Die Nati startet als WM-Mitfavorit – so gut sind ihre Gegner in der Vorrunde
Die Schweizer Eishockey-Nati will an der Heim-WM in Zürich und Fribourg wieder um die Medaillen mitspielen. Der Blick auf die Kader der Teams zeigt: Das Team von Jan Cadieux muss sich im internationalen Vergleich nicht verstecken.
Gruppe A:
Das Bewertungsschema
- ⭐⭐⭐⭐⭐
Mehrere NHL-Stars, ergänzt von guten NHL-Stammspielern oder europäischen Starspielern. - ⭐⭐⭐⭐
Einzelne NHL-Stars mit guten bis mässigen NHL-Stammspielern oder europäischen Starspielern. - ⭐⭐⭐
Gute bis mässige NHL-Stamm- und Ergänzungsspieler oder gute bis sehr gute Spieler aus Europa, der AHL oder College-Starspieler. - ⭐⭐
Mässige bis gute Spieler aus Europa, der AHL oder gute College-Spieler. Kaum oder keine NHL-Verstärkung. - ⭐
Schwache bis durchschnittliche Spieler aus Europa, der AHL oder mässige College-Spieler. Keine NHL-Verstärkung.
USA
Verteidigung: Will Borgen (NY Rangers), Declan Carlile (Tampa Bay), Connor Clifton (Pittsburgh), Justin Faulk (Detroit), Wyatt Kaiser (Chicago), Ryan Lindgren (Seattle), Mason Lohrei (Boston), Ryan Ufko (Milwaukee/AHL).
Sturm: Matt Coronato (Calgary), Paul Cotter (New Jersey), James Hagens (Boston College/NCAA), Isaac Howard (Bakersfield/AHL), Sam Lafferty (Chicago), Ryker Lee (Michigan State/NCAA), Ryan Leonard (Washington), Oliver Moore (Chicago), Danny Nelson (Notre Dame/NCAA), Tommy Novak (Pittsburgh), Mathieu Olivier (Columbus), Max Plante (Minnesota Duluth/NCAA), Max Sasson (Vancouver), Matthew Tkachuk (Florida).
Tor:
Wer auf das Goalie-Aufgebot der Amerikaner blickt, dürfte im ersten Moment nicht überwältigt sein. Drew Commesso verbrachte praktisch die ganze Saison in der AHL und dürfte den wenigsten europäischen Hockey-Fans ein Begriff sein. Joseph Woll ist ein sehr talentierter, aber auch verletzungsanfälliger Goalie, der in Toronto wie die gesamte Mannschaft eine schwierige Saison erlebte. Der heimliche Star dürfte Devin Cooley sein. Der 28-Jährige war bei Calgary in seiner Rookie-Saison zwar nur zweite Wahl, zeigte in 31 Spielen hinter einer schwachen Mannschaft aber sehr gute Leistungen.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐
Verteidigung:
Kein Vergleich zum Olympiakader: Die US-Verteidigung ist deutlich schwächer besetzt als noch im Februar in Mailand. Der 34-jährige Justin Faulk ist der Leader in der Abwehr und dürfte auch etwas zur offensiven Produktion beitragen. Ansonsten setzen die Amerikaner eher auf Härte als auf Talent: Will Borgen, Connor Clifton oder Mason Lohrei werden es rumpeln lassen.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐
Sturm:
Gleich vier Stürmer aus der College-Liga NCAA stehen im Kader der Amerikaner: Max Plante, James Hagens, Ryker Lee und Danny Nelson. Dazu kommt eine grosse Menge an NHL-Durchschnitt. Ryan Leonard, Matt Coronato oder Tommy Novak sind solide Spieler, aber bei weitem keine Stars. Der einzige Starspieler im Sturm der Titelverteidiger ist Matthew Tkachuk, der nach dem Stanley Cup und dem Olympiasieg seine Mitgliedschaft im Triple Gold Club komplettieren möchte. Mit diesem US-Kader wird das aber keine einfache Aufgabe.
Diese Eishockey-Legenden sind im Triple-Gold-Club
Bewertung: ⭐⭐⭐
Gesamtbewertung: 11/15 ⭐
Schweiz
Verteidigung: Tim Berni (Genf), Dominik Egli (Frölunda/SWE), Lukas Frick (Davos), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa Bay).
