Sport
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At the sports exam, everyone wears their own recruitment number, pictured on August 5, 2013, in a recruitment center of the Swiss Armed Forces in Rueti, canton of Zurich, Switzerland. Persons required to enlist from the cantons of Zurich, Schaffhausen, Thurgau and Zug complete their recruitment in this center. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Beim Sporttest traegt jeder seine Rekrutierungsnummer, aufgenommen am 5. August 2013 in einem Rekrutierungszentrum der Schweizer Armee in Rueti, Kt. Zuerich. Stellungspflichtige aus den Kantonen Zuerich, Schaffhausen, Thurgau und Zug absolvieren die Rekrutierung in diesem Zentrum. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bei der Rekrutierung zeigt sich, wie fit die jungen Schweizer (und Schweizerinnen) sind. Bild: KEYSTONE

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Heute beginnt für tausende junge Schweizerinnen und Schweizer der Ernst des (Soldaten-) Lebens. Die RS geht los! Aber vorher mussten sie noch bei der Aushebung antraben.



Jeder volljährige Mann muss in der Schweiz Armee-, Zivilschutz- oder Zivildienst leisten. Bei der Rekrutierung werden vorab die Fähigkeiten und Talente der maximal 25-jährigen Testpersonen ermittelt. Anhand verschiedener Untersuchungen und Tests werden daraufhin Zuteilung und Funktion für jeden Einzelnen bestimmt.

Übrigens:

Neben der medizinischen Untersuchung, der psychologischen Abklärung und der Personensicherheitsprüfung ist der Fitnesstest zentraler Bestandteil der Rekrutierung. Seit 2006 müssen alle Stellungspflichtigen den an der Eidgenössischen Hochschule für Sport in Magglingen entwickelten FTA (Fitnesstest der Armee) absolvieren.

Gemessen werden folgende 5 Faktoren:

  1. Schnellkraft der Beine (Standweitsprung)
  2. Schnellkraft der Arme (Medizinballstoss)
  3. Kraft der globalen Rumpfmuskulatur (Rumpfkrafttest)
  4. Koordinationsfähigkeit (Einbeinstand)
  5. Ausdauerleistungsfähigkeit (Progressiver Ausdauerlauf oder Ausdauer-Pendellauf)

Die Resultate des Fitnesstests zeigen aber nicht nur auf, für welche Funktion die Stellungspflichtigen in der Armee geeignet wären, sondern geben auch Aufschluss über den Fitnesszustand der Nation. Wir haben beim Bundesamt für Sport BASPO die Bestleistungen in allen fünf Disziplinen der letzten zehn Jahre erfragt und sie ins Verhältnis zu den Leistungen aller Testpersonen gestellt. Herausgekommen sind fünf spannende Grafiken.

Standweitsprung

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Erreicht man in allen Disziplinen 16 Punkte, also die Stufe «Sehr gut», reicht es für ein Sportabzeichen. Details dazu am Ende des Artikels.

So funktioniert die Disziplin: Die Testperson springt aus dem Stand vom Hallenboden auf eine Matte. Gemessen wird die Distanz von der Absprunglinie bis zum hintersten Berührungspunkt des Körpers bei der Landung.

During the sports exam, a young man does the standing long jump, where he jumps from the gym floor onto a mat and where the distance between the jump line and the body's rearmost point of contact at landing is measured, pictured on August 5, 2013, in a recruitment center of the Swiss Armed Forces in Rueti, canton of Zurich, Switzerland. Persons required to enlist from the cantons of Zurich, Schaffhausen, Thurgau and Zug complete their recruitment in this center. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein junger Mann ist waehrend des Sporttests beim Standweitsprung (Schnellkraft der Beine), bei welchem man auf dem Hallenboden abspringt und auf der Matte landet, wobei die Distanz zwischen der Absprunglinie bis zum hintersten Beruehrungspunkt des Koerpers bei der Landung gemessen wird, aufgenommen am 5. August 2013 in einem Rekrutierungszentrum der Schweizer Armee in Rueti, Kt. Zuerich. Stellungspflichtige aus den Kantonen Zuerich, Schaffhausen, Thurgau und Zug absolvieren die Rekrutierung in diesem Zentrum. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Bonus

