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Abstösse ins Seitenaus von PSG-Goalie Safonov waren vermutlich Taktik

epa12920481 Goalkeeper Matvey Safonov of PSG in action during the UEFA Champions League semi-final match between Paris Saint-Germain and Bayern Munich in Paris, France, 28 April 2026. EPA/MOHAMMED BAD ...
Die Abstösse von PSG-Goalie Safonow sorgten für Aufsehen.Bild: keystone

Das steckt (vermutlich) hinter den kuriosen Abstössen von PSG-Goalie Safonow

07.05.2026, 11:2107.05.2026, 13:21

Wenn du gestern Abend das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen Bayern München und Paris Saint-Germain gesehen hast, ist es dir – neben der Aufregung um die zwei nicht gepfiffenen Handspiele von PSG – vielleicht aufgefallen: die kuriosen Abstösse von PSG-Goalie Matwei Safonow.

Jedes Mal, wenn der russische Torhüter den Ball abschlagen konnte, tat er dies mit einem weiten Ball auf die aus seiner Sicht linke Seite. Immer wieder landete der Ball dabei auch im Seitenaus, was einen Einwurf für Bayern München zur Folge hatte. Manch ein Zuschauer dürfte sich gefragt haben, ob die Nummer 2 von PSG derart schwach am Fuss ist oder ob er derart von Nervosität geplagt ist, dass ihm immer wieder der gleiche Fehler unterläuft.

Doch vielleicht waren die kuriosen Abstösse gar keine Fehler, sondern pure Absicht. Wenn Safonow die Bälle direkt ins Seitenaus hätte verhindern wollen, dann hätte er sie auch einfach zentraler spielen können. Viel wahrscheinlicher – wenn auch nicht direkt von einem PSG-Akteur so bestätigt – ist es, dass die Pariser durchaus mit einem Einwurf der Bayern leben konnten.

Einerseits sind die Spieler im Mittelfeld und Sturm von PSG nicht besonders gross gewachsen oder kopfballstark. Die Chance, dass sie gegen Bayerns Hühnen wie Dayot Upamecano (186 cm), Jonathan Tah (195 cm), Josip Stanisic (187 cm) oder Aleksandar Pavlovic (188 cm) ein Kopfballduell gewinnen, ist gering.

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In Luftduellen waren die PSG-Spieler den Bayern oft unterlegen.Bild: IMAGO/PRESSE SPORTS

Andererseits stehen die Chancen, nach einem gegnerischen Einwurf den Ball wiederzugewinnen, ziemlich gut. Je nach Studie liegt die Erfolgsquote da zwischen 40 und 60 Prozent. Und angesichts der Tatsache, dass Paris unter Trainer Luis Enrique sowieso auf hohes Pressing setzt, dürfte diese Erfolgsquote eher höher als tiefer sein.

Gut möglich, dass diese langen Bälle an die Seitenlinie also der neueste Taktik-Kniff von Trainer Enrique sind, um Ballverluste nach Abstössen zu vermeiden. Die These wird von der Tatsache untermauert, dass Enrique auch bei einer anderen Standardsituation auf fast die gleiche kuriose Taktik setzt. Auch beim Anstoss haut PSG den Ball immer wieder einfach weit nach vorne ins Seitenaus. Auch hier mit der Idee, dank des Pressings nach dem Einwurf des Gegners in einer deutlich besseren Position wieder an den Ball zu kommen.

Man darf gespannt sein, welche Taktik-Kniffs sich der PSG-Trainer für den Champions-League-Final am 30. Mai gegen Arsenal überlegt. (abu)

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