Sturm: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St.Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)
Tor:
Im Tor muss sich die Nati wohl keine Sorgen machen. Auf der einen Seite ist da Leonardo Genoni. Er hat bei Zug zwar nicht die beste Saison seiner Karriere hinter sich, aber er ist auch der MVP der letzten Saison und einer der besten Goalies des Olympiaturniers. Und wenn Genoni nicht in Form sein sollte, dann wären da die beiden besten Torhüter der National-League-Playoffs, um zu übernehmen. Reto Berra hat Fribourg gerade zum Meistertitel gehext. Seine internationale Erfahrung gepaart mit diesem Selbstvertrauen ist eine interessante Mischung. Und auch Sandro Aeschlimann wird wohl ein Gruppenspiel erhalten, um sich zu beweisen.
Bewertung: ⭐⭐⭐
Verteidigung:
Nati-Trainer Jan Cadieux kann auf seine zwei besten Verteidiger zählen: Roman Josi und Janis Moser. Josi ist seit Jahren einer der besten Offensivverteidiger der NHL und hat auch diese Saison 55 Punkte in 68 Spielen gesammelt. Moser hat sich in dieser Saison als hervorragender Allrounder etabliert und war bei Tampa, das von vielen Verletzungen gebeutelt wurde, ein Schlüsselspieler. Die Ausfälle von Jonas Siegenthaler und Andrea Glauser schmerzen natürlich.
Trotzdem ist die Schweizer Verteidigung auch im internationalen Vergleich gut aufgestellt. Zu den zwei NHL-Stars kommen europäische Top-Zweiwegverteidiger wie Dean Kukan, Lukas Frick oder Dominik Egli und harte Abräumer wie Christian Marti oder Sven Jung.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐
Sturm:
Auch im Sturm gibt es mindestens eine gewichtige Absenz: Kevin Fiala ist nach seiner Beinverletzung bei den Olympischen Spielen noch nicht fit genug, um an der Heim-WM mitzuspielen. Seine Kreativität wird dem Schweizer Spiel fehlen. Auch die Teilnahme von Philipp Kurashev ist noch nicht sicher. Stand jetzt gibt es beim Stürmer der San Jose Sharks immer noch ungeklärte medizinische Fragen.
Damit ist klar: Die offensive Last muss von den NHL-Spielern Nico Hischier und Timo Meier sowie der (Ex-)ZSC-Linie mit Pius Suter, Denis Malgin und Sven Andrighetto gezogen werden. Hischier und Meier haben für ihre Qualitäten enttäuschende Saisons hinter sich und hoffen jetzt im Nationaldress auf eine Steigerung. Auch ein anderer NHL-Spieler hinkt seiner Form seit Monaten hinterher. Nino Niederreiter musste sich in dieser Spielzeit wegen Knieproblemen gar einem Eingriff unterziehen und nun gegen Ende der Saison die Form neu aufbauen. Gut möglich, dass ihm an diesem Turnier eine etwas kleinere Rolle zuteil wird, als man das sonst von ihm gewohnt ist.
Gespannt darf man auch auf die Rolle von Théo Rochette sein. Kommt Kurashev tatsächlich nicht zum Einsatz, dürfte er wohl in der ersten Linie an der Seite von Hischier und Meier spielen und muss dort natürlich produktiv sein. Die restlichen National-League-Spieler hingegen haben zwei Hauptaufgaben: defensiv verlässlich spielen und dem Gegner unter die Haut fahren. Die Linie mit Simon Knak, Ken Jäger und Damien Riat hat bei den Olympischen Spielen schon gut funktioniert und eine Kombination von Niederreiter, Calvin Thürkauf und Christoph Bertschy hat ebenfalls Potenzial.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐
Gesamtbewertung: 11/15 ⭐
Finnland
Verteidigung: Ville Heinola (Manitoba/AHL), Henri Jokiharju (Boston), Mikko Lehtonen (ZSC Lions), Nikolas Matinpalo (Ottawa), Olli Määttä (Calgary), Vili Saarijärvi (Servette), Mikael Seppälä (Sparta Prag/CZE), Urho Vaakanainen (NY Rangers).
