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MADRID, SPAIN - MAY 11:  Atletico de Madrid fans wave red plastic flags supporting their team prior to start the La Liga match between Club Atletico de Madrid and Malaga CF at Vicente Calderon Stadium on May 11, 2014 in Madrid, Spain.  (Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

In den grossen Ligen gab es keine Überraschungen

Wieso die Fussball-Romantiker jetzt Atlético Madrid unterstützen sollten 

Mit Bayern München, Paris St-Germain, Manchester City und Juventus Turin setzten sich in den grossen Fussball-Ligen jeweils der Favorit und Vorjahressieger durch. Auch der FC Basel reihte sich gestern in die Siegerliste ein. Deshalb muss jetzt Atlético die Ehre «der Kleinen» retten.

Das Team von Murat Yakin liess in Aarau nichts mehr anbrennen und holte sich in der vorletzten Runde den fünften Meistertitel in Folge. Der Grasshopper-Club blieb zwar wie im letzten Jahr hartnäckig dran, aber die Basler, seit dem elften Spieltag an der Tabellenspitze der Super League, gaben ihre Leaderposition bis zum Schluss nicht mehr preis. 

So endete die Geschichte im Schweizer Fussball mit dem erwarteten Favoritensieg. Der mit Abstand umsatzstärkste Klub der Schweiz (2013: 88 Millionen Schweizer Franken) führte wie erwartet seine Ernte ein. Auch in den anderen Ländern hatten jeweils die reichsten Klubs am Ende die Nase vorn.

Bundesliga

10.05.2014; Muenchen; Fussball 1. Bundesliga - FC Bayern Muenchen - VfB Stuttgart; Xherdan Shaqiri (Bayern) mit der Schale, Deutscher Meister 2014 (Eibner/Expa/freshfocus)

Xherdan Shaqiri hat sich den richtigen Verein fürs Pokalestemmen ausgesucht. Bild: Expa

Der «Stern des Südens» darf sich zum 24. Mal in der Geschichte Meister nennen. Bereits nach sieben Spieltagen setzte sich der Ligakrösus (Umsatz gut 526 Millionen Schweizer Franken) an die Spitze und verteidigte seinen Meistertitel aus dem Vorjahr souverän. Kein Wunder, wenn man dem Hauptkonkurrenten Borussia Dortmund einen Spieler wie Mario Götze wegschnappen kann. 

19 Punkte trennten am Schluss die beiden Rivalen. Dass sich die Vormachtstellung in Deutschland ändern wird, werden die Münchner zu verhindern wissen. Der Kauf von BVB-Starstürmer Robert Lewandowski lässt grüssen. Am Samstag kommt es auch im DFB-Pokal-Final zum grossen Duell der zwei besten deutschen Teams.

Ligue 1

19.04.2014; Paris; Fussball Coupe de la Ligue - Olympique Lyonnais - Paris Saint-Germain; Jubel PSG mit dem Pokal (Bernard Papon/Presse Sports/freshfocus)

Auch der Cupsieg ging an PSG. Bild: Presse Sports

Seitdem die Kataris um Präsident Nasser Al-Khelaifi im Klub das Sagen haben, rollt der Rubel. Seit 2011 wurden gut 400 Millionen Schweizer Franken in neues Spielermaterial gepumpt. So wurden Spieler wie Edison Cavani, Thiago Silva oder Zlatan Ibrahimovic an Land gezogen. Und die Neueinkäufe brachten den gewünschten Erfolg: Im letzten Jahr gewannen die Hauptstädter die Liga mit zwölf Punkten Vorsprung, heuer schliessen Ibra & Co. die Saison mit sieben Zählern mehr als der erste Verfolger ab. 

Dass mit dem zweitplatzierten AS Monaco ein zweiter Klub in Frankreich an der Spitze steht, der mit Hilfe des russischen Milliardärs Dimitri Rybolowlew vor dieser Spielzeit schnell mal für drei Spieler (Moutinho, Rodriguez, Falcao) kolportierte 140 Millionen Franken hingeblättert haben soll, macht die Sache für Fussball-Romantiker auch nicht schöner.

