Wie Urs Fischer Mainz sogar noch nach Europa führen könnte
Nach einem enttäuschenden Start in die Bundesliga waren die Mainzer Tabellenletzter mit nur acht Punkten. Im Dezember übernahm dann der Schweizer Trainer Urs Fischer und führte das Team wieder nach oben. Nun ist sein Team auf dem zehnten Platz und darf sogar nach Europa schielen.
Bereits jetzt steht fest, dass sich mindestens sieben Teams der Bundesliga für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren werden. Es könnten in der nächsten Saison aber gar bis zu neun deutsche Klubs europäisch spielen. Damit das Team von Urs Fischer sich tatsächlich noch für den Europacup qualifiziert, müssen verschiedene Dinge eintreten.
Der zusätzliche Champions-League-Platz
Für die Champions League gibt es vier fixe Plätze, zusätzlich dazu können sich die deutschen Teams im Europacup einen weiteren Platz erspielen. Dazu müssten sie in der Jahreswertung der UEFA Spanien überholen. Die zwei Länder, deren Vereine in einer Saison in allen drei Europacup-Wettbewerben (Champions League, Europa League und Conference League) im Schnitt die besten Ergebnisse holen, erhalten einen zusätzlichen Startplatz für die Königsklasse.
Aktuell liegt Deutschland auf Platz drei, England ist bereits sicher Erster, Spanien jedoch noch in Reichweite. Spanien hatte zu Beginn einen Europacup-Teilnehmer mehr als Deutschland, womit die Punkte durch acht Klubs geteilt werden. Nun sind mit Atlético Madrid (Champions League) und Rayo Vallecano (Conference League) sowie Bayern München (Champions League) und Freiburg (Europa League) noch je zwei Klubs vertreten.
Die aktuelle Rangliste
- England (27,125 Punkte mit 3/9 Klubs)
- Spanien (21,781 Punkte mit 2/8 Klubs)
- Deutschland (21,214 Punkte mit 2/7 Klubs)
In allen drei Wettbewerben gibt es für einen Sieg nach spätestens 120 Minuten zwei Punkte und für ein Unentschieden einen Punkt. Für den Einzug in den Final gibt es in der Champions League 1,5 Bonuspunkte, in der Europa League noch einen und in der Conference League einen halben. Bayern und Freiburg könnten Deutschland im Erfolgsfall also noch an Spanien vorbeiführen. Dann wäre ein fünfter Champions-League-Startplatz sicher.
Bereits qualifiziert sind der FC Bayern München als deutscher Meister und Borussia Dortmund. Stand jetzt wären auch RB Leipzig und Bayer Leverkusen dabei, vor allem Leverkusen muss sich aber noch gegen Stuttgart und Hoffenheim verteidigen. Der Fünfte und Sechste gingen in die Europa League und der Siebte in die Conference League.
Alles hängt an Freiburg
Damit zwei weitere Teams aus der Bundesliga international spielen könnten, müssten drei Dinge passieren:
- Der zusätzliche Champions-League-Platz muss ergattert werden.
- Der SC Freiburg muss die Europa League gewinnen.
- Der SC Freiburg wird in der Liga nur Achter.
Als Europa-League-Sieger würde der SC Freiburg zusätzlich in der Champions League spielen. So würden sich Platz sechs und sieben in der Europa League messen und der Achte der Tabelle dürfte die Qualifikation zur Conference League spielen. Belegt jedoch Freiburg diesen achten Platz, geht deren Teilnahmerecht an der Conference-League-Quali auf den Neunten über, da Freiburg ja für die Champions League qualifiziert wäre.
Freiburg darf aber nicht Siebter werden, sonst profitiert ein anderes Land vom Zusatzplatz. Der Grund dafür ist kompliziert: Nur, wenn sich der Europa-League-Sieger nicht schon über die Liga für Europa qualifiziert, geht der Zusatzplatz an den nächstbesseren Bundesligisten. Wird Freiburg aber Achter, profitiert der Neunte der Bundesliga als bestes noch nicht für Europa qualifiziertes Team vom über das Jahresranking ergatterten Zusatzplatz im Europacup.
Stand jetzt wäre der Neunte der Tabelle der FC Augsburg – Mainz ist aktuell Zehnter mit drei Punkten Abstand. Während die Augsburger noch auf Mönchengladbach und auswärts auf Union Berlin treffen, empfängt Mainz erst die Berliner und reist dann nach Heidenheim. Mit zwei Siegen und etwas Schützenhilfe könnten Urs Fischers Mainzer, die bereits das bessere Torverhältnis als Augsburg haben, tatsächlich noch den Europacup erreichen.
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