Sturm: Aleksander Barkov (Florida), Hannes Björninen (SCL Tigers), Eemil Erholtz (Kärpät/FIN), Lenni Hämeenaho (New Jersey), Janne Kuokkanen (Malmö/SWE), Anton Lundell (Florida), Sakari Manninen (Servette), Waltteri Merelä (Bern), Saku Mäenelanen (SCL Tigers), Patrik Puistola (Örebrö/SWE), Jesse Puljujärvi (Servette), Aatu Räty (Vancouver), Teuvo Teräväinen (Chicago).
Tor:
Finnland schickt zwei Torhüter aus der NHL sowie einen National-League-Goalie an die WM. Biels Harri Säteri wird wohl mit der Rolle als Nummer 3 vorlieb nehmen müssen. Der 36-Jährige hat die schwächste Saison seiner Karriere im Seeland hinter sich. Justus Annunen und Joonas Korpisalo spielen beide in der NHL, sind bei ihren Teams aber nicht erste Wahl. Annunen hat bei Nashville in einer reduzierten Rolle gute Leistungen gezeigt – er war eigentlich besser als Korpisalo in Boston. Gut möglich, dass Trainer Antti Pennanen trotzdem auf die Erfahrung Korpisalos setzt.
Bewertung: ⭐⭐⭐
Verteidigung:
Die besten Offensivverteidiger in diesem finnischen Team kommen wohl aus der National League: Genfs Vili Saarijärvi und Mikko Lehtonen von den ZSC Lions. NHL-Verteidiger Henri Jokiharju von den Boston Bruins ist ein guter Allrounder, der offensive Akzente setzen kann, aber kein Star. Andere NHL-Verteidiger wie Nikolas Matinpalo, Olli Määttä oder Urho Vaakanainen sind eher defensive Abräumer.
Bewertung: ⭐⭐⭐
Sturm:
Der grösste Name im finnischen Kader ist natürlich Aleksander Barkov. Der 30-Jährige gewann zuletzt mit Florida zweimal in Serie den Stanley Cup und gilt als einer der komplettesten Stürmer der Welt. Die gesamte vergangene Saison hat er wegen eines Kreuzbandrisses verpasst. Nun möchte er an der WM wieder angreifen. Auch sein Teamkollege Anton Lundell und Chicagos Teuvo Teräväinen werden für viel offensiven Wirbel sorgen.
Ergänzt werden diese NHL-Spieler durch einige jüngere NHL-Spieler (Aatu Räty, Leeni Hämeenaho) und durch einiges an Feuerkraft aus der National League. Das kongeniale finnische Servette-Duo mit Jesse Puljujärvi und Sakari Manninen wird auch an der WM für Furore sorgen. Auch die Tigers Hannes Björninen und Saku Mäenelanen oder SCB-Angreifer Waltteri Merelä sind mit von der Partie. Besonders gefährlich dürfte auch Eemil Erholtz sein. Der Flügelstürmer sammelte letzte Saison bei Kärpät in Finnland 50 Punkte.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐
Gesamtbewertung: 10/15 ⭐
Deutschland
Verteidigung: Leon Gawanke (Mannheim), Leon Hüttl (Ingolstadt), Eric Mik (Berlin), Moritz Seider (Detroit), Phillip Sinn (München), Fabio Wagner (München), Marcus Weber (Nürnberg), Kai Wissmann (Berlin).
Sturm: Dominik Bokk (Köln), Samuel Dove-McFalls (Nürnberg), Andreas Eder (Berlin), Alexander Ehl (Mannheim), Daniel Fischbuch (Köln), Dominik Kahun (Lausanne), Maximilian Kastner (München), Nico Krämer (Bremerhaven), Stefan Loibl (Straubing), Marc Michaelis (Mannheim), Josh Samanski (Bakersfield/AHL), Frederik Tiffels (Berlin), Parker Tuomie (Bremerhaven), Manuel Wiederer (Berlin).
