Sport
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NLA, 29. Runde

Zug – Bern 1:2
ZSC – Kloten 2:0
Biel – Freiburg 1:2 n.V.
Davos – Lakers 2:1
Ambri – Lugano 3:1

06.12.2014; Zuerich; Eishockey NLA - ZSC Lions - Kloten Flyers; Andri Stoffel (ZSC) gegen Michael Liniger (Kloten) (Francoise Ducrey/freshfocus)

Kloten muss im Hallenstadion unten durch. Bild: Francoise Ducrey/freshfocus

NLA, 29. Runde

Die ZSC Lions ringen im Derby Kloten nieder – Davos mit fünftem Sieg in Folge

Die Spiele der 29. Runde fallen alle extrem knapp aus. Nirgends fallen mehr als vier Tore. Das Spitzentrio um Davos, Zürich und Bern kann sich aber dennoch durchsetzen. 



ZSC Lions – Kloten Flyers 2:0

- Die ZSC Lions feierten den neunten Sieg in Serie im Zürcher Derby gegen die Kloten Flyers. Der Titelverteidiger siegte 2:0. Beide Tore der Lions fielen kurz vor dem Ende des ersten Drittels: In der 19. Minute lenkte Reto Schäppi einen Schuss von Marc-André Bergeron unhaltbar zum 1:0 ab, acht Sekunden vor der ersten Pause erhöhte Robert Nilsson in Überzahl nach einem schönen Pass von Ryan Shannon auf 2:0. Danach hatten die Lions die Partie weitgehend im Angriff, war der vierte Sieg in Folge nicht wirklich in Gefahr.

- Die Flyers blieben wie bereits beim 0:2 im ersten Saisonduell und zum vierten Mal in den letzten acht Partien gegen den ZSC ohne Torerfolg. Derweil realisierte Lukas Flüeler dank 23 abgewehrten Schüssen bereits seinen fünften Shutout in dieser Saison, womit er in dieser Statistik nun alleine führt.

- Bei den Klotenern stellt sich nach der dritten Niederlage in Serie die Frage, wie lange die Geduld von Mehrheits-Aktionär und Präsident Philippe Gaydoul noch anhält. Vor allem die Schwäche in der Offensive (nur 63 Treffer) kriegt das Trainer-Duo Felix Hollenstein/Kimmo Rintanen nicht in den Griff, obwohl die Flyers im Angriff gut besetzt sind. Sie verliessen das Eis bereits zum fünften Mal in dieser Saison ohne Treffer. 

Der Zuercher Robert Nilsson, links, gegen den Klotener Michael Liniger, rechts, beim Eishockeyspiel der National League A ZSC Lions gegen die Kloten Flyers in Zuerich am Samstag, 6. Dezember 2014. (KEYSTONE/Walter Bieri )

Die Lions kämpfen sich gegen Kloten zum Sieg.  Bild: KEYSTONE

EV Zug – SC Bern 1:2

- Der SC Bern hat auch seine letzte «Lücke» in dieser Saison geschlossen. Das Team von Trainer Guy Boucher bezwang im vierten Anlauf auch den EV Zug (2:1) und hat nun gegen alle elf Teams mindestens einmal gewonnen. Beide Tore erzielte der SCB im Powerplay.

- Bern ist bisher das statistisch bester Powerplay-Team der Liga. Und auch gegen Zug lieferten die Berner den Beweis ihrer Stärke im Überzahlspiel: In der 9. Minute erzielte Christoph Bertschy sein bereits zehntes Saisontor, kurz nach Spielmitte sorgte PostFinance-Topskorer Martin Plüss für das Schlussresultat.

- Beim ersten Saisonsieg gegen die Zuger hätten die Berner die Entscheidung viel früher herbeiführen können. Im Mitteldrittel konnten sie während 116 Sekunden mit zwei Spielern mehr agieren, blieben in dieser Phase aber erfolglos. Gibt es am effizienten SCB-Auftritt etwas zu bemängeln, dann ist es dieser Fakt. Zug auf der anderen Seite vermag derzeit vor allem in der Offensive nicht zu überzeugen. Der EVZ erzielte in den letzten drei Partien nur gerade drei Tore und verlor erstmals in dieser Saison drei Spiele in Folge.

06.12.2014; Zug; Eishockey NLA - EV Zug - SC Bern; 
David Jobin (Bern) jubelt nach dem Tor zum 1:1
(Urs Lindt/freshfocus)

In 18 Partien nur drei Mal verloren. Jobin und Co. läuft's.   Bild: Urs Lindt/freshfocus

HC Davos – Rapperswil-Jona Lakers 2:1

- Davos bekundete gegen die Rapperswil-Jona Lakers beim 13. Sieg im 14. Heimspiel einige Mühe. Immerhin wendeten die Bündner ein 0:1 in ein 2:1.