Der Weltrekord im Standweitsprung liegt bei 3,73 Metern. Aufgestellt wurde er am 23. Februar 2015 von Footballer Byron Jones am NFL Combine, der «Aushebung» für künftige NFL-Spieler. Jones spielt seit 2015 bei den Dallas Cowboys als Cornerback.

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Der Weltrekord von Byron Jones. Video: streamable

Medizinballstoss

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So funktioniert die Disziplin: Die Testperson stösst einen zwei Kilogramm schweren Medizinball aus der Sitzposition mit dem Rücken zur Wand nach vorne. Gemessen wird die Distanz von der Wand hinter der Langbank bis zum Landepunkt des Balls.

During the sports exam, a young man does the medicine ball throw, where he throws the 2 kg medicine ball from a seated position and where the distance between the wall behind the bench and the ball's landing spot is measured, pictured on August 5, 2013, in a recruitment center of the Swiss Armed Forces in Rueti, canton of Zurich, Switzerland. Persons required to enlist from the cantons of Zurich, Schaffhausen, Thurgau and Zug complete their recruitment in this center. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein junger Mann ist waehrend des Sporttests beim Medizinballstossen (Schnellkraft der Arme), bei welchem man einen 2 kg schweren Medizinball aus dem Sitzen wirft, wobei die Distanz zwischen der Wand hinter der Langbank bis zum Landepunkt des Balles gemessen wird, aufgenommen am 5. August 2013 in einem Rekrutierungszentrum der Schweizer Armee in Rueti, Kt. Zuerich. Stellungspflichtige aus den Kantonen Zuerich, Schaffhausen, Thurgau und Zug absolvieren die Rekrutierung in diesem Zentrum. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Rumpfkrafttest

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So funktioniert die Disziplin: Die Testperson hebt im Unterarmstütz im Sekundentakt abwechselnd den linken und den rechten Fuss vom Boden. Der Rücken muss dabei stets den zuvor auf die richtige Höhe angepassten Kontaktbalken berühren. Gemessen wird die Zeit bis zum Übungsabbruch (Knie am Boden, Rücken nicht mehr am Kontaktbalken, Kopf auf den Armen).

Young men during the abdominal strength test, pictured on August 5, 2013, in a recruitment center of the Swiss Armed Forces in Rueti, canton of Zurich, Switzerland. Persons required to enlist from the cantons of Zurich, Schaffhausen, Thurgau and Zug complete their recruitment in this center. In this test, in one-second intervals, alternately the left and right foot is lifted half a foot length from the floor in the given position (forearm push-up). The time is measured until the person can no longer continue with the exercise. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Junge Maenner beim globalen Rumpfkrafttest (Kraft der globalen Rumpfmuskulatur), aufgenommen am 5. August 2013 in einem Rekrutierungszentrum der Schweizer Armee in Rueti, Kt. Zuerich. Stellungspflichtige aus den Kantonen Zuerich, Schaffhausen, Thurgau und Zug absolvieren die Rekrutierung in diesem Zentrum. Bei diesem Test wird in der vorgegebenen Position (Unterarm-Stuetz) im Sekundentakt abwechselnd der linke und rechte Fuss vom Boden um eine halbe Fusslaenge abgehoben. Gemessen wird die Zeit bis zum Uebungsabbruch. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Einbeinstand

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So funktioniert die Disziplin: Die Testperson steht auf einem Bein. Nach 10 Sekunden muss sie die Augen schliessen. Nach weiteren 10 Sekunden muss sie den Kopf mit geschlossenen Augen in den Nacken legen. Die Zeit bis zum Verlust des Gleichgewichtes wird für das linke und das rechte Bein gemessen. Für das Resultat werden beide Zeiten zusammengezählt.

