Spass
Musik

«The Times They Are a Changin'» – Bob Dylan bricht Schweigen zum Nobelpreis

epa05583516 (FILE) A file picture dated 29 May 2012 shows US folk music legend Bob Dylan in the East Room of the White House in Washington, DC USA. Dylan won the 2016 Nobel Prize in Literature, the Sw ...
Selbstverständlich werde er den Nobelpreis annehmen, so Bob Dylan im Interview mit dem «Telegraph».Bild: JIM LO SCALZO/EPA/KEYSTONE

«The Times They Are a Changin'» – Bob Dylan bricht Schweigen zum Nobelpreis

Der US-Musiker Bob Dylan hat sein wochenlanges Schweigen zum Literatur-Nobelpreis gebrochen. Er sei nach der Verleihung sprachlos gewesen und wolle «nach Möglichkeit» zur Entgegennahme des Preises nach Stockholm reisen, sagte er.
29.10.2016, 01:3229.10.2016, 10:03

«Ob ich den Preis annehme? Selbstverständlich», zitierte ihn das Nobelpreiskomitee in einer in der Nacht zum Samstag verbreiteten Erklärung. Dylan hatte sich bisher nicht zu dem Preis geäussert, was für Unmut gesorgt hatte.

Er werde am 10. Dezember nach Stockholm kommen, sagte er der britischen Zeitung «The Telegraph», die in der Nacht zum Samstag einen Bericht online stellte. «Absolut, wenn es denn möglich ist», wurde der 75-Jährige zitiert.

«Es ist schwer zu glauben», sagte Dylan im «Telegraph» zum prestigeträchtigen Preis. Als er das erste Mal von der Ehrung erfahren habe, sei es «fantastisch, unglaublich» gewesen. «Wer träumt schon von so etwas?» Er sei «sprachlos» gewesen, berichtete das Nobelpreiskomitee. «Ich schätze diese Ehre sehr.»

Zu seinem langen Schweigen zur Verleihung des Preises und zu den nicht beantworteten Telefonanrufen des Nobelpreiskomitees wollte sich Dylan nicht äussern. «Nun, hier bin ich», sagte er lediglich.

Bob Dylans Leben in Bildern

1 / 25
Bob Dylans Leben in Bildern
Grosse Ehre für Bob Dylan: Am 13. Oktober 2016 wird bekannt, dass der Amerikaner mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wird. Damit ist nicht nur sein Einfluss auf die Musikgeschichte amtlich, sondern auch sein Verdienst um Schrift und Sprache.
quelle: ap / kevork djansezian
Auf Facebook teilenAuf X teilen

«Habe da keine Meinung»

Ob sein Werk tatsächlich eines Nobelpreises würdig sei oder einem jüngsten Vergleich mit altgriechischer Poesie standhalte, darauf wollte Dylan im Gespräch mit dem «Telegraph» nicht näher eingehen. «Darüber lasse ich andere Leute entscheiden», sagte er. «Die Akademiker sollten das wissen, ich bin dafür nicht wirklich qualifiziert. Ich habe da keine Meinung.»

Dylan hatte den diesjährigen Literaturnobelpreis Mitte des Monats als erster Songschreiber für seine poetischen Neuschöpfungen in der amerikanischen Songtradition bekommen. Dylan sei ein «grossartiger Dichter» und habe den «Status einer Ikone», sagte die Chefin der Schwedischen Akademie, Sara Danius, zur Begründung.

In seiner über ein halbes Jahrhundert langen Karriere wurde Dylan unter anderem mit einem Oscar, Pulitzer-Preis, Polar-Music-Preis und Golden Globe ausgezeichnet. Zu seinen berühmtesten Liedern zählen «Mr. Tambourine Man», «Like A Rolling Stone» und «The Times They Are a-Changin'».

Die mit acht Millionen schwedischen Kronen (rund 830'000 Euro) dotierte Auszeichnung wird am 10. Dezember - dem Todestag des Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel (1833-1896) - gemeinsam mit den anderen Nobelpreisen in Stockholm verliehen. (wst/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Neulich in Florida: Irre Dinge, die du nur im Sunshine State zu sehen bekommst
Ach ja, Florida. Der Staat, in dem die Orangen reifen und sich reife orangefarbene Präsidenten zuhause fühlen.
Zur Story