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Duisburg supporters hold a banner reading

Duisburgs Fans machen sich über den Alzheimer-kranken Ex-Schalke-Manager Rudi Asssauer lustig. Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

«Schamlos und geschmacklos»: Duisburg-Fans ernten Shitstorm nach fieser Plakat-Beleidigung



Das Duell in der ersten DFB-Pokal-Runde zwischen dem MSV Duisburg gegen Schalke am Samstag war die Neuauflage des Final von 2011. Damals schossen die Königsblauen die zweitklassigen Zebras mit 5:0 aus dem Berliner Olympiastadion. Ein rabenschwarzer Tag für alle MSV-Fans.

Darum präsentierten sie gestern ein Spruchband mit der Aufschrift «2011? Nicht mal Rudi kann sich erinnern.» Eine alles andere als gelungene Anspielung auf Schalkes langjährigen Manager Rudi Assauer, der an Alzheimer erkrankt ist und sich das Spiel im Stadion anschaute.

GELSENKIRCHEN, GERMANY - JUNE 28:  Former manager Rudi Assauer and his daughter Bettina Michel attend the general assembly of FC Schalke 04 at Veltins-Arena on June 28, 2015 in Gelsenkirchen, Germany.  (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Rudi Assauer mit Tochter Bettina im Juni 2015 auf Schalke.  Bild: Bongarts

«Das ist natürlich mehr als beschämend», kommentierte Schalkes heutiger Manager Horst Heldt den Vorfall nach der Partie. «Rudi ist ein Mann, der unheimlich viel für den Verein getan hat und leider Gottes erkrankt ist. Alles hat seine Grenzen, das ist geschmacklos.» 

Der MSV Duisburg entschuldigte sich nach der Partie umgehen für seine Fans. «Es tut mir sehr, sehr leid. Ich bin so fassungslos wie alle anderen», erklärte MSV-Geschäftsführer Bernd Maas. «Das spiegelt nicht die Werte wider, für die der MSV steht. Das sind einzelne Spinner. Ich möchte mich in aller Form beim FC Schalke entschuldigen. Schade, dass das passiert ist.»

Laut einer MSV-Mitteilung nahmen Assauer und seine Tochter Bettina Michel die Entschuldigung des Klubs an. «Wir beide wissen, dass dieses Plakat überhaupt nicht die Meinung der Fans des MSV Duisburg widerspiegelt», wurden sie zitiert. «Wir sind bei fast jedem Heimspiel der Zebras dabei und werden von unseren Duisburger Freunden jedes Mal ausgesprochen herzlich aufgenommen. Das war heute auch so. Deshalb konnte auch nicht eine Handvoll Idioten uns einen ansonsten so schönen Fussballnachmittag kaputt machen.»

Auch auf Twitter war das Plakat nach der Partie das grosse Thema – lustig fand das Plakat der MSV-Fans auch dort niemand. (pre)

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