Literatur-Nobelpreis gebrochen. Er sei nach der Verleihung sprachlos gewesen und wolle «nach Möglichkeit» zur Entgegennahme des Preises nach Stockholm reisen, sagte er.
29.10.2016, 01:3229.10.2016, 10:03

«Ob ich den Preis annehme? Selbstverständlich», zitierte ihn das Nobelpreiskomitee in einer in der Nacht zum Samstag verbreiteten Erklärung. Dylan hatte sich bisher nicht zu dem Preis geäussert, was für Unmut gesorgt hatte.

Er werde am 10. Dezember nach Stockholm kommen, sagte er der britischen Zeitung «The Telegraph», die in der Nacht zum Samstag einen Bericht online stellte. «Absolut, wenn es denn möglich ist», wurde der 75-Jährige zitiert.

«Es ist schwer zu glauben», sagte Dylan im «Telegraph» zum prestigeträchtigen Preis. Als er das erste Mal von der Ehrung erfahren habe, sei es «fantastisch, unglaublich» gewesen. «Wer träumt schon von so etwas?» Er sei «sprachlos» gewesen, berichtete das Nobelpreiskomitee. «Ich schätze diese Ehre sehr.»

Zu seinem langen Schweigen zur Verleihung des Preises und zu den nicht beantworteten Telefonanrufen des Nobelpreiskomitees wollte sich Dylan nicht äussern. «Nun, hier bin ich», sagte er lediglich.

Bob Dylans Leben in Bildern

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Bob Dylans Leben in Bildern
quelle: ap / kevork djansezian
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«Habe da keine Meinung»

Ob sein Werk tatsächlich eines Nobelpreises würdig sei oder einem jüngsten Vergleich mit altgriechischer Poesie standhalte, darauf wollte Dylan im Gespräch mit dem «Telegraph» nicht näher eingehen. «Darüber lasse ich andere Leute entscheiden», sagte er. «Die Akademiker sollten das wissen, ich bin dafür nicht wirklich qualifiziert. Ich habe da keine Meinung.»

Dylan hatte den diesjährigen Literaturnobelpreis Mitte des Monats als erster Songschreiber für seine poetischen Neuschöpfungen in der amerikanischen Songtradition bekommen. Dylan sei ein «grossartiger Dichter» und habe den «Status einer Ikone», sagte die Chefin der Schwedischen Akademie, Sara Danius, zur Begründung.

In seiner über ein halbes Jahrhundert langen Karriere wurde Dylan unter anderem mit einem Oscar, Pulitzer-Preis, Polar-Music-Preis und Golden Globe ausgezeichnet. Zu seinen berühmtesten Liedern zählen «Mr. Tambourine Man», «Like A Rolling Stone» und «The Times They Are a-Changin'».

Die mit acht Millionen schwedischen Kronen (rund 830'000 Euro) dotierte Auszeichnung wird am 10. Dezember - dem Todestag des Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel (1833-1896) - gemeinsam mit den anderen Nobelpreisen in Stockholm verliehen. (wst/sda/dpa)

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