Premier League

epa04202910 A handout picture released by Emirates News Agency (WAM) shows (L-R) Sheikh Abdullah bin Zayed the UAE the Foreign Minister, Sheikh Saif bin Zayed the Deputy Prime Minister and Minister of Interior, Sheikh Mohammed bin Zayed the Crown Prince of Abu Dhabi and Deputy Supreme Commander of the Armed Forces, Sheikh Mansour bin Zayed the Deputy Prime Minister and Minister of Presidential Affairs, who owns Manchester City, and Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum the UAE Vice President and Prime Minister and Ruler of Dubai celebrating after Manchester City secured the English Premier League title, in Dubai, UAE, 12 May 2014. Manchester City lifted the Premier League title for the second time in three years after a 2-0 win over West Ham United on 11 May.  EPA/EMIRATES NEWS AGENCY/HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Einer aus diesem Quintett ist Scheich Mansour bin Zayed al-Nayhan. Der Zweite von rechts, falls sie es genau wissen wollen.  Bild: EPA/EMIRATES NEWS AGENCY

Die Nostalgiker kommen im «Mutterland des Fussballs» ebenfalls nicht auf ihre Kosten. Auch das bedauernswerte Liverpool um ihren tragischen Helden Steven Gerrard schaffte es nicht, der Stadt Manchester den Titel wegzuschnappen. Seit vier Jahren kommt der Sieger der Premier League aus dem Nordwesten des Landes. Wie 2012 holten sich die «Citizens» in diesem Jahr den Titel, obwohl Liverpool drei Spieltage vor Schluss Spitzenreiter war. 2011 und 2013 war der noble Stadtrivale United vorne. 

Manchester City profitierte vom Patzer der «Reds» gegen Chelsea und holte den Titel. Scheich Mansour bin Zayed al-Nayhan wird sich sicher darüber freuen. Schliesslich hat der Öl-Milliardär aus Abu Dhabi bereits über eine Milliarde Franken in den Klub investiert. Manchester City war bis zu seinem Engagement ein klassischer «Arbeiterverein». 

Serie A

01.05.2014; Turin; Fussball Europa League - Juventus Turin - Benfica Lissabon;
Team Juventus hinten v.l.n.r. Giorgio Chiellini, Martin Caceres, paul Pogba, Fernando Llorente, Leonardo Bonucci, Torhueter Gianluigi Buffon. vorne v.l.n.r. Kwadwo Asamoah, Stephan Lichtsteiner, Andrea Pirlo, Arturo Vidal, Carlos Tevez, (Marco Bertorello/Insidefoto/freshfocus)

So sehen Sieger in Italien aus. Bild: Insidefoto

Auch in Italien nichts Neues: Rekordmeister Juventus Turin feiert einen überlegenen Scudetto-Triumph mit 14 Zählern Vorsprung auf die AS Roma. Zum dritten Mal hintereinander holt sich die «alte Dame» den offiziell insgesamt 30. Meistertitel. Im letzten Jahr wies Juve einen Rekordumsatz von gegen 300 Millionen Franken auf. 

Primera Division

epa04169471 Real Madrid's Portuguese players (L-R) Cristiano Ronaldo, Fabio Coentrao and Pepe pose with the winners' trophy after their team's victory in the King's Cup soccer final match between FC Barcelona and Real Madrid at Mestalla stadium in Valencia, eastern Spain, 16 April 2014. Real Madrid won the match 1-2.  EPA/BALLESTEROS

Der Cup ging an Real Madrid. Hier die Portugal-Fraktion Ronaldo, Coentrao und Pepe. Bild: EPA/EFE

Die letzten neun Jahre hiess der Sieger in der Meisterschaft entweder Real Madrid oder Barcelona. Während die «Königlichen» dieses Jahr aus dem Meisterrennen ausgeschieden sind, kann Barcelona die Tradition noch weiterführen. Dazu benötigen die Katalanen einen Heimsieg am Samstag gegen Atlético Madrid. Dem Team von Diego Simeone reicht dagegen ein Remis für den Trophäengewinn. 

Real Madrid und Barça führen seit Jahren das Ranking der umsatzstärksten Klubs der Welt gemeinsam an. Dank der dezentralen TV-Rechte-Vermarktung in Spanien kommen beide Rivalen auf Werte von über einer halben Milliarde Franken Umsatz pro Jahr. 

Jetzt muss Atlético Madrid abräumen

epa04201808 Atletico Madrid fans cheer for their team during the Spanish Primera Division soccer match between Atletico Madrid and Malaga CF at Vicente Calderon stadium in Madrid, central Spain, 11 May 2014.  EPA/KIKO HUESCA

Bild: EPA/EFE

Deshalb muss nun Atlético Madrid für alle «kleinen» Vereine in Europa die Kastanien aus dem Feuer holen. Nicht, dass die «Colchoneros» am Hungertuch nagen würden (Platz 20 im Umsatzranking), aber wenigstens ein Aussenseiter muss nun in den besten europäischen Ligen den Meistertitel holen. Und danach vielleicht sogar Real Madrid im Champions-League-Final bezwingen? Zumindest für alle hoffnungslosen Fussball-Romantiker auf dieser Welt.

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Wenigstens ein Aussenseiter soll in Europa den Meistertitel holen

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  • 76%Ja, sonst war es eine langweilige Fussballsaison für Fussball-Romantiker
  • 14%Nein, auch Favoritensiege sind schön für mich



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