Tor:
Die letzten paar Jahre war Philipp Grubauer einer der schlechtesten, regelmässig eingesetzten Torhüter in der NHL. In dieser Saison hat er sich aber wieder gesteigert und in Seattle eine ordentliche Saison gespielt. Auch bei den Olympischen Spielen war er für Deutschland ein sicherer Rückhalt. Maximilian Franzreb, der ein guter DEL-Goalie ist, wird sicher auch ein oder zwei Partien spielen, während Jonas Stettmer wohl eher eine Nebenrolle spielt.
Bewertung: ⭐⭐⭐
Verteidigung:
Das Aushängeschild ist Moritz Seider. Der Deutsche war in dieser Saison einer der komplettesten Verteidiger der NHL. Seider kann Punkte sammeln, ein Powerplay koordinieren, aber auch harte Checks austeilen und dabei defensiv wenig zulassen. Der Rest der deutschen Verteidigung ist weit weg von Seiders Niveau. Lukas Kälble, der bei Olympia nach Seider Deutschlands bester Verteidiger war, fehlt im Aufgebot. Kai Wissmann, Philip Sinn und Co. bringen nicht die Qualität mit, um mit den Topteams mitzuhalten.
Bewertung: ⭐⭐
Sturm:
Auch im deutschen Sturm gibt es gewichtige Absenzen: Leon Draisaitl, Tim Sützle und J.J. Peterka fehlen, weil sie angeschlagen sind. Lukas Reichel war bis zuletzt noch in den AHL-Playoffs tätig und dürfte ebenfalls nicht zur Verfügung stehen. So muss Bundestrainer Harold Kreis quasi ohne NHL-Verstärkung auskommen. Josh Samanski lief diese Saison 24 Mal für die Edmonton Oilers auf, kam aber häufiger in der AHL zum Einsatz. Trotzdem wird Samanski gemeinsam mit bekannten deutschen Namen wie Frederik Tiffels, Daniel Fischbuch, Marc Michaelis oder natürlich Dominik Kahun für die Tore sorgen müssen.
Bewertung: ⭐⭐
Gesamtbewertung: 7/15 ⭐
Lettland
Verteidigung: Arturs Andzans (HPK/FIN), Arvils Bergmanis (Troja-Lungby/SWE2), Kristofers Bindulis (Dukla Michalovce/SVK), Oskars Cibulskis (Herning/DEN), Ralfs Freibergs (Olomouc/CZE), Roberts Mamcics (Karlovy Vary/CZE), Alberts Smits (Jukurit/FIN), Miks Tumanovs (Jokerit/FIN), Kristaps Zile (Liberec/CZE).
Sturm: Toms Andersons (La Chaux-de-Fonds), Rudolfs Balcers (ZSC Lions), Oskars Batna (Lahti/FIN), Filips Buncis (Rungsted/DEN), Martins Dzierkals (Sparta Prag/CZE), Haralds Egle (Karlovy Vary/CZE), Renars Krastenbergs (Olomouc/CZE), Oskars Lapinskis (SCL Tigers), Olivers Murnieks (Saint John/QMJHL), Glebs Prohorenkovs (Niagara/NCAA), Kristaps Skratins (Univ. New Hampshire/NCAA), Deniss Smirnovs (Kloten), Klavs Veinbergs (Colorado College/NCAA), Sandis Vilmanis (Charlotte/AHL), Patriks Zabusovs (Zemgale/LAT).
Tor:
Lettland hat im Tor einige Absenzen zu beklagen. Sowohl Arturs Silovs von den Pittsburgh Penguins als auch Elvis Merzlikins von den Columbus Blue Jackets sind nicht dabei. So dürfte die Nummer-1-Rolle Kristers Gudlevskis zufallen, der als zweiter Goalie bei den Fischtown Pinguins in Deutschland eine ordentliche Saison spielte. Mareks Mitens und Gustavs Grigals dürften sich um die Rolle der Nummer 2 duellieren.
Bewertung: ⭐⭐
Verteidigung:
Oskars Cibulskis ist mittlerweile 38-jährig und immer noch einer der wichtigsten lettischen Verteidiger. Mittlerweile ist er aber weder in der KHL noch in Tschechien, sondern in der dänischen Liga tätig. Vielleicht bringt aber der junge Alberts Smits etwas neuen Schwung in die lettische Hintermannschaft. Der 18-Jährige gilt als Top-10-Kandidat für den anstehenden NHL-Draft. Viele der anderen lettischen Verteidiger spielen Nebenrollen in Finnland oder Tschechien.
