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Riesenüberraschung im letzten Spiel des Jahres: Darts-Ikone Taylor fliegt raus



«Ich werde härter denn je arbeiten und komme nächstes Jahr stärker zurück», twitterte Phil Taylor um zwei Uhr nachts. Es ist jenes «Trösterli», welches wir schon oft von grossen Champions gehört haben, wenn ihre Zeit sich dem Ende neigt. Zuvor scheiterte die Ikone des Sports im WM-Achtelfinal nach Mitternacht mit 3:4 an Jelle Klaasen (Weltnummer 19).

Der 16-fache Weltmeister Taylor muss nach der Finalniederlage im letzten Jahr dieses Mal schon in den Achtelfinals die Segel streichen. Gegen den 31-jährigen Holländer Klaasen patzte er insbesondere auf seinem Lieblingsdoppel der 16 immer wieder. «The Power» ging als klarer Favorit ins Spiel, trotzdem hatten einige Experten Klaasen «The Cobra» die Überraschung zugetraut. Und «Jelle de Snelle», wie er sich früher wegen seiner schnellen Spielweise nannte, bestätigte dies mit hochklassigem Darts.

LONDON, ENGLAND - DECEMBER 30:  Phil Taylor of England looks dejected in his third round match against Jelle Klaasen of the Netherlands on Day Twelve of the 2016 William Hill PDC World Darts Championships at Alexandra Palace on December 30, 2015 in London, England.  (Photo by Jordan Mansfield/Getty Images)

Das war's: Phil Taylor erlebt seine längste WM-Titel-Durststrecke seiner Karriere.
Bild: Getty Images Europe

Die Partie wog hin und her. Nachdem Klaasen in den Sätzen jeweils mit 1:0, 2:1 und 3:2 führte, kam er im sechsten Satz einem Matchdart – verpasste diesen aber auf der Doppel-18.

Jelle Klaasen of the Netherlands celebrates on his victory over Phil Taylor of England during day twelve of the William Hill PDC World Championship darts match at Alexandra Palace in London Wednesday, Dec. 30, 2015. (John Walton/PA via AP) UNITED KINGDOM OUT  NO SALES NO ARCHIVE

Geschafft: Jelle Klaasen scheiterte seit 2010 an der WM immer in der ersten oder zweiten Runde (2013 nicht qualifiziert), jetzt egalisiert er mit dem Viertelfinal-Einzug sein Bestresultat von 2009.
Bild: AP/PA

Taylor kam noch einmal zurück und schien im Entscheidungssatz die Nerven zu behalten. In seiner stärksten Phase des Abends ging er mit Break 2:0 in Führung und hatte seinerseits einen Matchdart auf der Doppel-20. Doch auch er warf den Pfeil Millimeter daneben.

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Phil Taylor vergibt seinen Matchdart auf der Doppel-20.
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Das Momentum war weg, Klaasen macht vier Legs in Serie und zieht in die Viertelfinals der PDC-WM ein, wo er auf Alan Norris trifft. 

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Die Entscheidung: Jelle Klaasen siegt im Achtelfinal gegen Phil Taylor.
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Taylor verpasst mit dem Ausscheiden auch im dritten Jahr in Serie den WM-Titel. Eine derartige Durststrecke musste er in seiner ganzen PDC-Karriere (seit 1994) nie erleben. 2013 holte er die Trophäe zuletzt. Es ist womöglich ein Zeichen der Zeit, dass die jungen Spieler ihm, der seinen Nachkommen die Professionalisierung erst ermöglichte, den Rang ablaufen. Hoffen wir, dass das Standardsätzchen vom «härter trainieren und stärker zurückkehren» für einmal stimmt.

Die WM-Viertelfinals am 1. Januar

Alan Norris vs. Jelle Klaasen
Gary Anderson vs. James Wade
Raymond van Barneveld vs. Michael Smith
Adrian Lewis vs. Peter Wright​

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