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So, leg' das Buch weg, hör auf zu putzen oder mach mal eine Pause beim Lernen und tu was Sinnvolles: Schaue einen guten Film! bild: miramax

25 Filmklassiker, die zu gut sind, um sie nur vom Hörensagen zu kennen

Es herrscht ein Missstand in unserer Gesellschaft: Grandiose Filmklassiker, die zwar fast alle kennen, aber von den meisten nie geschaut wurden. Ein Plädoyer für den guten alten Film.



Zeit ist knapp. Nachvollziehbar deshalb, dass das Schauen von Filmen in unserer chronisch verplanten Gesellschaft in den Hintergrund rückt. Darum gibt's viel zu viele Filmklassiker, «die man halt so kennt» und bei denen man mitdiskutieren kann – ohne sie gesehen zu haben. Ein Schelm aber, wer denkt, dass sich das tatsächliche Visionieren dieser Klassiker nicht lohnt. Ich erkläre euch anhand der folgenden Beispiele wieso!

«Casablanca» (1942)

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bild: indiewire

Das Offensichtliche vorweg: Schwarz-Weiss. Liebesromanze. Halt! Filmisch absolut überragend und Welten besser und interessanter als geschätzte 95 Prozent aller liebesfilmähnlichen Streifen unserer Zeit. Springt über euer Schatten und erfahrt, was eure Grosseltern damals in Sachen Romantik inspiriert hat. Und welche Frau aus heutigen Tagen würde schon nicht bei Humphrey Bogart's «Here's looking at you, kid» dahinschmelzen? Jungs: Scheibe abschneiden!

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gif: giphy

«Fight Club» (1999)

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bild: imdb

Ein noch sehr junger Klassiker, zugegeben. Trotzdem: Dieser Film ist eine Gesellschaftskritik, eine Generationenskizze und eine Hommage an unser Alter Ego in einem. Filmisch enorm und mit Kult durchzogen. Brad Pitt und Edward Norton in einer anderen Liga. Aber eben:

«The first rule of the Fight Club is: You do not talk about Fight Club.»

Tyler Durden in Fight Club (1999)

«Pulp Fiction» (1994)

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bild: wired

Kurz und bündig: Selberschuld, wer den nicht schaut.

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«Apocalypse Now» (1979)

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bild: imdb

Am besten einfach mal die Entstehungsgeschichte dieses Films googeln, alleine das ist bereits grosses Kino. Der Film selber dann – liebe Freunde des guten Geschmacks – eine Wucht. Das blanke Portrait des Wahnsinns, die Erfassung der Einsamkeit und die schiere Brutalität der psychologischen Gewalt in einem Zusammenspiel, das alles so stimmig wirken lässt, dass man meinen könnte, man sei im Vietnam dabei gewesen. Insider-Tipp: Unbedingt die Redux-Version schauen!

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gif: giphy

«The Shining» (1980)

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bild: imdb

Was wir heute unter «creepy» verstehen, haben wir zu einem grossen Teil Stanley Kubrick und Jack Nicholson zu verdanken. «The Shining» ist der Ursprung des Horror-Genres so wie wir es heutzutage kennen und ich würde meinen, dass es bis heute das unangefochtene Prunkstück, der unheilige Gral dieser Sparte ist – und bleiben wird.

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«12 Angry Men» (1957)

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bild: imdb

Lasst diese Perle nicht in Vergessenheit geraten! Gerade in der heutigen Zeit der amerikanischen Justizwillkür ein höchst brisantes Stück Filmgeschichte: 12 weisse Geschworene urteilen in einem Prozess gegen einen Afroamerikaner. Uiuiui, ihr versteht schon. Ein eindrückliches Plädoyer für die imposante Kraft des Schauspiels und ein Beweis für den ungeheuren Unterhaltungswert des vermeintlich einfachen Dramas.

«Scarface» (1983)

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bild: pinterest

Diese Verfilmung des Grössenwahns ist absolut jenseits. Ekstase und Rage, Macht und Machenschaft, Liebe und Hiebe. Man liebt Tony Montana genau so sehr wie man ihn hasst. Allein das ist als Errungenschaft der Macher einzustufen. Bitte nehmt euch die Zeit, um euch dem Überfluss hinzugeben.

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«Citizen Kane» (1941)

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bild: indiewire

Der ziemlich sicher meist genannte «Beste Film aller Zeiten» und bereits deshalb absolut sehenswert. Und ich sage euch, lasst euch nicht vom Schwarz-Weiss oder dem Erscheinungsjahr abschrecken (ohnehin eine scheussliche Epidemie unserer Zeit) – dieser Film kann echt was. Ohne in den filmwissenschaftlichen Fachjargon abdriften zu wollen, sei angemerkt, dass dieser Film in vielerlei Hinsicht bahnbrechend war, zum Beispiel was die filmische Narration anbelangt. Revolutionäres Genussmaterial, wenn man so will.