- Auf dem Papier war die Partie zwischen Leader Davos und dem Tabellenletzten Rapperswil-Jona Lakers eine klare Angelegenheit, umso mehr, als die Bündner zu Hause bislang überzeugten und vor dem gestrigen Spiel ein Torverhältnis von 67:28 auswiesen. Diesmal kam die Offensivabteilung des HCD jedoch nicht richtig in Fahrt, in der Startphase blieben die Gastgeber gar während einer 91-sekündigen doppelten Überzahl ohne Torerfolg.

- In der 13. Minute geriet Davos nach einem Treffer von Verteidiger Leandro Profico gar in Rückstand. Dario Simion (27.) mit seinem zehnten Tor in dieser Saison und Gregory Sciaroni 59 Sekunden vor der zweiten Pause sorgten aber in einem schwachen Spiel doch noch für den fünften Sieg in Serie des Favoriten gegen die Lakers. Dieser ging auf Grund der grösseren individuellen Klasse in Ordnung. Bei den Gästen zeigte Goalie Tim Wolf eine starke Leistung. 

Die Rapperswiler Lukas Sieber, rechts, und Benjamin Neukom, nach dem verlorenen Eishockeyspiel der National League A zwischen dem HC Davos und den Rapperswil-Jona Lakers, am Samstag, 6. Dezember 2014, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bitter, bitter: Benjamin Neukom und Lukas Sieber waren in Davos so nahe dran.  Bild: KEYSTONE

Biel – Fribourg: 1:2

- Erst zum zweiten Mal in dieser Saison ist Fribourg-Gottéron auf einem Playoff-Platz klassiert. Die von argen Verletzungssorgen geplagten Freiburger gewannen den Strichkampf gegen Biel dank einem Treffer von Sebastian Schilt in der 65. Minute mit 2:1 nach Verlängerung.

- Der aufgerückte Verteidiger Schilt, der im 29. Spiel seinen ersten Saisontreffer erzielte, profitierte 27 Sekunden vor Ablauf der Overtime vom mustergültigen Zuspiel von Greg Mauldin. Nachdem der Emmentaler seinem Team den Zusatzpunkt gesichert hatte, jubelte Fribourg ausgelassen. Kein Wunder: Fünf der letzten sechs Partien hatte Gottéron davor verloren und weiterhin fehlen Trainer Gerd Zenhäusern sieben Stürmer.

-  Eigentlich hatte es bis zum Ende nicht nach einem Sieg für Gottéron ausgesehen. Biel besass über die ganze Spielzeit die besseren Chancen und ging in der 32. Minute durch PostFinance-Topskorer Oliver Kamber verdient in Führung, wobei die Scheibe vom ex-Bieler Anthony Huguenin noch entscheidend abgelenkt wurde. Gottéron reagierte umgehend und glich nur knapp drei Minuten später durch Killian Mottet aus. Im letzten Drittel (14:7 Torschüsse) dominierte Biel sogar, es vermochte aus der Überlegenheit aber keinen Profit zu ziehen. Die erste Heimniederlage im dritten Derby gegen Fribourg vor eigenem Publikum war die Folge davon. 

Fribourgs Marc Antoine Pouliot, links, und Greg Mauldin feiern den Treffer zum 2:1im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EHC Biel und dem HC Fribourg Gotteron, am Samstag, 6. Dezember 2014, in der Eishalle in Biel. (KEYSTONE/ Peter Schneider)

Die Drachen beissen sich in der Verlängerung durch. Bild: KEYSTONE

Ambri – Lugano 3:1

- Ausgerechnet im 201. Tessiner Derby gegen Lugano gelang Ambri-Piotta der ersten Heimsieg nach 60 Minuten in dieser Saison. Die Leventiner gewannen 3:1.

- Damit setzten sich auch im vierten Saisonduell der beiden Rivalen die Gastgeber durch, wobei Ambri dank dem Amerikaner Keith Aucoin erstmals 1:0 in Führung ging - beim 5:4-Sieg nach Verlängerung im ersten Heimspiel hatte das Team von Serge Pelletier ein 1:4 aufgeholt. Aucoin konnte bei seinem ersten Treffer nach sechs Partien ohne Torerfolg direkt von der Strafbank kommend auf Elvis Merzlikins losziehen und liess diesem keine Chance.

- Bis zur 36. Minute baute Ambri die Führung dank Christian Stucki (32.) und Alexandre Giroux (36.) auf 3:0 aus - Giroux erzielte seinen sechsten Treffer in den letzten fünf Partien. Danach stellte sich in erster Linie die Frage, ob der vom B-Ligisten Olten ausgeliehene Michael Tobler im zweiten Spiel für die Leventiner den fünften Shutout in der NLA feiern würde. Dass dem nicht so war, lag an Liga-Topskorer Fredrik Pettersson, der in der 55. Minute zum 26. Mal in dieser Saison traf, nachdem er in den ersten drei Saisonspielen gegen Ambri jeweils ein Doppelpack erzielte hatte.

Ambri's players cheer with Ambri's fans of the

Siege im Derby tun immer besonders gut: In der Valascia wird gefeiert. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

(si/cma) 

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