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Starke (Mitte) durfte am Samstag wieder einmal mit der Schale feiern. bild: bayern_mania

Die Wahnsinns-Bilanz von Tom Starke, der mit 12 Einsätzen 15 Titel holte

Zum sechsten Mal in Folge wurde Bayern München Deutscher Meister. Immer dabei: Tom Starke. Der routinierte Ersatztorhüter war schon zurückgetreten, nun fügte er seiner Vita den Gewinn eines weiteren Titels hinzu.



Manche Fussballer spielen ewig und gewinnen nie einen Titel. Oder erst im hohen Alter wie Marco Wölfli, der mit YB bald die Schweizer Meisterschaft feiern darf und vielleicht auch noch den Cupsieg. Und dann gibt es Profis mit der Bilanz eines Tom Starke: 12 Einsätze mit Bayern München – 15 Titelgewinne.

Bayern's Philipp Lahm, Franck Ribery, Tom Starke, Mario Mandzukic and Xherdan Shaqiri, from left, celebrate with the trophy after winning the final of the soccer Club World Cup between FC Bayern Munich and Raja Casablanca in Marrakech, Morocco, Saturday, Dec. 21, 2013. (AP Photo/Matthias Schrader)

Ein Bild mit Symbolcharakter: Starke feiert in der zweiten Reihe. Hier den Triumph an der Klub-WM 2013 mit Philipp Lahm, Franck Ribéry, Mario Mandzukic – und mit Xherdan Shaqiri (von links). Bild: AP

Starke war 31 Jahre alt, als er nach zwei Jahren als Stammkeeper von Hoffenheim den Entscheid fällte, sich künftig mit der Rolle des Ersatzmannes zu begnügen. Denn bei Bayern München war und ist der deutsche Nationaltorwart Manuel Neuer die klare Nummer 1.

Mehr Titel als Einsätze

Den Entschluss, sich freiwillig auf die Bank zu setzen, bereute Tom Starke in den vergangenen Jahren nie. Denn immerhin durfte er spielen, wenn Neuer verletzt oder gesperrt war. So brachte er es zwar bloss auf zwölf Einsätze in sechs Saisons (zehn in der Bundesliga, je einen im Pokal und im Supercup). Aber er durfte auch stets die Siegertrophäe in die Höhe stemmen, wenn die Bayern mal wieder eine errungen haben.

«Nur, weil nicht auf dem Platz stehe, heisst es doch nicht, dass ich keinen Anteil an den Erfolgen meiner Mannschaft habe.»

Tom Starke, 2014 11 freunde

Das tun sie bekanntlich gerne und oft – und genau aus diesem Grund war Starke damals auch nach München gewechselt: Um Titel zu holen. «Ich habe schon als kleiner Junge davon geträumt, irgendwann mal die Schale hochzuheben», sagte er einst dem Magazin 11 Freunde. «Die Chance, sich diesen Traum zu erfüllen, ist beim FC Bayern eben extrem gross. Letztlich habe ich mir meinen Kindheitstraum erfüllt.»

MUNICH, GERMANY - MAY 10:  Tom Starke of Bayern Muenchen lifts the Bundesliga championship trophy in celebration after the Bundesliga match between Bayern Muenchen and VfB Stuttgart at Allianz Arena on May 10, 2014 in Munich, Germany.  (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Starke mit der Meisterschale 2014: In jener Saison vertritt er Neuer in der Bundesliga zwei Mal. Bild: Bongarts

Tom Starkes starke Titel-Bilanz

Einfach nur zufällig kommt man selbstverständlich nicht zu so einem eindrücklichen Palmares – Starke kann etwas. Bayern München hatte schliesslich bewusst einen erfahrenen Backup-Goalie eingestellt, der im Fall der Fälle auch ein valabler Ersatz für Neuer sein kann. Der einstige Junioren-Nationaltorhüter Starke hatte sich in Leverkusen und beim HSV nicht durchsetzen können, erst mit 25 Jahren wurde er bei Paderborn und in Duisburg die Nummer 1. In Hoffenheim etablierte er sich dann in der Bundesliga.

MUNICH, GERMANY - MARCH 31:  Manuel Neuer (R) and Tom Starke of Muenchen in action during a training session of FC Bayern Muenchen ahead of their UEFA Champions League quarter final first leg match against Manchester United at Saebener Strasse on March 31, 2014 in Munich, Germany.  (Photo by Lennart Preiss/Bongarts/Getty Images)

Keine Rivalen, die Hierarchie war immer klar: Im Vordergrund steht Manuel Neuer. Bild: Bongarts

«Natürlich möchte ich lieber spielen als auf der Bank zu sitzen», gab er im Jahr 2014 ehrlich zu. «Aber Sie wissen ja selbst, wen ich vor mir habe: Den besten Torwart der Welt. Da wäre es doch vermessen zu sagen: ‹Leute, jetzt lasst mich mal endlich ran, ich kann der Mannschaft wesentlich besser helfen als der Manu!› Womit ich zufrieden bin, ist der Fakt, dass ich Teil dieser aussergewöhnlichen Mannschaft sein darf.»