«Once Upon a Time in the West» (1968)

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bild: pinterest

«Spiel mir das Lied vom Tod» – ein Filmtitel wie Honig in den Ohren. Nicht zu Unrecht, denn kaum ein anderer Western weist eine solch kolossale Struktur auf und besticht durch eine dermassen dichte Atmosphäre, dass man gleich selbst zum Colt greifen will. Am besten auf einem möglichst grossen Bildschirm schauen – Cinemascope (16:9-Format) vom Feinsten.

«Léon – Der Profi» (1994)

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bild: imdb

Vermutlich von einigen nicht als der Obermegariesenklassiker wahrgenommen. Ist ja auch keine Hollywoodproduktion, ne. Ein Beweis dafür, dass die breite Masse nicht zwingend recht hat. Was ihn zum Kritikerliebling macht? Der geniale Schnitt, die pointierte Wahl der Musik, der raffinierte Aufbau der Story und die sorgfältige Kameraführung; ein Hybrid aus Drama, Romanze, Thriller, Komödie, Coming-Of-Age, Road- und Buddymovie. Ich meine, aber hallo!

«Singing in the Rain» (1952)

Wer kennt's schon nicht, dieses ohrwurmige Lied, das sich so herrlich trällern lässt, sobald die ersten Tropfen vom Himmel fallen. Dieser Film ist jedoch viel mehr als nur das. Vor allem ist er viel lustiger als man erwarten würde, denn ja – oh Überraschung – auch ältere Filme können heute noch lustig sein. Und wie. Zudem ein qualitativ überragender Feel-Good-Movie, der dem Lied noch eine tatsächliche Bedeutung gibt. Know the facts.

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gif: giphy

«Taxi Driver» (1976)

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bild: mubi

«Taxi Driver» ist eines von vielen Exempeln für die unleugbare Raffinesse von Martin Scorsese. Vielleicht aber auch einfach das Exempel schlechthin. Eine solch differenzierte Darstellung beinahe nachvollziehbarer Misanthropie wird so schnell keinem mehr gelingen. Zudem eine beeindruckend intensive Charakterstudie, die dich jedes Blinzeln bereuen lässt, je länger der Film läuft.

«Heat» (1995)

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bild: imdb

Womöglich kein Film, der in so einer Liste erwartet wird, aber man darf ja auch was dazulernen. «Heat» besteht im Wesentlichen aus Al Pacino (in Höchstform) und Robert De Niro (dito), die sich in einem dicht verfilmten Hochspannungsthriller duellieren. Für viele Kenner etwas vom Besten, was je auf einer Leinwand zu sehen war. In unseren Breitengraden medial aber nicht bis zur Gänze ausgeschlachtet und deshalb fälschlicherweise nicht als Überfilm wahrgenommen. Euer Glück, hier davon zu erfahren.

«Rocky Horror Picture Show» (1975)

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bild: out

Der Inbegriff eines Kult-Klassikers und einer, den viele eben genau ins Genre «Ja, hab' ich auch schön davon gehört!» abtun. Schwierig auch den in Kürze zu umreissen, denn... ja... Um was geht's überhaupt? Ich probier's gar nicht erst und überlasse das Urteil gänzlich euch – gute Musik, skurrile Figuren und Unterhaltung sind jedenfalls garantiert. Empfehlen kann ich ihn aber mit jeder Faser meines Körpers. Und wippe soeben gleich ein bisschen mit, wenn ich an dieses Filmerlebnis denke!

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«Der Pate – Trilogie» (1972, 1974, 1990)

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bild: amazon

Fühlt sich falsch an, mich an dieser Stelle für diesen Film rechtfertigen zu müssen, denn das hat dieses Meisterwerk nicht verdient. Ein Filmepos, das punkto Komplexität, Atmosphäre, Charakterentwicklung und Grösse kaum zu übertreffen ist. Schauen! Und zwar I - III! AM SELBEN TAG! Jetzt! Los... Bitte.

«Der Herr der Ringe – Trilogie» (2001, 2002, 2003)

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bild: collider

Der visuell grösste Film, der mir bekannt ist. Orks, Elfen und Hobbits mögen nicht jedermanns/jederfraus Geschmack sein, was aber völlig absolut mega egal ist, weil die drei Filme letztlich nicht weniger als ein filmisches Opus sind. Lehnt euch zurück und lasst auf euch wirken, was euch sonst ein Leben lang entgehen würde.

«Star Wars I–VI» (1977 – 2005)

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bild: imdb

Es reicht einfach nicht «Luke, ich bin dein Vater» am Laufmeter zu zitieren, echt jetzt! Das ist George Lucas und seinem Vermächtnis nicht würdig, weil es einfach so viel mehr ist: Eine eigene künstlerische Galaxie, eine wunderbare Parallelwelt zu unserer (mit ebenso parallelen Problemen), die in ihrer Vielfalt erfahren und verstanden werden muss. Erst dann hat man die Gänsehaut beim Ertönen der allseits bekannten Filmmusik aus den richtigen Gründen. Wichtige Anleitung: Teil IV - VI, dann erst I - III!

