Spass
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

David Constantin (mit Kopfhörern) am Set von «Hamster». Der Regisseur und sein Team gewannen kürzlich bei den ADC-Awards Gold und Bronze bei «Die Klappe». bild: swisscom

Interview

«Hamster»-Regisseur Constantin: «Wir wollten einen Anti-Trump.»



Kanada hat Trudeau, Frankreich Macron. Und wir Schweizer? Seit Mittwoch haben wir Bundesrat Ferdinand «Hamster» Hugentobler – und eine neue Webserie.

Wieso braucht die Schweiz ausgerechnet in diesen Zeiten eine Comedy-Serie über einen Bundesrat?
David Contantin:
Weil wir einen gefunden haben, der da super reinpassen würde. Ein Bundesrat muss so gemässigt sein, so neutral, so kontrolliert. «Hamster» bricht damit und zeigt auf seine eigene Art, dass man auch mit einer unverkrampften Art zum Ziel kommen kann. Als wir Silvio Lang am Dreh von Rocco kennengelernt haben, war für uns klar, dass wir das mit ihm durchziehen wollten. Der Typ ist einfach einmalig, immer top vorbereitet. Ein sehr positiver Mensch dem ich sofort meine Stimme geben würde.

Wenn wir schon von Silvio Lang reden: 10 Dinge, die du über den neuen Bundesrat wissen musst

Amerikanische Comedians und Satiriker beklagen sich, dass man in Zeiten eines Donald Trumps die Realität nicht mehr toppen könne ...
Ich glaube, dass auch wir in der Schweizer Politszene ein paar Figuren haben, die man für Comedy nicht überspitzen müsste. Die Amis nutzen Comedy wie ein Betäubungsmittel um der Ohnmacht gegenüber Trumps Tagesgeschäften zu entfliehen. In so einer absurden Situation stecken wir zum Glück (noch?) nicht und mit «Hamster» wollten wir einen regelrechten Anti-Trump schaffen: sympathisch, offen, unverkrampft und gebildet. Einen, den man gerne hat. Selbstverständlich beeinflussten uns beim Entwicklungsprozess die Geschehnisse in den USA. Das ging so weit, dass Trump zum Unwort deklariert wurde. Wer den Namen in den Mund nahm, musste zehn Minuten still in der Ecke sitzen.

«Hamster» ist nach «Rocco» schon deine zweite Web-Serie in Zusammenarbeit mit Swisscom. Weshalb der unkonventionelle Weg?
Im Film gibt es keinen konventionellen Weg. Du musst einen Weg finden, deine Geschichten zu erzählen – und zu finanzieren. Ob das Geld aus der Privatwirtschaft kommt oder aus der Filmförderung, spielt mir persönlich keine Rolle. Beides hat Vor- und Nachteile.

Was ist mit Netflix? Haben die schon angeklopft?
Das ist so eine Wunschvorstellung. Aber so läuft das Business nicht. Man muss es selber erzwingen und auf die Leute zugehen. Ich weiss nicht einmal, ob Netflix in der Schweiz überhaupt schon produziert. Ich hoffe einfach, in Zukunft weiter möglichst tolle Projekte umsetzen zu können. Wenn Netflix das ermöglicht, dann umso besser. Auf meiner Bucket List ist sicher ein «Tatort» im Wallis.

Wäre dir ein Tatort nicht zu ernst? Deine Stärke ist der Humor ... 
... der in Dramen durchaus auch zum Vorschein kommen kann. Ich denke dabei an «Better Call Saul» oder «Breaking Bad». Das sind Dramen mit zum Teil wahnsinnig komischen Momenten. So etwas in dem Stil würde mich schon sehr reizen.

Apropos Serien. Kannst du gleich noch deine momentanen Favoriten nennen?
«Flaked» flasht mich gerade. Oder «Master of None». Die machen Dinge, die darf man eigentlich gar nicht. Wahnsinnig mutig. Und da merkst du, da stecken Leute dahinter, mit ähnlichen Ideen. Nur haben die Budgets von Hochhäusern und wir bauen Baumhäuser. Was ja vielleicht auch mehr Spass macht. Keine Ahnung.

Und wieso gibt es so etwas in der Schweiz nicht?
«Noch nicht», müsste die Frage sein. Ich habe das Gefühl, Geschichten und Ideen wären da. Aber man geht in der Schweiz oft zu viele Kompromisse. Man glaubt nicht dran, dass man grosses Kino machen könnte. Man traut sich noch nicht an die Hochhäuser.

Was können wir trotz der Hürden als nächstes von dir erwarten?
Wir wollen ein bisschen back to the roots. Wir haben in den letzten Jahren extrem viel dazugelernt und sind jetzt mit Shining Pictures / Sophie Toth zusammen ein extrem tolles Team. Vielleicht machen wir einmal wieder etwas Längeres. Mehr verraten darf ich aber glaub noch nicht.

«Hamster»

Aus Gründen: 19 süsse Hamster-Bilder

Link zum Artikel

Wir haben einen neuen Bundesrat! Und er ist fresh!

Link zum Artikel

«Hamster»-Regisseur Constantin: «Wir wollten einen Anti-Trump.»

Link zum Artikel

10 Dinge, die du über den neuen Bundesrat wissen musst!

Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Funiciello tritt ab: «Oft war es wahnsinnig einfach, zu provozieren»

Keine Jungpolitikerin polarisierte mehr. Nach 3 Jahren gibt Tamara Funiciello (29) das Juso-Präsidium nun ab. Im Abschiedsinterview erklärt sie, was sie anders machte als ihre Vorgänger – und warum sie auch in Zukunft keine Ruhe geben wird.

Frau Funiciello, Sie waren 3 Jahre lang Juso-Präsidentin und gelangten als Provokateurin der Nation immer wieder in die Schlagzeilen. Sind Sie froh, dass Sie jetzt endlich aus dieser Rolle raus sind? Tamara Funiciello: Nein, so ist es nicht. Interessant ist ja Folgendes: Von jedem Unternehmen erwartet man, dass es innovationsfähig ist und dass seine Mitarbeiter «out of the box» denken. Wird dies aber in der Politik getan, finden das die Leute gaga. Das Juso-Präsidium birgt viele Chancen. Es …

Artikel lesen
Link zum Artikel