Young men at one of five exercises of the sports exam, here they have to stand in a hoop on one leg with their hands behind their backs, then after ten seconds, they have to close their eyes, and after another ten seconds, they have to tilt their head backward, pictured on August 5, 2013, in a recruitment center of the Swiss Armed Forces in Rueti, canton of Zurich, Switzerland. Persons required to enlist from the cantons of Zurich, Schaffhausen, Thurgau and Zug complete their recruitment in this center. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Junge Maenner bei einer der fuenf Uebungen, die beim Sporttest auf dem Programm stehen, hier muessen sie in einem Kreis mit den Haenden hinter dem Ruecken auf einem Bein stehen, dann nach zehn Sekunden die Augen schliessen, dann nach weiteren zehn Sekunden den Kopf nach hinten neigen, aufgenommen am 5. August 2013 in einem Rekrutierungszentrum der Schweizer Armee in Rueti, Kt. Zuerich. Stellungspflichtige aus den Kantonen Zuerich, Schaffhausen, Thurgau und Zug absolvieren die Rekrutierung in diesem Zentrum. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Progressiver Ausdauerlauf

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So funktioniert die Disziplin: Die Testperson läuft entweder auf einer Freiluft-Rundbahn oder im Pendellauf in der Halle los. Das Lauftempo wird durch ein akustisches Signal vorgegeben. Die Startgeschwindigkeit beträgt 8,5 km/h. Die Geschwindigkeit steigt jeweils nach 200 m um 0,5 km/h. Gestoppt wird die Zeit, sobald die Testperson das Tempo nicht mehr mitlaufen kann. Das ist der Fall, wenn die vorgegebene Marke zweimal hintereinander beim akustischen Signal nicht erreicht wird.

Young men during the progressive endurance test, pictured on August 5, 2013, in a recruitment center of the Swiss Armed Forces in Rueti, canton of Zurich, Switzerland. Persons required to enlist from the cantons of Zurich, Schaffhausen, Thurgau and Zug complete their recruitment in this center. The endurance test either takes place on the running track outside or in the gym as a 20 m shuttle run. The tests have different value tables. The running speed is defined by an acoustic signal just like in the Conconi test. The start speed is 8.5 km/h, then, after each 200 m, the speed increases by 0.5 km/h. Time is stopped when nobody can keep up with the speed any longer. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Junge Maenner beim progressiven Ausdauertest (Ausdauerleistungsfähigkeit), aufgenommen am 5. August 2013 in einem Rekrutierungszentrum der Schweizer Armee in Rueti, Kt. Zuerich. Stellungspflichtige aus den Kantonen Zuerich, Schaffhausen, Thurgau und Zug absolvieren die Rekrutierung in diesem Zentrum. Der Ausdauertest findet entweder auf der Rundbahn im Freien oder in der Halle als 20m-Pendellauf statt. Fuer die beiden Tests gelten nicht dieselben Wertetabellen. Das Lauftempo wird wie beim Conconi-Test durch ein akustisches Signal vorgegeben. Die Startgeschwindigkeit betraegt 8,5 km/h, danach steigt die Geschwindigkeit immer nach 200 m um 0,5 km/h. Gestoppt wird die Zeit, sobald das Tempo nicht mehr mitgelaufen werden kann. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Die Wertetabelle:

Pro Disziplin sind maximal 25 Punkte zu erreichen. Die maximale Gesamtpunktzahl ist 125. Das Sportabzeichen wird ab 80 Punkten vergeben. Für die militärische Einteilung gilt für Männer und Frauen dieselbe Wertungstabelle. Für das Sportabzeichen werden die Frauen aber mit einer geschlechtsspezifischen Wertungstabelle beurteilt.

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bild: baspo

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