Kurz vor der Heim-WM – die Prämienfrage ist noch nicht geregelt
Prämien für besondere Leistungen gehören im modernen Sport dazu. Das ist auch bei der anstehenden Hockey-WM so. Bisher gab es eine einfache Regelung: Unser nationaler Verband bekommt vom internationalen Verband (IIHF) ein Preisgeld, das sich nach der Klassierung richtet und als sogenanntes «Entwicklungsgeld» deklariert wird.
Für einen WM-Titel sind es rund 1,5 Millionen, für den Viertelfinal etwas mehr als 400'000 Franken. Dieses Geld ist jeweils zum überwiegenden Teil als Prämie an die Spieler und den Staff weitergegeben worden. Neben einer Prämie gibt es für die Spieler eine Spesenpauschale pro Tag.
Für die anstehende Eishockey-WM ist die Prämie bei den Schweizern noch nicht ausgehandelt worden. Nino Niederreiter bestätigt: «Die Gespräche laufen noch. Wir wollen, dass die Angelegenheit noch vor dem ersten Spiel erledigt wird.» Die erste Partie wird am Freitag gegen die USA ausgetragen.
Die Verhandlungen führt eine Delegation aus sechs Team-Leitwölfen: Nino Niederreiter, Timo Meier, Leonardo Genoni, Christoph Bertschy, Calvin Thürkauf und Roman Josi. Frage also an Nino Niederreiter: Werden als Prämie für einen WM-Titel mindestens 100'000 Franken pro Spieler anvisiert? Nino Niederreiter: «Nein, nein, wo denken Sie hin. Bei weitem nicht.» Über konkrete Zahlen schweigt er sich aus.
Nun denn: Sollten die Schweizer zum ersten Mal in ihrer Geschichte Weltmeister werden, dann wäre nach dem bewährten Preisgeld-Prämienmodell der Vergangenheit eine Prämie von rund 50'000 Franken fällig.
Im Vergleich zum Fussball sind das nur Brotsamen: Die Schweizer hätten beim Gewinn des WM-Titels 2022 in Katar je 500'000 Franken Prämien kassiert .Hockey ist nicht Fussball: Nino Niederreiter hat auf die Prämienfrage locker und entspannt reagiert. Hockey-Titanen sind gut geerdet, Prämien dürften beim ganzen WM-Abenteuer eine untergeordnete Rolle spielen. Nach dem bewährten Hockey-Motto: Geist, nicht Geld.
