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Radprofi verfährt sich

Das E3-Podest mit Peter Sagan, Michal Kwiatkowski und Ian Stannard (von links). Mekseb Debesay ist zu diesem Zeitpunkt immer noch unterwegs. 
Das E3-Podest mit Peter Sagan, Michal Kwiatkowski und Ian Stannard (von links). Mekseb Debesay ist zu diesem Zeitpunkt immer noch unterwegs.
Bild: LAURENT DUBRULE/EPA/KEYSTONE

Radprofi verfährt sich: «Kennen Sie den Weg nach Harelbeke?»

Das ist belgische Gastfreundschaft: Ein Zuschauer hat Mekseb Debesay bei sich aufgenommen und ihn ins Teamhotel gebracht. Der Radprofi aus Eritrea hatte sich bei einem Rennen verirrt.
27.03.2016, 09:1527.03.2016, 10:42
Ein Artikel von
Spiegel Online

Mekseb Debesay aus Eritrea hat sich bei einem Radrennen in Belgien verfahren. Der Profi wurde von einem Zuschauer aufgenommen, der ihn mit Essen, Kleidung und einer warmen Dusche versorgte. Anschliessend brachte der Mann Debesay ins Teamhotel, wie die Zeitung «Het Nieuwsblad» berichtet.

Das zur UCI World Tour zählende Eintagesrennen «E3 Prijs Vlaanderen Harelbeke» in den flämischen Ardennen gilt als Test für die Flandernrundfahrt. Diese findet eine Woche nach Ostern statt. Für den 24-jährigen Debesay, der zuvor hauptsächlich in Afrika Erfolge gefeiert hatte, war es das erste Profirennen in Belgien. Sein Team Dimension Data aus Südafrika, selbst neu in der World Tour, vermisste den Profi im Ziel des Rennens.

Debesay hatte versucht, am Ende des Felds liegend eine Abkürzung zu nehmen. «Auf einmal hatte er 206 Kilometer auf dem Tacho, obwohl das Rennen nur 200 Kilometer lang war. Er fand nicht mehr nach Harelbeke zurück», sagte Teamchef Pierre Heynderickx.

Während das Team schon die Polizei einschaltete, fragte Debesay einen Zuschauer: «Bitte, wo liegt Harelbeke?», wie Heynderickx erzählte. Nachdem der Mann den Profi versorgt hatte, traf Debesay vier Stunden nach Rennende im Mannschaftshotel ein. (rae)

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