Bewertung: ⭐⭐
Sturm:
Im Sturm muss ZSC-Spieler Rudolfs Balcers die Kohlen aus dem Feuer holen. Der 29-Jährige erlebt ja quasi auch eine Heim-WM und ist sicher einer der talentierteren lettischen Stürmer. Unterstützung erhält Balcers von Sandis Vilmanis, dem einzigen Letten, der in dieser Saison zu NHL-Einsätzen kam. Vilmanis lief 19 Mal für die Florida Panthers auf (3 Tore, 2 Assists), verbrachte aber den grossen Teil der Saison in der AHL.
Bewertung: ⭐⭐
Gesamtbewertung: 6/15 ⭐
Österreich
Verteidigung: Gregor Biber (Rögle/SWE), Dominic Hackl (Wien), David Maier (Klagenfurt), Thimo Nickl (Klagenfurt), Ramon Schnetzer (Wien), Paul Stapelfeldt (Graz), Clemens Unterweger (Klagenfurt), Philipp Wimmer (Salzburg), Bernd Wolf (Kloten).
Sturm: Tim Harnisch (Graz), Mario Huber (Salzburg), Paul Huber (Graz), Leon Kolarik (Peterborough/OHL), Henrik Neubauer (Linz), Benjamin Nissner (Salzburg), Maximilian Rebernig (Villach), Vinzenz Rohrer (ZSC Lions), Ian Scherzer (RPI/NCAA), Peter Schneider (Salzburg), Simeon Schwinger (Klagenfurt), Lucas Thaler (Salzburg), Leon Wallner (Wien), Dominic Zwerger (Ambri).
Tor:
Wer ist Österreichs Nummer 1? Atte Tolvanen und David Kickert spielen beide in Salzburg. Im Klub war diese Saison Tolvanen die Nummer 1, obwohl Kickert eigentlich die besseren Statistiken hatte. An der letzten WM setzte Trainer Roger Bader in sieben Spielen auf Kickert – auch weil Tolvanen das Turnier aufgrund der Geburt seines ersten Kindes vorzeitig verliess. Dieses Jahr scheint es wahrscheinlich, dass die beiden Salzburg-Keeper sich die Arbeit auch im Nationalteam teilen.
Bewertung: ⭐⭐
Verteidigung:
Österreichs Verteidigung wird angeführt von Routinier Clemens Unterweger, dem 19-jährigen Talent Gregor Biber, der in Schweden spielt, sowie Klotens Bernd Wolf. Nationalcoach Roger Bader hofft noch auf Ex-Klotener David Reinbacher. Doch der dürfte nach dem Playoff-Aus in der AHL zunächst noch zum Team der Montreal Canadiens im Kampf um den Stanley Cup stossen. So dürfte es für Österreichs Verteidigung schwierig sein, auf WM-Niveau mitzuhalten.
Bewertung: ⭐⭐
Sturm:
Marco Rossi (Vancouver) und Marco Kasper (Detroit) erhielten für die WM keine Freigabe – ein bitterer Schlag für Österreichs Offensive. Auch SCB-Stürmer Benjamin sowie Michael und Thomas Raffl verpassen das Turnier verletzungsbedingt. Immerhin ist nach dem Playoff-Out in der AHL wenigstens noch ZSC-Stürmer Vinzenz Rohrer zu seiner «Heim-WM» gereist. So lastet momentan nicht die gesamte Hoffnung auf Dominic Zwerger, Ex-Bieler Peter Schneider und anderen Stürmern aus der ICEHL.
Bewertung: Bewertung: ⭐⭐
Gesamtbewertung: 6/15 ⭐
Der Rest
Am Ende der Tabelle dürften Ungarn und Grossbritannien gegen den Abstieg kämpfen. Leader bei den Briten ist Liam Kirk, der eine starke Saison in Deutschland hinter sich hat. Zwischen den Pfosten muss Ben Bowns zum Hexer werden. Ungarn dagegen braucht ein allgemeines Wunder, um sich in der obersten Spielklasse zu behaupten.