«The Graduate» (1967)

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Okay, liebe Leser, jetzt aufgepasst! Es folgt eine Ansage meinerseits aus tiefstem Herzen.

Als ich diesen Film zum ersten Mal gesehen habe, ging mir die Kinnlade runter. Komplett. Dieser Film ist für mich das, was man unter dem Leben verstehen könnte, gerade in der Zeit des Erwachsenwerdens. Die ganze Palette. Von Versuchung bis Verzweiflung. Vom Hoffen bis zum Streben und zurück. Dazu der Soundtrack. Leider kann ich euch nicht zwingen den zu schauen. Macht's einfach.

«Psycho» (1960)

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Richtig, aus diesem Film kommt DIE Horror-Filmmusik schlechthin. Und die dazugehörige Szene, da wo sie so in der Dusche ist und duscht und der andere da mit dem Messer kommt und dann so das Blut in der Wanne ist – sehr wohl! Filmisch ist diese Sequenz sicherlich nichts weniger als bahnbrechend, wichtig aber auch, dass dieser Film sicherlich mehr ist als nur diese eine Sequenz! Wer von euch zum Beispiel «Criminal Intent» mag – das ist der Anfang.

Und jene von euch, die ebenfalls vom Film in den Bann gezogen wurden: In der Serie «Bates Motel» wird die Psychologie des Psychos in schaurig guter Qualität hergeleitet. Unbedingt reinschauen!

«The Great Dictator» (1940)

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bild: imdb

Darf natürlich nicht zu kurz kommen. Wunderbare Satire über das personifizierte Böse. Es tut unheimlich gut, wirklich herzhaft über den Diktator zu lachen. Ach, würde Charlie Chaplin doch heute noch unter uns weilen...

«The Big Lebowski» (1998)

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bild: kino

Seine Dudeheit darf nicht fehlen. Obwohl auch ein Jungspund unter den Klassikern ein absolutes Muss. Das Leben einfach so ironisch, lustig, tragisch und ehrlich, wie's manchmal ist. Nur, der Dude zeigt einem, wie man richtig damit umgehen könnte!

«Jaws» (1975)

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So ganz wohl ist es vielen von uns ja nicht, wenn wir uns ins Meer begeben. Mag dran liegen, dass wir als Schweizer ungeübt sind, was den Umgang mit dem Meer betrifft. Eine grosse Portion dieses Unbehagens hat ihren Ursprung sicherlich in der Angst von Haien. Weissen Haien. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Steven Spielberg, der uns diesen Floh in eindrücklicher Manier ins Ohr gesetzt hat.

«Rebel Without a Cause» (1955)

James Dean – du ewige Legende, du unsterblicher Herzensbrecher, du rebellischer Pionier, du charismatischer Draufgänger. Diese rote Jacke, diese Stirnrunzeln, diese Präsenz. Wie man merkt, bist du so ein bisschen mein «Man-Crush». Danke aber für diesen Film, der jede einzelne rebellische Zelle in meinem Körper vollständig in Fahrt versetzt.

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Liebe Leserinnen, liebe Leser. Die Zeit ist reif für euch, zu erfahren wer dieser Beau auf den feschen H&M-Shirts wirklich ist. Und zwar anhand dieses Meisterwerks.

«The Wizard of Oz» (1939)

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Zweifelsohne ein allseits bekannter Klassiker. Und sehr lohnenswert zu schauen! Aus historischer Sicht ist die Färbungstechnik ziemlich interessant, weil vom Look her so Retro, dass es in unserer Zeit wieder mega hip ist. Allen voran natürlich die kecke Judy Garland! Schaut ihn euch an, es ist ein Erlebnis

«À bout de souffle» (1960)

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bild: imdb

Im stillen Wissen, dass das Kino Frankreichs in dieser Liste komplett untervertreten ist, zum Schluss noch eine Riesenperle. Jean-Luc Godard, Grandseigneur der Nouvelle Vague, inszeniert das herrliche Konzept der «amour fou» so ungehemmt und frei, dass es zeitweise so richtig «chribbelet». Und da das Prädikat bis jetzt noch nicht vergeben wurde, so verdient es dieser Film in vollem Ernst und Ernsthaftigkeit. Prädikat: ZEITLOS!

Abschliessend sei gesagt, dass es sich nie gut anfühlt, wenn man eine Liste zusammenstellt und während dem Zusammenstellen merkt, dass man locker noch fünf weitere füllen könnte. Deshalb brenne ich auf eure Kommentare: Was sind für euch die Klassiker, die unbedingt auf die Liste sollten?

Da sind wir mal gespannt: Ist gut gleich erfolgreich? Finde die Klassiker!

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