Der Notnagel bleibt in der Nähe

Am Ende der vergangenen Saison beendete er mit mittlerweile 36 Jahren seine Laufbahn – eigentlich. Doch weil sich sowohl Neuer wie auch dessen Ersatzmann Sven Ulreich und auch die junge Nummer 3, Christian Früchtl, verletzten, wurde Starke reaktiviert. Er musste in zwei Bundesliga-Spielen in den Kasten, beide gewannen die Bayern mit 1:0. Starke wehrte in diesen 180 Minuten alle vier Schüsse auf sein Tor ab, einen von Eintracht Frankfurt und drei des 1. FC Köln.

Kaum weg, war Starke im Herbst schon wieder da.

Nun soll im Sommer aber endgültig Schluss sein. Schon vor dieser Saison hatte Tom Starke seinen neuen Job angetreten, er ist Torwartkoordinator im Nachwuchszentrum des FC Bayern München. Sollte also erneut Not am Mann sein, wäre der Notnagel mit dem Wahnsinns-Palmares nicht weit …

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    Alle Leser-Kommentare
  • droelfmalbumst 10.04.2018 12:03
    Highlight Highlight Rein Arbeitstechnisch völlig korrekt. Viel weniger Aufwand, bei Spielen immer nur zuschauen. Dabei aber dick Geld kassieren und ebenso eine Medaille erhalten wie die, die Woche für Woche 90min abspulen.
    Sportlich gesehen, eher schwach. Als Sportler hätte ich zumindest Ambitionen mein Können zu zeigen. Ist aber schwierig zu entscheiden ob ich lieber immer spielen will oder einfach dickes Geld verdienen. Die Karriere als Spitzensportler ist kurz. In dieser Zeit muss soviel rein wie möglich. Der beendet seine Karriere und macht im Schnitt 2 spiele pro Jahr. Karriere kann ich das ja nicht nennen.
    1 25 Melden
    • MacB 10.04.2018 13:14
      Highlight Highlight Es geht im vielleicht aber auch nicht nur um Spielzeit vor Publikum. Er ist Teil eines tollen Teams und hat sich jetzt als Torwartkoordinator ja auch seine zukünftige Existenz vorläufig gesichert. Ich finde: alles richtig gemacht. Muss ja nicht jeder im Rampenlicht stehen.
      29 0 Melden
    • droelfmalbumst 10.04.2018 13:20
      Highlight Highlight nein das sage ich ja nicht. Ich denke einfach dass im Profisport ein gewisser Ehrgeiz doch vorhanden sein muss. Ich persönlich würde nicht einfach einer von vielen sein wollen...

      Heisst nicht dass er es falsch gemacht hat. Ich finde einfach als Sportler will man doch Spielen und auf dem Platz stehen... ich würde mich persönlich nutzlos fühlen wenn ich nur im Training ein paar Bälle halten dürfte...
      1 7 Melden
    • MacB 10.04.2018 13:35
      Highlight Highlight Naja, der Platzwart ist auch Teil des Erfolgs und spielt nie. Ich denke, er sieht sich in einer ähnlichen Rolle. Als Unterstützer, den es aber auch braucht (für Trainings) und der im Notfall bereit ist.

      Ich weiss, was du mit sportlichem Ehrgeiz meinst aber eben...In Hoffenheim Nr. 1 und in der ewigen Bestenliste unter ferner liefen oder bei Bayern einmal im Jahr Meistersause...ich würd auch lieber spielen aber ich verstehs.
      8 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • w'ever 09.04.2018 23:31
    Highlight Highlight es gibt wohl nur einen, der mehr titel pro gespielte minuten bekommen hat. shaqiri
    47 31 Melden
  • BSC1898YB 09.04.2018 23:06
    Highlight Highlight Tom Starke die Krake
    26 0 Melden
  • Pinkes Einhorn 09.04.2018 21:51
    Highlight Highlight Arbeite schlau, nicht hart!
    179 2 Melden
  • Scaros_2 09.04.2018 21:25
    Highlight Highlight Richtig so. Es braucht eben auch solide und gestandene Menschen die mit der aktzeptanz leben können die 2. Geige zu spielen und nichts einfordern. Gleichermassen sollte man sie aber eben loben wenn sie den Rückhalt geben der das Team vorwärts bringt.
    131 1 Melden

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