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Spengler Cup, Halbfinals
Kanada – Nürnberg 4:1 (3:0,1:1,0:0)
Davos – KalPa 1:2 (0:1,0:0,1:1)
Davos hat gegen KalPa Kuopio das Nachsehen.
Davos hat gegen KalPa Kuopio das Nachsehen.Bild: EPA/KEYSTONE

KalPa wirft Davos raus und trifft im Spengler-Cup-Final auf das Team Canada

Den Final des 92. Spengler-Cup-Turniers in Davos bestreiten am Silvestermittag erwartungsgemäss das Team Canada und überraschenderweise KalPa Kuopio, das den Halbfinal gegen Davos 2:1 gewann.
30.12.2018, 22:35

Davos – Kuopio 1:2

Die Kanadier können mit einem Finalsieg alleiniger Rekordsieger am Spengler Cup werden. Derzeit führen der HC Davos und das Team Canada dieses «Ewige Ranking» mit je 15 Turniersiegen gemeinsam an. Noch nie gewann ein finnisches Team den Spengler Cup. Die bislang beste finnische Klassierung gab es vor 43 Jahren: Damals beendete Finnland Olympia das Länderturnier hinter Tschechien auf Platz 2.

Die Finnen hatten gegen Davos meist die Nase vorne. Schon nach 131 Sekunden ging KalPa Kuopio in Führung. Verteidiger Kim Nousiainen traf mit einem Weitschuss, den Goalie Gilles Senn trotz verdeckter Sicht hätte halten sollen. Nach dem verschlafenen Start steigerte sich der HCD. Die Partie verlief ausgeglichen. Die besseren Möglichkeiten erspielte sich mit rassigen Kontern indes bis zuletzt das finnische Team.

Dennoch glich Davos im Schlussabschnitt aus. Yannick Frehner gelang nach 46 Minuten der Ausgleich. Die Jungen verhalfen dem HCD ins Spiel zurück. Witolinsch übertrieb es aber fast mit der Einsatzzeit für die dritte Garde. Als die Finnen in der 51. Minute durch Jaakko Rissanen und die erste Angriffsformation wieder 2:1 in Führung, verteidigten für den HCD Dominic Buchli und Clarence Kparghai, die vor dem Spengler Cup in dieser Saison viel mehr Einsätze bei den Biasca Ticino Rockets in der Swiss League (Buchli 12, Kparghai 29) als in der National League (Buchli 9, Kparghai 4) verzeichnet hatten.

Nach dem Spiel hielt sich der Frust beim HC Davos in Grenzen. «Natürlich hätten wir gerne gewonnen und weiter Selbstvertrauen getankt», so Coach Harijs Witolinsch. «Andererseits müssen wir jetzt nach vorne schauen. Schon in zwei Tagen geht es in der Meisterschaft weiter.» Schonungshalber verzichtete Witolinsch im Halbfinal auf Captain Andres Ambühl, Félicien Du Bois, Magnus Nygren, Anton Rödin und Luca Hischier.

KalPa Kuopio - Davos 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)
6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Gofman/Watson (RUS/CAN), Fuchs/Wüst.
Tore: 3. Nousiainen (Mäkinen) 1:0. 46. Frehner (Egli, Aeschlimann) 1:1. 51. Rissanen (Texier, Ruuttu) 2:1.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen KalPa Kuopio, 1mal 2 Minuten gegen Davos.
KalPa Kuopio: Manzato; Wilson, Leskinen; Fairchild, Seppälä; Mäkinen, Gröndahl; Lappalainen, Nousiainen; Ruuttu, Rissanen, Texier; Kantola, Luostarinen, Klemetti; Jokinen, Nuutinen, Sebok; Kononen, Knuutinen, Vainiola.
Davos: Senn; Jung, Sanguinetti; Kparghai, Heldner; Stoop, Payr; Buchli; Klasen, Simion, Lindgren; Meyer, Bader, Pestoni; Corvi, Marc Wieser, Dino Wieser; Frehner, Aeschlimann, Kessler; Egli.
Bemerkungen: Davos ohne Ambühl, Du Bois, Hischier, Nygren und Rödin (alle überzählig). - Kantola verletzt ausgeschieden (44.). - Timeout Davos (59:11).

Kanada – Nürnberg 4:1

Schon in der Vorrunde hatten die Kanadier dank vier Goals im zweiten Abschnitt gegen Nürnberg 6:2 gewonnen. Im Halbfinal machten sie noch früher kurzen Prozess. Nach 13 Minuten und zwei Goals und einem Assist von SC-Bern-Stürmer Zach Boychuk führte das Team Canada 3:0. Nach 23 Minuten stand es 4:0. Erst im Finish kamen die Nürnberger durch das dritte Turniertor des einstigen Davosers Brandon Buck noch auf 2:4 heran.

Der Einbruch der Deutschen nach dem grandiosen 3:1-Erfolg am Vortag gegen Metallurg Magnitogorsk überraschte nicht. Die Ice Tigers bestritten innerhalb von 67 Stunden bereits das vierte Spiel. Nach der kräfteraubenden Partie gegen Metallurg waren die Batterien leer; sie liessen sich innerhalb von 21 Stunden nicht mehr wieder voll aufladen.

Dem Team Canada winkt am Spengler Cup der vierte Titelgewinn in Serie. Noch niemand triumphierte am Davoser Traditionsturnier fünf Mal in Folge. Vier Siege in Serie gelangen den Kanadiern, die seit 1984 in Davos starten, schon von 1995 bis 1998. Seit der Halbfinalniederlage vor vier Jahren gegen Genf-Servette (5:6) gewann das Team Canada am Spengler Cup 15 von 16 Spielen. Nur 2016 verloren sie ein Vorrundenspiel gegen Dinamo Minsk (4:7). 

Team Canada – Ice Tigers Nürnberg 4:2 (3:0, 1:1, 0:1)
6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Wiegand, Castelli/Progin.
Tore: 8. Emmerton (Boychuk) 1:0. 10. Boychuk (Emmerton) 2:0. 13. Boychuk (Noreau) 3:0. 23. DiDomenico (Ebbett, Noreau/Ausschluss Mebus) 4:0. 32. Weiss (Pföderl/Ausschluss Wiercioch) 4:1. 56. Buck 4:2.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Team Canada, 6mal 2 Minuten gegen Ice Tigers Nürnberg.
Team Canada: Fucale; Quincey, Fabbro; Wiercioch, Bieksa; Noreau, Despres; Curran; DiDomenico, D'Agostini, Ebbett; Emmerton, Boychuk, Micflikier; Lapierre, Moore, Knelsen; Cracknell, Mitchell, Gagnon; Winnik.
Ice Tigers Nürnberg: Treutle; Aronson, Festerling; Mebus, Lalonde; Weber, Gilbert; Bender, Jurcina; Bassen, Bast, Buck; Pföderl, Weiss, Reimer; Mieszkowski, Acton, Brown; Fox, Lerg, Segal.Bemerkungen: Timeout Team Canada (59.). (abu/sda)

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